In der 1. Klasse Nord feierte AVIVA Waldmark St. Stefan gegen SV Hellmonsödt einen 2:1-Heimsieg nach 0:1-Pausenrückstand. Thomas Oyrer brachte die Gäste in Minute 24 per Sonntagsschuss in Front, nach der Halbzeit drehten Nico Lindorfer (61.) und Thomas Pührmayr (66.) die Partie innerhalb von fünf Minuten. Für Trainer Rudolf Damberger war es ein Abend für Moral und Willen – ein hart erarbeiteter, aber verdienter Dreier, der angesichts der engen Tabelle und des klaren Ziels, die Liga zu halten, besonders wertvoll ist.
St. Stefan brauchte einen Moment, um ins Spiel zu kommen, und lag nach 24 Minuten hinten: Thomas Oyrer traf für Hellmonsödt, Damberger sprach später von einem „Sonntagsschuss“. Der Rückstand war da, die Köpfe blieben aber oben. Noch vor der Pause erspielten sich die Hausherren gute Ausgleichsmöglichkeiten, vergaben jedoch. Gleichzeitig war auch Glück dabei, wie der Trainer betonte: Ein abgefälschter Abschluss der Gäste wurde von Keeper und Querlatte gemeinsam entschärft – und so ging es mit 0:1 in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel kam St. Stefan mit einem klaren Plan zurück. Nico Lindorfer stellte in der 61. Minute auf 1:1, fünf Minuten später drehte Thomas Pührmayr das Match auf 2:1. Danach blieb es eng, beide investierten viel – St. Stefan brachte den knappen Vorsprung mit viel Einsatz über die Zeit.
Trainer Rudolf Damberger fasste den Abend mit klaren Worten zusammen: „Kompliment an meine Mannschaft.“ Für ihn war der Knackpunkt eindeutig: „Entscheidend war, dass wir nach dem Rückstand Moral bewiesen und das Spiel in der zweiten Halbzeit gedreht haben.“ Schon vor der Pause habe sein Team die Chancen auf den Ausgleich gehabt, „die wir leider nicht genutzt haben“. Daraus wuchs der Plan für die zweiten 45 Minuten: „Wir haben uns in der Halbzeit vorgenommen, das Spiel noch zu drehen.“ Am Ende machte für Damberger vor allem die Haltung den Unterschied: „Der Wille zum Sieg war heute entscheidend.“ Dass es obendrein ein wichtiger Dreier ist, strich er mehrfach hervor: „Die Tabellensituation ist sehr eng, und die unmittelbare Konkurrenz hat nicht gerade für uns gespielt.“ Umso wohltuender schmeckte der Sieg – auch, weil die beiden Treffer „schön herausgespielt“ waren und den Aufwand belohnten.
Bei aller Freude blieb Damberger sachlich, was die nächsten Schritte betrifft. „In der Chancenverwertung, ganz klar, haben wir Luft nach oben“, sagte er und erinnerte an die Vorwoche in Neustift, als ebenfalls gute Möglichkeiten liegen blieben. Den Gegner würdigte er ausdrücklich: „Hellmonsödt war ein starker Gegner. Es war insgesamt ein faires, enges Spiel.“ Ein Sonderlob ging an das Gespann: „Die Schiedsrichterleistung war hervorragend. Das Dreiergespann hat seine Sache ausgezeichnet gemacht.“ Der Blick auf die Tabelle unterstreicht die Bedeutung des Ergebnisses nach Runde 22: St. Stefan steht mit 28 Punkten auf Rang neun, Hellmonsödt hält bei 30 Zählern auf Platz sechs. „Es war ein extrem wichtiger Sieg“, so Damberger, „wir sind auf einem guten Weg, die Liga zu halten.“