Spielberichte

"Wir haben gewonnen – sehr, sehr zufrieden": sportlicher Leiter Michael Machreich (Sportunion Hofkirchen im Traunkreis) über das 3:1 gegen ASKÖ Vorchdorf

Sportunion Hofkirchen/Trk
ASKÖ Vorchdorf

Nach dem 3:1 gegen ASKÖ Vorchdorf in der 1. Klasse Ost schildert Michael Machreich, sportlicher Leiter der Sportunion Hofkirchen im Traunkreis, eine Partie mit zwei Gesichtern: „In der ersten Halbzeit war es ein Spiel auf Augenhöhe.“ Nach dem Seitenwechsel kippte die Dynamik klar zugunsten Hofkirchens. Machreich beschreibt eine dominante zweite Hälfte seiner Mannschaft mit deutlich mehr Abschlüssen und einem vergebenen Elfmeter, betont aber zugleich die Gefährlichkeit Vorchdorfs durch Stürmer Leithinger und durch zu viele Ecken vor der Pause. Über die 90 Minuten spricht er von Aktivität, Kampfkraft und klarer Kontrolle nach Wiederanpfiff. In der aktuellen Lage – es ist die 15. Runde – überwiegt bei ihm Zuversicht, auch wegen des Punktevorsprungs; zugleich mahnt er, das Aufstiegsrennen als Marathon mit weiteren Prüfungen zu begreifen.

Rote Schalensitze einer Fußballtribüne

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Zwei Gesichter: Ausgeglichen vor der Pause, klare Vorteile danach

In seiner Spielanalyse differenziert Machreich deutlich zwischen den Phasen: „In der ersten Hälfte hatte Vorchdorf zumeist die Kontrolle. In der zweiten Hälfte hat nur noch die Sportunion Hofkirchen gespielt.“ Speziell bei den Chancen habe sich dieses Bild manifestiert. „In puncto Torchancen gab es ein klares Übergewicht für die Sportunion Hofkirchen im Traunkreis. Vor allem nach der Pause hätte das Spiel durchaus auch noch höher enden können. Wir haben unter anderem einen Elfmeter vergeben und mehrere Großchancen ausgelassen – schon in der ersten Halbzeit, vor allem aber in der zweiten.“ Seine Zusammenfassung der Kräfteverhältnisse fällt entsprechend eindeutig aus: „Wir waren über 90 Minuten die aktivere Mannschaft, und in der zweiten Hälfte hat der Gegner phasenweise nachgelassen. Durch unseren Willen haben wir das Spiel klar auf unsere Seite gezogen.“ Diese Einschätzungen rahmen die Stimmung ein: zufrieden mit der Reaktion nach dem Führungstreffer der Gegner, selbstkritisch im Abschluss.

Plan aufgegangen: Anpassungen, Flügelkontrolle und Rahmenbedingungen

Taktisch habe sich das Duell anders entwickelt als im Vorfeld erwartet. „Das Spiel verlief eigentlich anders als erwartet“, resümiert Machreich und verweist auf zwei Faktoren: die bewusste Anpassung an die Stärken des Gegners sowie die Platzverhältnisse. Demnach habe man sich vorgenommen, die Schienenspiler der Vorchdorfer zu neutralisieren: Das Trainerteam legte besonderen Fokus darauf, die Schienenspieler der Gäste in den Griff zu bekommen – laut Machreich ein Schlüssel, der im Verlauf der Partie Wirkung zeigte. Zusätzlich habe der eigene Platz eine Rolle gespielt. Vorchdorf konnte ihr gewohntes Spiel nicht auf den für sie kleinen Platz bringen. 

Standards, Physis und der Blick nach vorn

Bei Standards sah Machreich zunächst Vorteile beim Gegner: „Vorchdorf war in der ersten Hälfte bei Ecken sehr gefährlich. Wir strahlen da grundsätzlich nicht so viel Gefahr aus, und das war’s eigentlich schon. Standards waren diesmal nicht so entscheidend wie sonst.“ Entscheidender sei die Präsenz in den Zweikämpfen gewesen, gepaart mit der erwähnten Aktivität über die gesamte Distanz. Die späte Rote Karte gegen Marvin Müller in Minute 87 änderte an der Grundtendenz des Abends nichts mehr. Mit Blick auf die kommenden Wochen klingt Machreich optimistisch – und zugleich wachsam: „Wir blicken sehr optimistisch in die Zukunft. Wir haben einen Punktevorsprung, der uns positiv stimmt. Aber wir dürfen die nächsten Gegner nicht unterschätzen und müssen immer mit voller Präsenz da sein. Ein Aufstiegsrennen ist ein langer Marathon – wir sind erst in der 15. Runde, einige Runden fehlen noch.“ Der Tabellenstand untermauert dieses Gefühl: Hofkirchen führt mit sechs Punkten Vorsprung auf Vorchdorf – ein Polster, das motiviert, aber nicht träge macht.

1. Klasse Ost: SU Hofkirchen : Vorchdorf - 3:1 (2:1)

  • 60
    Igor Kutic 3:1
  • 31
    Igor Kutic 2:1
  • 27
    Máté Váncsa 1:1
  • 21
    Moritz Leithinger 0:1