Spielberichte

FC Aschach an der Steyr – Roland Aigner: „Sehr gute defensive Arbeit“ beim 2:0 Sieg in Unterzahl

ATSV Stein
FC Aschach/Steyr

Nach dem Duell des ATSV Malerei u. Fassaden Stein gegen den FC Aschach an der Steyr in der 1. Klasse Ost spricht Trainer Roland Aigner von einer reifen, defensiv geprägten Vorstellung seiner Mannschaft. Ausschlaggebend waren eine lange Phase in Unterzahl, robuste Zweikampfführung und große Disziplin. Statt auf Zahlen zu verweisen, rückt Aigner Haltung und Kompaktheit in den Mittelpunkt – und blickt nach einem reifen Auftritt zuversichtlich nach vorne.

Gelber Fußball im Tornetz

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash

Unterzahl als Prüfstein

Aigner ordnet die Partie klar über Arbeit gegen den Ball und kollektive Geschlossenheit ein: „Wir haben über die ganzen 90 Minuten eine sehr gute taktische und sehr gute defensive Arbeit geleistet.“ Der Knackpunkt: „Wir waren rund 60 Minuten in Unterzahl – durch einen aus meiner Sicht nicht ganz gerechten Ausschluss.“ Trotz des Handicaps blieb sein Team stabil, gewann viele Zweikämpfe und verteidigte konsequent die Räume sowie den Strafraum. Diese Kompaktheit war für Aigner der Schlüssel, um das Geschehen über weite Strecken zu kontrollieren und den Gegner auf Distanz zu halten.

Zwischen Balance am Ball und robuster Gangart

Im Ballbesitz sah der Coach kein klares Übergewicht. „Der Ballbesitz war ziemlich ausgeglichen. Vielleicht hatte Stein ein wenig mehr, aber nur marginal. Grundsätzlich war Ballbesitz gestern eher nebensächlich.“ Prägend waren Intensität und das Ringen ums Zentrum: „Es gab sehr wenige Standardsituationen, weil das Spiel stark vom Mittelfeld geprägt war. In der Anfangsphase hatte der ATSV Malerei u. Fassaden Stein meines Wissens nur einen einzigen Freistoß.“ Die Hausherren versuchten, das Spiel an sich zu reißen, „konnten sich aber nicht durchsetzen, weil wir körperlich sehr stark dagegengehalten haben“. Insgesamt blieb es hart, aber fair: „Es gab nicht viele strittige Szenen.“

Chancenbild, Schlüsselmomente und der Blick nach vorn

In der Chancenbilanz sieht Aigner leichte Vorteile für seine Elf. Der Gegner habe „im ganzen Spiel eine wirklich gute Chance“ verbucht, während Aschach „die eine oder andere Möglichkeit mehr“ fand – und in der Schlussphase noch Gelegenheiten hatte, das Ergebnis auszubauen. Die Tore rahmten den Abend: In der 24. Minute traf Sebastian Gmainer zum 1:0, zur Pause führte Aschach mit 1:0. In der 86. Minute setzte Kaan Tepegöz mit dem 2:0 den Schlusspunkt. Aigner betonte dabei weniger das nackte Resultat als die Art und Weise, „wie die Mannschaft das Spiel mit Disziplin und Konsequenz zu Ende gebracht hat“.

Mit Blick auf die nächste Aufgabe warnt er: „Das nächste Spiel wird nicht leicht. Aber ich denke, dass meine Mannschaft mit derselben Leidenschaft wieder ans Werk geht – und wir das Spiel erneut erfolgreich gestalten können.“ Seine Schlussbilanz fällt eindeutig aus: „Ich war mit der ganzen Partie sehr zufrieden. Der Einsatz war wieder 100 Prozent.“

1. Klasse Ost: ATSV Stein : Aschach/Steyr - 0:2 (0:1)

  • 86
    Kaan Tepegöz 0:2
  • 24
    Sebastian Gmainer 0:1