Spielberichte

„Wir haben nach der Pause gut reagiert“ – Union St. Veit/M. nimmt aus Puchenau 1:1-Remis mit

Union Puchenau
Union St. Veit/M.

In der 1. Klasse Nord hat die Union Puchenau im Duell zweier Aufsteiger gegen die Union St. Veit/M. beim 1:1-Unentschieden lange wie der Sieger ausgesehen, am Ende nahmen die Gäste aber einen Punkt mit. Trainer Manuel Fröhlich sprach von einem erwarteten, kampfbetonten Spiel, sah nach einem Fehler vor dem 0:1 eine schwierige Phase seiner Mannschaft und war vor allem mit der Reaktion nach der Pause zufrieden.

Orange-Schwarzer Ball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Ein Fehler bringt Puchenau voran

Manuel Fröhlich hatte genau jene Partie bekommen, die er erwartet hatte. „Es war das erwartete Spiel. Es war sehr kampfbetont, von vielen Zweikämpfen geprägt und von vielen hohen Bällen“, sagte der Trainer von Union St. Veit im Mühlkreis nach dem Schlusspfiff. Dass sich das Spiel in diese Richtung entwickelte, gefiel ihm zwar nicht unbedingt, aber aus seiner Sicht ließ der Verlauf zunächst wenig anderes zu. „Das war nicht die Idee, aber der Spielverlauf hat es so hergegeben“, erklärte Fröhlich. Nach seiner Wahrnehmung waren die Gäste zunächst gut drin und hätten die ersten 15 Minuten dominiert. Dann kippte die Partie aber mit einem Fehler im Aufbau. „Wir haben beim Herausspielen einen individuellen Fehler gemacht und dadurch ein billiges Gegentor kassiert. Es war wirklich ein Geschenk“, sagte Fröhlich über die Szene vor dem 1:0, das Emil Kaimberger in der 17. Minute für Union Puchenau erzielte. Danach verlor Union St. Veit im Mühlkreis laut seinem Trainer für eine Weile die Linie. „Danach haben wir 15 bis 20 Minuten vogelwild gespielt“, sagte Fröhlich. Erst kurz vor der Pause hätten sich seine Spieler wieder gesammelt, zur Halbzeit lag Union St. Veit im Mühlkreis aber mit 0:1 zurück.

Nach der Pause kommt St. Veit zurück

Entscheidend war aus Sicht des Trainers dann, wie seine Mannschaft aus der Kabine kam. In der Pause seien die Dinge klar angesprochen worden, und Fröhlich sah danach eine andere Körpersprache seiner Mannschaft. „Wir sind schon besser aus der Kabine gekommen“, sagte er. Ganz so schnell habe Union Puchenau die Partie allerdings nicht aus der Hand gegeben, denn „in den ersten zehn, fünfzehn Minuten war Union Puchenau noch gut dabei“. Union St. Veit im Mühlkreis blieb aber im Spiel und stellte dann noch einmal um. „Wir haben in der 60. Minute eine taktische Änderung gemacht, und ab dann haben wir das Spiel wieder gut unter Kontrolle gehabt und dominiert“, erklärte Fröhlich. Diese Phase schlug sich kurz darauf auch im Ergebnis nieder. In der 65. Minute traf Jakub Rosulek zum 1:1 und brachte Union St. Veit im Mühlkreis zurück. Für Fröhlich war dieser Ausgleich keine Zufallsaktion, sondern die Folge einer zweiten Halbzeit, in der seine Mannschaft wieder mehr Zugriff bekam und das Spiel nach und nach auf ihre Seite zog.

Die Reaktion gefiel, die Chancen blieben liegen

Dass es am Ende bei diesem Remis blieb, bewertete der Trainer mit gemischten Gefühlen. Einerseits war er mit der Antwort seiner Mannschaft auf die schwierige erste Hälfte klar zufrieden. „Am besten hat mir die Reaktion in der zweiten Halbzeit gefallen“, sagte Fröhlich. Nach der verunsichernden Phase vor der Pause habe sich Union St. Veit im Mühlkreis erst sammeln müssen, und genau das sei gelungen. „Die Sachen, die wir angesprochen haben, wurden gut umgesetzt. Es hat eine Reaktion stattgefunden, und die Mannschaft hat Charakter gezeigt und dann noch verdient den Punkt geholt“, meinte er. Andererseits sah Fröhlich auch sehr deutlich, warum aus dem 1:1 kein Auswärtssieg wurde. „Leider haben wir ein, zwei hundertprozentige Chancen nicht genutzt“, sagte er zunächst. Später sprach er sogar davon, dass seine Mannschaft noch „zwei bis drei hundertprozentige Chancen“ hatte, die das Spiel noch hätten drehen können. Dazu kam aus seiner Sicht auch fehlendes Glück. „Dieses Mal hat auch das nötige Glück gefehlt“, sagte Fröhlich. Zu den wichtigsten Szenen zählte er neben dem Fehler vor dem 0:1 auch eine Aktion in der zweiten Minute, bei der es aus Sicht der Gäste einen Elfmeter für Union St. Veit im Mühlkreis hätte geben können.

Mit dem Punkt leben, aber den nächsten Schritt fordern

Fröhlich beließ es nach dem Spiel aber nicht bei der Chancenfrage. Ihn störte auch, dass sich seine Mannschaft phasenweise zu sehr auf die direkte und einfache Variante eingelassen hatte. „Wir sollten nicht jeden Ball hoch mit der Brechstange nach vorne spielen, sondern wir hätten die Qualität, solche Situationen auch spielerisch zu lösen“, sagte der Trainer. Damit beschrieb er ziemlich genau, was ihm über weite Strecken gefehlt hatte. Zum Gegner fand Fröhlich trotzdem klare und respektvolle Worte. Die Union Puchenau sei „sehr kompakt in der Defensive“, habe robuste Verteidiger und sei im Umschalten mit schnellen Offensivspielern immer gefährlich. Deshalb ordnete er das Remis am Ende auch nüchtern ein. „Im Endeffekt müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein“, sagte Fröhlich. Über den nicht gegebenen Elfmeter wollte er nicht groß diskutieren und stellte auch dem Unparteiischen kein schlechtes Zeugnis aus. Vielmehr richtete er den Blick sofort wieder nach vorne. Die Union St. Veit/M. werde sich nun auf den nächsten Gegner vorbereiten und hoffe, „nächste Woche wieder drei Punkte zu holen“.

1. Klasse Nord: Puchenau : St. Veit i.M. - 1:1 (1:0)

  • 65
    Jakub Rosulek 1:1
  • 17
    Emil Kaimberger 1:0