Spielberichte

„Das 1:0 mit Elfmeter und roter Karte hat uns in die Karten gespielt“ – Union Reichenthal holt ersten Saisonsieg

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Union Reichenthal
SPG Walding/Rottenegg

In der 1. Klasse Nord hat die Sportunion Reichenthal gegen die SPG Walding/Rottenegg mit 2:1 gewonnen und sich damit den lange ersehnten ersten Saisonsieg geholt. Nach einer starken ersten Halbzeit, einer frühen roten Karte gegen die Gäste und einer 2:0-Führung wurde es nach dem Anschlusstreffer noch einmal eng, in einer Partie, die vor allem nach der Pause deutlich offener wurde. Michael Preinfalk sprach danach von einem „sehr befreienden Erlebnis“ für den Aufsteiger.

Fußbälle und Trainingshütchen auf Rasen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Wende mit Elfmeter und Ausschluss

Reichenthal war von Beginn an sofort da und setzte gleich ein Zeichen. Preinfalk sagte, seine Mannschaft sei „super in die Partie hineingestartet“ und habe schon nach wenigen Sekunden eine sehr gute Möglichkeit herausgespielt. Die wirklich spielentscheidende Szene kam dann in der 16. Minute. Nach einem Eckball kam Reichenthal zum Kopfball, im Anschluss wurde ein Nachschuss auf der Linie mit der Hand geklärt. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß, Simon Kogseder sah Rot, und Tobias Landl verwandelte eine Minute später souverän zum 1:0. Für Preinfalk war genau das der Knackpunkt: „Der wichtigste Moment war sicherlich das 1:0 mit Elfmeter und roter Karte. Das hat uns natürlich schon in die Karten gespielt, so früh in der Partie.“ Reichenthal hatte danach viel vom Spiel, blieb in der ersten Hälfte das aktivere Team und erarbeitete sich weitere Möglichkeiten. Gerade deshalb ärgerte den Sektionsleiter, dass der zweite Treffer vor der Pause nicht mehr fiel. „Wir haben in der ganzen ersten Halbzeit sehr gut gespielt und viele Chancen herausgearbeitet, aber uns leider nicht mit dem 2:0 belohnt“, sagte Preinfalk. So ging es trotz klarer Vorteile nur mit einem 1:0 in die Kabinen.


Nach 2:0 wird es plötzlich noch einmal eng

Die Gäste kamen nach dem Seitenwechsel trotz Unterzahl mit viel Druck aus der Kabine. Preinfalk schilderte, dass Walding/Rottenegg „extrem offensiv rausgekommen“ sei und in den ersten Minuten nach Wiederbeginn zwei richtig gute Chancen auf den Ausgleich gehabt habe. Gerade in dieser Phase blieb Reichenthal aber im Spiel und schlug selbst zu. In der 52. Minute stellte erneut Tobias Landl auf 2:0. Preinfalk sprach von einem „schön herausgespielten Tor über drei Stationen“ und davon, dass sein Team in diesem Moment auch einmal das nötige Spielglück auf seiner Seite hatte. Reichenthal schien die Partie danach im Griff zu haben, ließ laut Preinfalk aber mehrere Möglichkeiten auf das 3:0 liegen. Genau dadurch blieb Walding/Rottenegg im Spiel. In der Schlussphase kamen die Gäste wieder stärker auf, auch weil Reichenthal Fehler machte, aus denen gute Chancen entstanden. In der 73. Minute nutzte Mohammad Sharifi eine solche Phase zum 2:1. Danach wurde die Partie hektisch. Preinfalk beschrieb die Schlussphase so: „Beide Mannschaften haben momentan keine leichte Phase. Keine Mannschaft wollte verlieren.“ Reichenthal brachte den knappen Vorsprung am Ende aber über die Zeit.

Offensiv viel richtig gemacht, Gegner trotz Unterzahl gefährlich

Dass Reichenthal am Ende anschreiben konnte, führte Preinfalk nicht nur auf die frühe Überzahl zurück. Er sah vor allem im eigenen Offensivspiel viele gute Ansätze. „Richtig gut funktioniert hat meiner Meinung nach das Offensivspiel. Wir haben einige Chancen herausgearbeitet und waren auch bei den Standards nicht ungefährlich“, sagte er. Dazu kam ein Auftritt, den er vor allem über die Bereitschaft und den Einsatz definierte. „Wir haben über 90 Minuten wirklich einen sehr guten Kampf geliefert. Es ist nicht leicht, momentan auf unserem Platz zu spielen. Da muss man sich dem Kampf stellen.“ Gleichzeitig sparte Preinfalk auch nicht mit Lob für den Gegner. Er bezeichnete Walding/Rottenegg als „sehr gute Mannschaft“ und hob besonders die Offensive hervor. Trotz Unterzahl habe der Gegner immer wieder gefährliche Momente gehabt. „In einigen Phasen hat man gar nicht gemerkt, dass sie einer weniger waren“, meinte Preinfalk. Auch rund um die Rahmenbedingungen fand er klare Worte. Die Schiedsrichterleistung sei „absolut top“ gewesen. Schwieriger seien vielmehr der Platz und der starke Wind gewesen, der das Spiel vor allem in der ersten Hälfte immer wieder unruhig gemacht habe.

Sieg, der in Reichenthal viel lösen soll

Unter dem Strich stand für die Union Reichenthal weit mehr als nur ein knappes 2:1. Nach Wochen, in denen laut Preinfalk „sehr viel eingesteckt“ werden musste, war dieser Erfolg vor allem für den Kopf wichtig. Der Sektionsleiter sprach davon, dass die Mannschaft den Sieg „unbedingt schon seit Wochen“ habe wollte und dass er „meiner Meinung nach schon länger überfällig“ gewesen sei. Entsprechend groß war nach dem Schlusspfiff die Erleichterung. Preinfalk wertete den Erfolg auch als Ergebnis der Arbeit der vergangenen Wochen und verband damit gleich die Hoffnung, dass der Sonntagnachmittag etwas auslösen kann. „Jetzt ist es endlich passiert. Ich hoffe, dass das ein sehr befreiendes Erlebnis ist für die Mannschaft“, sagte er. Genau so fühlte sich dieser Heimsieg auch an: nicht als fertige Lösung für alles, aber als wichtiger Schritt für eine Mannschaft, die sich diesmal für ihren Aufwand belohnt hat.

1. Klasse Nord: Reichenthal : Walding/Rottenegg - 2:1 (1:0)

  • 73
    Mohammad Sharifi 2:1
  • 52
    Tobias Landl 2:0
  • 17
    Tobias Landl 1:0