Nach dem Duell in der 1. Klasse Ost zwischen dem FC Aschach an der Steyr und dem FC Union Steinerkirchen überwog bei Mario Verlende vor allem eines: Stolz – trotz des 0:0. „Ich habe mir ein anderes Ergebnis erwartet“, gab der Trainer ehrlich zu, richtete den Blick aber vor allem auf den starken Auftritt seines Teams: diszipliniert, geschlossen und mit einer klaren Linie. Aus seiner Sicht vermittelte Steinerkirchen über weite Strecken das Gefühl, dem Sieg näher gewesen zu sein, ohne die Intensität des Gegners zu unterschätzen.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
In seiner Rückschau betonte Verlende die Offensivpräsenz seiner Mannschaft. „Wir hatten die besseren Torchancen“, hielt er fest, ebenso sah er sein Team bei den Spielanteilen vorne. Besonders in Erinnerung blieb eine Szene kurz vor der Pause: In der 40. Minute landete ein satter Abschluss eines jungen Steinerkirchener Spielers knapp neben dem Kreuzeck. Am Ende fehlte jedoch die letzte Präzision im Abschluss – und so blieb es beim torlosen Remis, das für Verlende das Kräfteverhältnis nur bedingt widerspiegelte.
Taktisch zog der Coach ein durchweg positives Fazit: „Die Vorgaben wurden hundertprozentig von der ganzen Mannschaft umgesetzt.“ Einen Mann des Spiels wollte er bewusst nicht benennen und unterstrich damit die Geschlossenheit in seinem Kader. Sein Resümee fiel entsprechend emotional aus: „Ich bin von der ganzen Mannschaft sehr positiv überrascht und sehr stolz.“
Den FC Aschach an der Steyr beschrieb Verlende als robusten, schwer zu bespielenden Kontrahenten: „Sehr kämpferisch, muss ich sagen.“ Die Partie blieb bis zum Schluss intensiv – auch persönliche Strafen spielten eine Rolle. In der 68. Minute sah Alexander Doblmann Gelb-Rot, Steinerkirchen musste die Schlussphase in Unterzahl bestreiten. Zwischen Ärger über ausgelassene Möglichkeiten und Anerkennung für den Widerstand des Gegners überwog bei Verlende dennoch das Positive am couragierten Auftritt seiner Mannschaft.