In der 1. Klasse Nord hat sich der SV Gramastetten gegen die Union Puchenau mit 1:0 durchgesetzt. Den Ausschlag gab aus Sicht von Lukas Wiesmayr der Blitzstart, denn schon in der ersten Minute fiel die Entscheidung. Weil Gramastetten danach gute Möglichkeiten auf das 2:0 nicht nutzte, blieb die Partie bis zum Schlusspfiff eng und wurde in der Schlussphase noch einmal richtig heikel.

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Viel besser hätte der Samstagnachmittag für die Gastgeber nicht beginnen können. Bereits in der 1. Minute brachte Manuel Ranninger Gramastetten in Führung und legte damit genau den Start hin, den Wiesmayr später als Schlüssel des Nachmittags bezeichnete. "Grundsätzlich war es spielentscheidend, in der ersten Minute in Führung zu gehen", sagte der sportliche Leiter nach dem Schlusspfiff. Diese frühe Führung gab dem SV sichtbar Sicherheit, und nach den Worten des Funktionärs hatte Gramastetten die Partie vor allem vor der Pause klar im Griff. Der Halbzeitstand von 1:0 blieb zwar knapp, doch aus Sicht der Heimischen war das eher ein Zeichen dafür, dass sie ihre Überlegenheit nicht schon früher klarer auf die Anzeigetafel bringen konnten.
Wiesmayr sprach offen an, woran es Gramastetten trotz der guten ersten Hälfte fehlte. "Wir haben in der ersten Halbzeit das Spiel im Griff gehabt und sehr viele Chancen auf das 2:0 ausgelassen", erklärte er. Genau daraus ergab sich die Spannung in dieser Partie. Denn solange der zweite Treffer ausblieb, blieb der Aufsteiger in Reichweite und musste nicht das Gefühl haben, schon früh aussichtslos zurückzuliegen. So entwickelte sich ein Spiel, in dem Gramastetten über weite Strecken das aktivere Team war, sich für diesen Aufwand aber nicht entscheidend belohnte. Dass es mit einem 1:0 in die Pause ging, hielt die Tür für die Gäste offen und sorgte dafür, dass die Begegnung auch nach dem Seitenwechsel nicht zur klaren Angelegenheit wurde.
Und genau das machte die Partie in der Schlussphase noch einmal unangenehm. Wiesmayr zeigte sich zwar insgesamt zufrieden, verschwieg aber die heiklen letzten Minuten nicht: "Ich bin sehr begeistert, auch wenn es zum Ende hin noch einmal spannend geworden ist, weil Puchenau zum Schluss gedrückt hat." Damit war der Verlauf des zweiten Durchgangs ziemlich treffend beschrieben. Die Gäste legten am Ende noch einmal zu, kamen zu Möglichkeiten und zwangen Gramastetten dazu, den knappen Vorsprung konsequent zu verteidigen. Besonders deutlich wurde das in einem weiteren Satz des Funktionärs: "Sie haben zum Schluss Chancen gehabt, bei denen wir uns bei unserem Torwart bedanken müssen." Viel klarer lässt sich diese enge Schlussphase kaum zusammenfassen.
Gerade deshalb hatte Wiesmayrs abschließende Einordnung Gewicht, weil sie Sieg und Mahnung zugleich enthielt. "Grundsätzlich haben wir sehr gut gespielt, haben aber leider den Sack nicht zugemacht und dann zum Ende hin wieder gezittert", sagte er. Das 1:0 bringt dem SV Gramastetten im Duell mit der Union Puchenau die drei Punkte, aber der Auftritt erzählt eben mehr als nur das nackte Ergebnis. Die frühe Führung durch Ranninger war Gold wert, die Kontrolle in der ersten Halbzeit ebenso. Was fehlte, war der zweite Treffer, der dem Spiel Ruhe gegeben hätte. So stand am Ende ein knapper Heimsieg, der für die Gramastettner erfreulich ist, zugleich aber auch zeigt, woran sie in den kommenden Aufgaben arbeiten müssen.