In der 1. Klasse Nord feierte Union Oberaigner Nebelberg einen klaren 4:0-Heimsieg über SV Lichtenberg. Trainer Stefan Eidenberger sprach nach einer dominanten ersten Halbzeit von einer frühen Weichenstellung und meinte: "Spätestens nach dem 3:0 war die Partie entschieden." Die Treffer fielen in Minute 6, 20, 40 und 84, zur Pause stand es bereits 3:0 – ein Auftritt, der Nebelberg im oberen Tabellenteil weiter Rückenwind gibt und die gute Form an diesem Tag unterstreicht.

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Die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr und setzten sofort ein Ausrufezeichen. "Es war vor allem in der ersten Halbzeit eine sehr, sehr gute Leistung meiner Mannschaft. Wir hatten gleich nach 30 Sekunden eine sehr gute Torchance von Lukas Löfler", schilderte Eidenberger. Die frühe Führung folgte kurz darauf: Nach einem Eckball landete der Ball unglücklich im eigenen Netz, Eigentorschütze war Adrian Georg Durstberger (6.). Nebelberg blieb am Drücker, ließ zwei, drei sehr gute Möglichkeiten liegen – und erhöhte dann doch: In Minute 20 traf Lukas Löfler zum 2:0. "Nach dem 2:0 war die Partie praktisch entschieden", so der Coach. Kurz vor der Pause legte Jakob Kern das 3:0 nach (40.). "Wir hätten aufgrund der Chancen in der ersten Halbzeit auch zwei Tore mehr erzielen können", ärgerte sich Eidenberger trotz der klaren Führung ein wenig.
Nach dem Wechsel änderte sich das Bild. "Nach der Halbzeit sind die Gäste aus Lichtenberg etwas besser ins Spiel gekommen, konnten die Partie offenhalten und hatten auch mehr Spielanteile als wir", analysierte Eidenberger offen. Seine Elf schaltete ein bis zwei Gänge zurück – eine Phase, die der Trainer für unnötig hält: "Wir hätten den Schwung aus der ersten Halbzeit unbedingt mitnehmen müssen." Lichtenberg agierte jetzt mutiger und bereitete Nebelberg mehr Probleme. "Ich hätte sie von Beginn an so erwartet, denn sie hätten die Punkte im Kampf gegen den Abstieg brauchen können", meinte Eidenberger. Den Deckel machte schließlich Sebastian Florian Fenzl drauf, der in der 84. Minute zum 4:0 traf. "Das 4:0 war dann natürlich die endgültige Entscheidung", sagte der Coach – auch wenn diese aus seiner Sicht spätestens mit dem 3:0 gefallen war.
Bei den Schlüsselszenen hob der Trainer zwei Aktionen hervor: "Speziell das zweite und das vierte Tor waren sehr schön herausgespielt." Gerade den Treffer zum 2:0 durch Löfler wertete Eidenberger als kleine Vorentscheidung. Insgesamt überzeugte ihn die Balance: "Wir haben sehr gut von hinten herausgespielt, und die mannschaftliche Geschlossenheit war sehr gut. Vor allem in der ersten Halbzeit konnten wir auch spielerisch überzeugen." Der klare Sieg passt auch zur Tabellensituation: Nach 22 Runden hält Nebelberg bei 49 Punkten und liegt damit gleichauf mit Bad Leonfelden 1b bei 49 Zählern, während Lichtenberg bei 17 Punkten hält. Das 4:0 unterstreicht einen Abend, an dem vieles zusammenpasste.
Auch zur Leistung des Schiedsrichters bezog Eidenberger nüchtern Stellung: "Die Leistung war grundsätzlich in Ordnung. Wenn man eine strengere Linie fährt, hätte es wohl auf beiden Seiten eine rote Karte wegen Torchancenverhinderung geben können, aber der Schiedsrichter entschied beide Male auf eine gelbe Karte."
Sportlich bleibt die wichtigste Lehre: den Fuß nicht vom Gas zu nehmen. "Wir haben in der zweiten Halbzeit ein, zwei Gänge zurückgeschaltet, das war unnötig. Wir hätten den Schwung aus der ersten Halbzeit mitnehmen müssen", betonte der Trainer. Mit dem klaren 4:0 und starken ersten 45 Minuten hat Nebelberg seine starke Position im Spitzenfeld weiter untermauert.