Spielberichte

Dominik Ebner (Trainer SV Sierning): "Nach der Pause sehr, sehr stark"

SV Sierning
Sportunion Hofkirchen/Trk

In der 1. Klasse Ost setzte der SV Sierning mit einem 3:0-Heimsieg gegen den Tabellenführer Sportunion Hofkirchen im Traunkreis ein Ausrufezeichen. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte mit 0:0 zur Pause legte Sierning nach dem Seitenwechsel zu und entschied die Partie mit drei Treffern binnen 17 Minuten. Trainer Dominik Ebner sprach von einer sehr starken Vorstellung nach der Halbzeit und hob vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit hervor. Sein kurzes Fazit zum Knackpunkt: „Das 1:0.“

Fußballspieler mit weißen Stutzen, in die Löcher geschnitten sind

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Nach ausgeglichenem Beginn übernimmt Sierning das Kommando – 0:0 zur Pause

Die Partie startete flott, ohne dass sich gleich eine Mannschaft absetzen konnte. Dominik Ebner beschrieb den Auftakt so: „Der Beginn war von Anfang weg ein sehr raschiges Spiel. Es ging schnell hin und her. Beide Mannschaften hatten kleinere Chancen.“ Nach rund einer Viertelstunde kippte das Spiel aber zugunsten der Hausherren. „Nach etwa einer Viertelstunde haben wir das Kommando übernommen, waren dann dominant, haben nur ein paar Freistöße zugelassen“, so Ebner. Sierning hatte nun mehr vom Spiel, schob die Kette höher und ließ hinten wenig zu. Der verdiente Lohn blieb vorerst aus, zur Halbzeit stand es 0:0 – dennoch deutete vieles darauf hin, dass die Gastgeber den Faden gefunden hatten und sich Schritt für Schritt heranarbeiteten.

Führung als Befreiung: Sulzner eröffnet, Artmayr und Herzog legen nach

Nach dem Seitenwechsel machte Sierning dort weiter, wo die Mannschaft vor der Pause aufgehört hatte – nur eine Spur entschlossener. „Nach der Halbzeit haben wir wirklich sehr, sehr stark gespielt“, erklärte Ebner. Der Knackpunkt kam rasch: „Das 1:0.“ In Minute 57 traf Fabian Sulzner zur Führung und gab dem Spiel die Richtung. Was folgte, war genau das, was der Trainer schilderte: „Wir haben das Tor gemacht und eigentlich immer nur einen Gang raufgeschaltet. Wir haben sehr, sehr gut Fußball gespielt.“ Sierning blieb am Drücker, sieben Minuten später erhöhte Lorenz Artmayr (64.) auf 2:0, ehe Marcel Herzog in der 74. Minute mit dem 3:0 die Sache endgültig entschied. Ebner war mit der Art der Treffer höchst zufrieden: „Alle drei Tore waren wirklich schön herausgespielt beziehungsweise starke Einzelaktionen.“ Hofkirchen fand in dieser Phase kaum Lösungen, weil Sierning die Duelle annahm und in der Arbeit gegen den Ball zuverlässig blieb.

Geschlossen stark – aber an der Effizienz will Ebner weiter feilen

In seiner Analyse rückte Dominik Ebner vor allem das Kollektiv in den Mittelpunkt. „In der mannschaftlichen Geschlossenheit und wie wir am Platz agiert haben“, sah er die große Stärke. Gleichzeitig bleibt der Anspruch hoch: „Wir könnten besser nach vorne spielen und die Chancen besser verwerten.“ Auch den Gegner ordnete er ein: „Hofkirchen war gut, hat aber nicht ins Spiel gefunden und keine Lösungen gefunden, weil wir sehr, sehr gut gegen den Ball gearbeitet haben.“ Für Diskussionsstoff sorgte eine Szene, zu der Ebner klar meinte: „Es hätte eine rote Karte gegen Hofkirchen geben müssen. Das war ein sehr, sehr brutales Foul.“ Fest steht: Gegen den Spitzenreiter (54 Punkte) setzte die drittplatzierte Sierninger Mannschaft (40 Punkte) ein Ausrufezeichen. Oder, wie es der Trainer zusammenfasste: „Es war eine sehr, sehr starke Leistung gegen den Tabellenführer.“ Mit diesem Auftritt im Rücken will Sierning die nächste Aufgabe mit breiter Brust angehen – getragen vom Kollektiv, das an diesem Tag den Unterschied machte.

1. Klasse Ost: Sierning : SU Hofkirchen - 3:0 (0:0)

  • 74
    Marcel Herzog 3:0
  • 64
    Lorenz Artmayr 2:0
  • 57
    Fabian Sulzner 1:0