In der 1. Klasse Nord hat die Union Neustift/Oberkappel dem SV Hellmonsödt am Sonntagnachmittag ein 2:2-Unentschieden abgetrotzt. Aus Sicht der Gäste blieb nach dem Spiel trotzdem wenig Zufriedenheit übrig, weil sie den frühen Rückstand rasch drehten und mit einer 2:1-Führung in die Pause gingen. Sportchef Patrick Stummer sprach danach von Eigenfehlern, ausgelassenen Chancen und einem Ergebnis, das sich „wie eine Niederlage“ anfühlte.

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Für Hellmonsödt begann die Partie denkbar schlecht. Schon in der 6. Minute brachte Daniel Wögerbauer die Gastgeber 1:0 in Führung, und Stummer machte keinen Hehl daraus, warum dieser Treffer aus seiner Sicht so früh fiel. „Das Spiel hat für uns schlecht begonnen, mit einem Fehler sind wir in Rückstand geraten“, sagte der Sportliche Leiter. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft sofort reagierte. Nur eine Minute später stellte Michael Schwarz auf 1:1, und für Stummer war genau diese Antwort ein Punkt, der ihm trotz des verpassten Sieges gefiel. „Die Reaktion der Mannschaft war sehr gut. Das 1:0 macht etwas mit einer Mannschaft, aber wie wir zurückkommen und uns da reinkämpfen, das war wirklich gut“, erklärte er. Gerade in dieser Phase sah er eine Hellmonsödter Mannschaft, die sich nicht aus dem Konzept bringen ließ.
Die Gäste fanden danach besser in die Partie und drehten sie noch vor der Pause. In der 22. Minute traf Tobias Seyr zum 2:1 für Hellmonsödt, mit diesem Spielstand ging es auch in die Kabinen. Stummer sprach deshalb nicht von einer glücklichen Führung, sondern von einer Phase, in der seine Mannschaft das Spiel auf ihre Seite ziehen konnte. „Wir haben das Spiel auf unsere Seite drehen können und eigentlich in der Hand gehabt“, sagte er. Genau daraus erklärt sich auch, warum die Stimmung nach dem Abpfiff nicht zu einem normalen Auswärtspunkt passte. Für Stummer war das Grundgerüst der Leistung nämlich vorhanden. „Die Bereitschaft ist allemal intakt und die Mannschaft ist super intakt“, meinte er. Gleichzeitig legte er den Finger aber dorthin, wo der Sieg aus seiner Sicht liegen blieb: Hellmonsödt hätte die guten Momente sauberer fertigspielen und die eigenen Möglichkeiten konsequenter verwerten müssen.
Nach dem Seitenwechsel kam Neustift noch einmal zurück, und damit kippte die Partie aus Sicht der Gäste endgültig in Richtung verpasste Chance. In der 53. Minute glich Benedikt Schwarzbauer zum 2:2 aus. Stummer sah darin auch eine bekannte Stärke des Gegners bestätigt. „Neustift ist immer wieder mit Standards gefährlich. Wir wissen, dass wir da immer auf der Hut sein müssen“, sagte er. Den Hauptgrund für das Remis suchte er aber nicht beim Gegner, sondern zuerst bei der eigenen Mannschaft. „Diese individuellen Eigenfehler müssen wir abstellen“, stellte Stummer klar. Dazu kam aus seiner Sicht zu wenig Konsequenz im letzten Drittel. „Vor dem Tor müssen wir cleverer sein, wir müssen einfach effizienter werden und unsere Chancen nützen.“ Dass Hellmonsödt trotz Führung nur mit einem Punkt nach Hause fuhr, war für ihn daher kein Zufall, sondern die Folge mehrerer Dinge, die zusammenkamen.
Bei aller Enttäuschung wollte Stummer den Gegner nicht kleinreden. Er sprach von einem „erwartet schweren Gegner“, der kämpferisch alles dagegengesetzt habe, und erinnerte daran, dass Auftritte in Neustift seit Jahren unangenehm seien. „In Neustift ist es nie leicht“, sagte er. Diskussionen über die Spielleitung gab es aus seiner Sicht keine, im Gegenteil: „Schiedsrichter Leonhartsberger war tadellos.“ So blieb unter dem Strich eine Analyse, die ohne große Ausreden auskam. „Eigenfehler und wenig Durchschlagskraft, zu wenig Ideen im Spiel nach vorn und die Chancen nicht genutzt – darum müssen wir am Ende mit dem Unentschieden leben“, fasste Stummer zusammen. Das 2:2 bringt dem SV Hellmonsödt damit zwar einen Auswärtspunkt, hinterlässt aber vor allem das Gefühl, dass in dieser Partie deutlich mehr drinnen gewesen wäre.