In der 1. Klasse Nord setzte sich Union Oberaigner Nebelberg im Derby bei SPG Ulrichsberg / Klaffer mit 1:0 durch. Nach einer zähen ersten Hälfte mit 0:0 entschied Sebastian Fenzl die Partie in Minute 57 – per Kopf beziehungsweise Schulter nach einem Freistoß von Lukas Löfler. Chancen blieben insgesamt rar, doch Nebelberg nutzte den einen Moment und machte damit einen wichtigen Schritt im engen Spitzenrennen. Trainer Stefan Eidenberger sprach von einem „sehr chancenarmen Spiel“, das durch das erste Tor entschieden wurde.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die ersten 45 Minuten passten zu einem hitzigen Nachbarschaftsduell, fußballerisch war aber wenig los. Stefan Eidenberger brachte es auf den Punkt: „Es war in der ersten Halbzeit ein sehr schlechtes Spiel von beiden Seiten. Sehr viele Fehlpässe, nur ein, zwei Halbschancen – das 0:0 zur Pause war in Ordnung.“ Nach dem Wechsel wurde es etwas besser, doch klare Möglichkeiten blieben Mangelware. Dann kippte das Spiel in Minute 57 mit dem, was Eidenberger selbst den Wendepunkt nannte: „Der Game Changer war sicher das 1:0 durch Sebastian Fenzl.“ Der Trainer schilderte die Szene so: „Es war ein Freistoß aus dem Halbfeld von Lukas Löfler, der Verteidiger hat den Ball unterschätzt, und Sebastian Fenzl drückt ihn mit Kopf beziehungsweise Schulter ins lange Eck.“ Danach hatte Fenzl noch ein, zwei gute Chancen, die Führung auszubauen – es blieb beim knappen, aber umjubelten 1:0.
Warum es am Ende trotz der wenigen Highlights reichte, erklärte Eidenberger mit Blick auf sein Grundgerüst: „Mit der Defensivleistung unserer Dreierkette war ich absolut sehr zufrieden. Wenig Fehler, guter Spielaufbau – die Defensive war herausragende.“ Genau auf so ein Spiel hatte Nebelberg spekuliert: kompakt stehen, geduldig bleiben und auf den einen Moment warten. „Im Verlauf des Spieles wurde klar, wer das erste Tor schießt, auch das Spiel gewinnen würde. Das hat zum Glück meine Mannschaft gemacht“, sagte der Coach. Trotz des Erfolgs blieb er fair in der Einordnung: „In Summe muss man ehrlicherweise sagen, wäre ein 0:0 das gerechtere Ergebnis gewesen.“ Am Ende stand aber die nüchterne Erkenntnis, dass Effizienz und Stabilität an diesem Tag reichten – mit dem Standard als perfektem Zünder.
Auch dem Gastgeber zollte Eidenberger Respekt: „Der Gegner spielte sehr diszipliniert, kompakt, mit langen Bällen. Aus dem Spiel hatten sie vielleicht zwei, drei gute Möglichkeiten, aber richtig gefährlich würde es für uns nicht.“ Diskussionsstoff gab es nur am Rande: „Der Schiedsrichter hatte über 90 Minuten eine klare Linie. Vielleicht gab es auf jeder Seite eine Elfmetersituation mit einem möglichem Handspiel, beide Male blieb die Pfeife stumm – ansonsten eine solide Leistung.“ Dass es ein echtes Derby war, merkte man ohnehin auf den Rängen: „Es war ein Derby mit, ich schätze, rund 400 Zuschauern. Die Stimmung war richtig gut.“ Mit dem Sieg hält Nebelberg nun bei 52 Punkten und bleibt im Duell mit Tabellenführer Bad Leonfelden 1b voll dran – Eidenberger sprach sogar davon, „zumindest den Vizemeister fixiert“ zu haben und betonte: „Wir spielen die beste Saison seit der Gründung des Vereins. Ich bin richtig stolz auf die Mannschaft“
Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt den Nebelbergern nicht. Nächste Woche wartet St. Peter/Wimberg, ein Gegner, der in den vergangenen Runden wieder Tritt gefasst hat. „Wir haben nächste Woche mit St. Peter einen richtig schweren Gegner, der zuletzt wieder sehr gut in Form gefunden hat“, sagte Eidenberger. Leicht wird es also nicht. Der Glaube an den nächsten Auswärtsdreier ist trotzdem da: „Mit der Stimmung und der positiven Saison bin ich überzeugt, dass wir in St. Peter auch punkten können“ Zum Schluss richtete der Coach noch Worte an die Tribüne: „Ich möchte mich bei unseren Zuschauern und Fans bedanken, die uns jedes Spiel sehr gut unterstützen und auch auswärts zahlreich mitreisen. Dafür ein großes Lob und Danke.“ Damit ist klar: Nebelberg lebt vom Kollektiv – am Platz und daneben – und nimmt den Derbyschwung mit in die letzten Runden.