Ein intensives Duell prägte den Nachmittag in St. Marien: Im Aufeinandertreffen zwischen Union St. Marien und Union EDER Karosserie Waldneukirchen in der 1. Klasse Ost sprach nach Abpfiff Wolfgang Wagenleitner, Trainer von Union EDER Karosserie Waldneukirchen, von einem „sehr ausgeglichenen Spiel“. Die Gäste starteten ideal: In der 2. Minute brachte Christopher Pschernig Waldneukirchen mit 1:0 in Front – ein Auftakt, der die Partie sofort öffnete, ohne die Balance der Kräfte zu kippen. Auch die Chancenverteilung sah Wagenleitner pari, beim Ballbesitz registrierte er wechselnde Phasen: „Ballbesitz war ungefähr gleich. In der zweiten Halbzeit hatte St. Marien mehr Ballbesitz, in der ersten Halbzeit am Anfang wir.“

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Wagenleitners Fazit blieb klar: „Sehr ausgeglichenes Spiel.“ Prägend war vor allem die Intensität – viele Zweikämpfe, zahlreiche Fouls und Freistöße. Trotz dieser körperbetonten Gangart blieb die Partie weitgehend geordnet. Zur Pause stand es aus Waldneukirchener Sicht 1:0, danach drückten die Gastgeber phasenweise, ohne jedoch den entscheidenden Durchbruch zu erzwingen.
Bei Standardsituationen setzte Waldneukirchen den auffälligsten Akzent nach Wiederbeginn: „Wir hatten eine Riesenchance nach einem Freistoß in der zweiten Halbzeit, die der Tormann von St. Marien unglaublich gehalten hat“, so Wagenleitner. Trotz der vielen Duelle blieb es ruhig an der Diskussionsfront: „Alles okay – der Schiedsrichter hatte das Spiel unter Kontrolle.“ Größere Umstellungen waren nicht nötig: „Aufstellung und Taktik sind gleich geblieben, wir haben nur ein paar Dinge angepasst.“ Die Mischung aus Stabilität, Disziplin und punktuellen Korrekturen trug dazu bei, die knappe Führung über die Zeit zu bringen.
Die Stimmung im Lager Waldneukirchen ist zuversichtlich. „Momentan sind wir kämpferisch zu 100 Prozent da. Wir stehen defensiv relativ gut, lassen wenige Chancen zu und haben vorne bisher immer ein Tor geschossen – darum haben wir sechs Punkte. So kann es weitergehen.“ Der Fahrplan ist gesetzt: „Nächste Runde spielen wir gegen den Tabellenführer und freuen uns sehr auf dieses Spiel. Wir wollen den Tabellenführer fordern.“ Mit dem Rückenwind von zwei Siegen und der gefestigten Defensivarbeit sieht Wagenleitner seine Mannschaft bereit, dem Spitzenreiter ein intensives, enges Match aufzuzwingen – ganz im Stil der Partie in St. Marien, in der die frühe 1:0-Führung und viel Disziplin bis zum Schluss den Ton angaben.