Spielberichte

„Mit dem Elfmeter war es bis zum Schluss eine offene Geschichte“ – Union Niederwaldkirchen holt 3:2-Erfolg in Puchenau

Union Puchenau
Niederwaldkirchen

In der 1. Klasse Nord hat die Union Puchenau der Union Ascendor Niederwaldkirchen am Sonntagnachmittag ein enges 2:3 geliefert. Die Gäste legten nach schwierigen Anfangsminuten mit einem Doppelschlag vor, stellten kurz nach der Pause auf 3:1 und mussten nach dem zweiten Gegentor doch noch bis zum Ende zittern. Obmann Wolfgang Hartl sprach trotz des Auswärtssieges von einer „sehr, sehr offenen Geschichte“, die auch anders hätte ausgehen können.

Torwart in grüner Dress hockend

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Doppelschlag bringt die Gäste auf Kurs

Hartl erlebte zu Beginn zunächst eine heikle Phase für seine Mannschaft. „Zu Beginn war der Aufsteiger gleich sehr stark“, sagte der Obmann, der auch von einer frühen Topchance für die Heimelf sprach, weil Niederwaldkirchen in den ersten Momenten hinten kurz unsortiert wirkte. Danach bekam der Tabellenzweite die Partie aber besser in den Griff. „Dann haben wir das Spiel besser kontrolliert“, so Hartl. Diese Phase schlug sich auch sofort auf der Anzeigetafel nieder: In der 11. Minute brachte Eusebiu-Patric Covaci die Gäste mit 1:0 in Führung, nur zwei Minuten später legte Erik Schneitler das 2:0 nach. Gerade dieses zweite Tor hatte für Niederwaldkirchen einen besonderen Wert, weil Schneitler damit laut Hartl „sein erstes Kampfmannschaftstor erzielt hat“. Ganz weg war Puchenau damit aber noch nicht. In der 28. Minute verkürzte Simon Hackl auf 1:2 und hielt die Partie damit schon vor der Pause offen.

Das 3:1 als vermeintliche Vorentscheidung

Nach dem Seitenwechsel kam Niederwaldkirchen aus Sicht seines Obmanns genau so zurück, wie man es sich in einer engen Auswärtspartie wünscht. „Nach der Halbzeit sind wir Gott sei Dank sehr gut und präsent wieder rausgekommen“, sagte Hartl. Das zeigte sich rasch auch im Ergebnis. In der 50. Minute traf der gerade eingewechselte Kenan Selman zum 3:1, und Hartl schwärmte von einem „Traumtor“. Er schilderte die Szene so, dass Puchenau den Ball aus dem eigenen Strafraum klärte, Selman ihn annahm und per Dropkick verwertete. Für Hartl war das zunächst „die vermeintliche Vorentscheidung“. Ganz entschieden war die Sache aber nicht. In der 72. Minute kam Puchenau durch Timo Leibetseder wieder auf 2:3 heran. Hartl bezeichnete den Elfmeter als „durchaus zu geben“, auch wenn er aus Sicht der Gäste unnötig war. Von da an wurde es genau so, wie er es im Gespräch beschrieben hat: „Mit dem Elfmeter war es bis zum Schluss eine sehr, sehr offene Geschichte.“

Chancen auf beiden Seiten in einer wilden Schlussphase

Gerade die letzten Minuten machten aus Niederwaldkirchener Sicht noch einmal einen Zittersieg. Hartl sprach nach dem 2:3 von einer spannenden Schlussphase, in der beide Mannschaften ihre Möglichkeiten hatten. Puchenau kam noch zu einem Stangenschuss und drängte damit auf den Ausgleich. Auf der anderen Seite bot sich auch den Gästen die Chance auf die Entscheidung, als ein Niederwaldkirchner Stürmer allein vor dem Tor auftauchte, das mögliche 4:2 aber nicht machen konnte. Fast im Gegenzug musste dann Petr Wolek eingreifen, und auch diese Szene blieb Hartl in Erinnerung. „Da war auch der Puchenau-Stürmer allein vor ihm, und das hat er großartig vereiteln können“, sagte der Obmann über seinen Tormann. Genau diese beiden Szenen erklären auch, warum Hartl trotz des Sieges nicht von einem klaren Auswärtserfolg sprechen wollte. Das Spiel hätte nach seiner Einschätzung „genauso gut unentschieden ausgehen können“.

Kompakt im Verbund und ein Gegner, der noch viele fordern wird

Dass die drei Punkte trotzdem mit nach Niederwaldkirchen gingen, führte Hartl vor allem auf die Arbeit seiner Mannschaft gegen den Ball zurück. „Wir sind wieder sehr kompakt aufgetreten, gemeinsam im Verbund“, sagte er. Dazu habe die ganze Mannschaft „grundsätzlich gut verteidigt“ und den Kampf angenommen. Auch am Ball sah er gute Phasen, wenn auch nicht über die gesamte Distanz. „Spielerisch waren immer wieder sehr schöne Aktionen dabei. Nicht über 90 Minuten, aber immer wieder“, meinte Hartl. Über den Gegner verlor er ebenfalls anerkennende Worte. Die Union Puchenau sei „sehr griffig“ gewesen, körperlich stark, präsent und gerade im Umschalt- und Konterspiel gefährlich. Dass der Aufsteiger in den ersten drei Runden ungeschlagen geblieben war, habe man laut Hartl deutlich gesehen. Auch mit der Leistung von Schiedsrichter Leutgebweger war er einverstanden: „Der Referee war sehr gut, hat das souverän gepfiffen.“ Für die Union Niederwaldkirchen stehen damit nach vier Runden 12 Punkte zu Buche. Hartl hielt sich beim Thema Verbesserungen zwar bewusst allgemein, verwies aber darauf, dass dafür „ein sehr guter Trainer“ da sei, der das Spiel analysieren und die nächsten Trainingseinheiten entsprechend ausrichten werde.

1. Klasse Nord: Puchenau : Niederwaldkirchen - 2:3 (1:2)

  • 72
    Timo Leibetseder 2:3
  • 50
    Kenan Selman 1:3
  • 28
    Simon Hackl 1:2
  • 13
    Erik Schneitler 0:2
  • 11
    Eusebiu-Patric Covaci 0:1