Spielberichte

„Nach dem 1:1 haben wir nicht mehr zu unserem Spiel gefunden“ – St. Veit gibt starke erste Hälfte noch aus der Hand

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Union St. Veit/M.
St. Peter/Wimberg

In der 1. Klasse Nord hat Union St. Veit im Mühlkreis gegen Union Ganserlifte St.Peter lange an einer Überraschung geschnuppert, am Ende aber 1:3 verloren. Die Gastgeber führten zur Pause nach einem Eckball sogar 1:0, verloren nach dem Ausgleich jedoch den Zugriff. Trainer Manuel Fröhlich brachte den Knackpunkt auf den Punkt: „Nach dem 1:1 haben wir nicht mehr richtig zu unserem Spiel gefunden.“

Ersatzbank mit Sportplatz im Hintergrund

Image by Lutz Peter from Pixabay

Bis zur Pause passt für St. Veit fast alles

Dass die Niederlage Fröhlich besonders wurmte, lag vor allem an den ersten 45 Minuten. „In der ersten Halbzeit haben wir den Matchplan gut umgesetzt“, sagte der Trainer, und seine Beschreibung deckte sich mit dem Verlauf bis zum Seitenwechsel. St. Veit störte früh, war eng an den Gegenspielern und ließ den Gästen kaum Ruhe am Ball. „Sobald ein Spieler den Ball bekommen hat, war schon einer von uns dort“, schilderte Fröhlich die gute Phase seiner Mannschaft. Für ihn war diese erste Hälfte sogar „perfekt“, weil seine Elf genau das auf den Platz brachte, was unter der Woche vorbereitet worden war. Dazu kam, dass St. Peter nach seiner Einschätzung vor Probleme gestellt wurde und zunächst keine echten Lösungen fand. Der Lohn folgte in der 41. Minute, als René Ölinger nach einem Eckball das 1:0 erzielte und den starken Auftritt der Gastgeber auch auf der Anzeigetafel sichtbar machte.


Mit dem Ausgleich kippt die Partie

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aber deutlich. Fröhlich meinte, seine Mannschaft sei zu weit zurückgefallen, obwohl genau das nicht vorgesehen gewesen sei. „Das war nicht unser Plan“, sagte er, und führte auch an, dass vielleicht ein wenig die Kraft fehlte, um das intensive Spiel der ersten Halbzeit weiter durchzuziehen. Entsprechend klar fiel auch sein Urteil aus: „Mit der zweiten Halbzeit bin ich nicht mehr einverstanden.“ Mit dem 1:1 in der 63. Minute durch Petro Bodnaruk verlor St. Veit dann endgültig den Faden. Fröhlich beschrieb die Szene sehr deutlich: „Beim 1:1 ist ein Spieler durchs Mittelfeld spaziert, hat keinen Druck bekommen, den Ball hinter die Kette gespielt und der Stürmer hat nur mehr einschieben brauchen.“ Für den Trainer lag genau dort der Wendepunkt: „Der Knackpunkt war, dass wir nach dem 1:1 nicht mehr richtig zu unserem Spiel gefunden haben und St. Peter zu viele Räume gegeben haben.“ Diese Räume nutzten die Gäste eiskalt. In der 74. Minute stellte Jiri Vlcek nach einem Querschläger auf 1:2 und drehte die Partie damit endgültig.

Ein offener Elferwunsch und ein klares Lob für den Gegner

Ganz ohne Diskussionen lief der Nachmittag aus St. Veiter Sicht dennoch nicht ab. Fröhlich verwies auf eine Szene, in der aus seiner Sicht ein Elfmeterpfiff ausblieb. Ein St. Veiter Spieler sei klar am Fuß getroffen worden, das hätte die große Chance auf das 2:0 sein können. Gleichzeitig ordnete er ein, dass der Schiedsrichter „im Großen und Ganzen eine gute Leistung geliefert“ habe. Den Schlusspunkt setzte in der Nachspielzeit noch einmal Petro Bodnaruk zum 1:3, nachdem ein zu kurz geratener Freistoß der Gastgeber abgefangen worden war. Auch dieses Gegentor passte für Fröhlich ins Bild einer zweiten Halbzeit, in der es St. Peter zu leicht gemacht wurde. Dem Gegner sprach er viel Qualität zu und nannte vor allem die Offensive „für diese Liga wirklich eine Topqualität“. Dass St. Peter mit dem fünften Sieg im fünften Spiel ganz vorne bleibt, passt zu dieser Einschätzung. In St. Veit will man die Niederlage nun schnell abhaken. „Wir müssen jetzt wieder die Köpfe nach oben bringen, nächste Woche ist die Chance auf die nächsten drei Punkte“, sagte Fröhlich.

1. Klasse Nord: St. Veit i.M. : St. Peter - 1:3 (1:0)

  • 93
    Petro Bodnaruk 1:3
  • 74
    Jiri Vlcek 1:2
  • 63
    Petro Bodnaruk 1:1
  • 41
    René Ölinger 1:0