Spielberichte

Marian Haider (Trainer SV Hellmonsödt): "Schnelles 2:1 war der Schlüssel"

SV Hellmonsödt
Neustift/Oberkappel

In der 1. Klasse Nord setzte sich der SV Hellmonsödt zu Hause gegen die Union Neustift/Oberkappel mit 2:1 durch. Trainer Marian Haider sprach von einem verdienten Erfolg, weil seine Elf über weite Strecken das bessere Fußballteam war und nach dem Ausgleich sofort antwortete. "Das schnelle 2:1 war der Schlüssel", so Haider, der zugleich betonte, dass seine Mannschaft das dritte Tor mehrfach liegen ließ und es dadurch bis zum Schluss spannend blieb.

Torwart in grüner Dress hockend

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Führung, schneller Ausgleich – Hellmonsödt antwortet prompt

Hellmonsödt startete genau so, wie es sich Haider vorgestellt hatte: aktiv, mutig, mit dem klaren Plan, Fußball zu spielen. Nach sechs Minuten zahlte sich das aus – Jürgen Enzenhofer stellte auf 1:0. "Wir waren die spielbestimmende Mannschaft und sind verdient in Führung gegangen", sagte der Coach. Neustift/Oberkappel kam jedoch bald zurück und glich in Minute zehn durch Raphael Dorfer aus, ein Treffer, der aus einer Standardsituation fiel. Haider haderte mit der Entstehung: "Da haben wir uns nicht gut angestellt. Die Sonne war tief, der Ball blieb im Sechzehner, und dann kassieren wir per Kopf das 1:1." Die Antwort der Hausherren ließ kaum Zeit zum Durchschnaufen. Nur drei Minuten nach dem Ausgleich kombinierten sie sich durch das Zentrum, Sebastian Traxler wurde freigespielt und traf trocken ins linke Eck zum 2:1. "Das relativ zügige 2:1 war wichtig. Danach hatten wir das Spiel wieder im Griff", erklärte Haider.

Chancen aufs 3:1 vergeben – viel Arbeit gegen lange Bälle

Nach der rasanten Anfangsviertelstunde bekam Hellmonsödt Ruhe in die Partie und fand weiter gute Momente. Besonders vor der Pause lag das 3:1 in der Luft. Haider erinnerte sich an eine dicke Möglichkeit: "Felix Reitmeier hat einen super Schuss, den der Tormann stark hält. Das wäre das 3:1 gewesen." Auch nach dem Seitenwechsel boten sich Möglichkeiten, den Sack zuzumachen. "Wir hatten in der zweiten Halbzeit mehrfach das 3:1 am Fuß", so der Trainer, der genau benannte, woran es noch hapert: "Wir müssen die Spiele früher zumachen. Wenn du das 3:1 machst, ist es wahrscheinlich durch." Weil das erlösende Tor ausblieb, blieb es eine körperliche und intensive Aufgabe. "Neustift kommt über Körperlichkeit, hohe Bälle und Standards – das ist ihr Spiel", sagte Haider. Seine Mannschaft blieb im Gegenpressing wach, arbeitete fleißig hinter den Ball und hielt die vielen hohen Zuspiele weg vom eigenen Sechzehner. "Zweikampfmäßig waren wir über 90 Minuten top", lobte der Coach die Arbeit seiner Elf.

Heißer Schluss, Schiri-Ärger – und ein verdienter Dreier

In der Schlussphase wurde es noch einmal wild. Weil Hellmonsödt das 3:1 verpasste, flog immer wieder ein hoher Ball in den Strafraum. "Wenn es 2:1 bleibt, kann es immer eng werden", meinte Haider – und verwies auf eine letzte große Möglichkeit der Gäste: "Am Ende haben wir das Quäntchen Glück, unser Torwart hält einen Kopfball stark." Für Diskussionen sorgte aus Haiders Sicht zudem ein hartes Foul kurz vor Schluss. Haider fand dafür deutliche Worte: "Für mich war das eine klare Rote. Der Schiedsrichter war da nicht gut, und so wird ein Spiel unnötig heiß." Trotz der Emotionen blieb sein Fazit klar: "Wir waren fußballerisch die bessere Mannschaft. Der Sieg ist absolut verdient." Mit dem Dreier bestätigt Hellmonsödt Rang fünf und steht nach 23 Runden bei 33 Punkten, Neustift/Oberkappel hält bei 26 Zählern. Haiders Ausblick fällt entsprechend bodenständig aus: "Leistung passt – jetzt müssen wir uns für den Aufwand öfter mit dem dritten Tor belohnen."

1. Klasse Nord: Hellmonsödt : Neustift/Oberkappel - 2:1 (2:1)

  • 13
    Sebastian Traxler 2:1
  • 10
    Raphael Dorfer 1:1
  • 6
    Jürgen Enzenhofer 1:0