Spielberichte

Manuel Schönberger (Trainer SPG SK/ATSV Vorwärts Steyr): „Wir haben uns drei Tore fast selbst geschossen“

Union Neuhofen
Vorwärts/ATSV Steyr

In der 1. Klasse Ost setzte sich die Union Neuhofen an der Krems am 21. Spieltag mit 3:2 gegen die SPG SK/ATSV Vorwärts Steyr durch. Trotz des knappen Ergebnisses haderte Gästetrainer Manuel Schönberger mit vermeidbaren Fehlern: „Wir haben uns drei Tore fast selbst geschossen und dadurch das Spiel verloren.“ Seine Elf sah sich über weite Strecken im Vorteil, nutzte die Chancen aber nicht konsequent. „Wir hatten drei, vier sehr gute Möglichkeiten, sind aber am guten Schlussmann des Gegners gescheitert“, meinte er. Besonders bitter: der Ausgleich genau vor der Pause.

Weiß-Blau-Orangener Fußball auf Rasen

Foto von Alfonso Scarpa auf Unsplash

Ausgleich mit dem Pausenpfiff, Wende nach der Pause

Die Partie begann mit einem Steyrer Ausrufezeichen: Nach gut einer halben Stunde brachte Kevin Müller die Gäste in der 28. Minute 0:1 in Front. Neuhofen brauchte lange, um gefährlich zu werden, meldete sich aber zur besten Zeit zurück. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte glich Simon Kollnberger in Minute 45+1 zum 1:1 aus – mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen. Nach dem Wechsel legten die Hausherren zu. Wieder war es Kollnberger, der in der 57. Minute zum 2:1 traf. Neuhofen blieb am Drücker und stellte durch Tobias Drechsel nach 65 Minuten auf 3:1. Steyr gab sich nicht geschlagen: Marco Schorkopf verkürzte in der 76. Minute auf 3:2. In der Schlussphase drängten die Gäste auf den Ausgleich, doch weitere Treffer fielen nicht – Neuhofen brachte das 3:2 über die Zeit.

Schönbergers Analyse: Chancen da, Gegentore zu billig

Manuel Schönberger suchte nach Abpfiff nicht lange nach Ausreden. Sein Kernfazit fiel deutlich aus: „Wir haben uns drei Tore fast selbst geschossen.“ Vor allem der Zeitpunkt des 1:1 störte ihn, weil es den Spielverlauf auf den Kopf stellte: „Wie letzte Woche haben wir quasi mit dem Schlusspfiff vor der Pause das 1:1 bekommen. Das war bis dahin eine der ersten Chancen des Gegners.“ Aus seiner Sicht lag es aber nicht nur am Timing, sondern auch an der eigenen Effizienz. „Wir hatten drei, vier sehr gute Möglichkeiten, um mehr Tore zu erzielen, sind aber am guten Schlussmann des Gegners gescheitert.“ Insgesamt sah er seine Mannschaft lange am Drücker: „Grundsätzlich haben wir über 60 Minuten das Spiel dominiert und viele Chancen herausgespielt, aber wir bekommen die Gegentore zu einfach.“ Zur Leitung des Unparteiischen sagte er kurz und bündig: „Der Schiedsrichter war in Ordnung.“

Tabelle, Abstiegskampf und was jetzt zählt

Die Einordnung lieferte Schönberger gleich mit. Er spürte bei Neuhofen den unbedingten Willen: „Man hat gemerkt, dass der Gegner im Abstiegskampf steckt.“ Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht das Bild: Neuhofen rangiert mit 23 Punkten auf Platz zehn, jeder Zähler zählt im dichten Feld. Vorwärts/ATSV Steyr bleibt trotz der Niederlage mit 33 Punkten Fünfter und damit im vorderen Mittelfeld. Gerade deshalb schmerzt dieser Abend, weil mehr möglich gewesen wäre – zumal die Führung da war und Chancen auf weitere Tore vorhanden waren. Für die nächsten Wochen ist die Marschrichtung klar: die einfachen Gegentreffer abstellen und die vorhandenen Möglichkeiten besser nützen. Schönberger brachte es auf den Punkt: Vieles passte, doch die entscheidenden Momente gingen an den Gegner.

1. Klasse Ost: Neuhofen : Vorwärts/ATSV Steyr - 3:2 (1:1)

  • 76
    Marco Schorkopf 3:2
  • 65
    Tobias Drechsel 3:1
  • 57
    Simon Kollnberger 2:1
  • 46
    Simon Kollnberger 1:1
  • 28
    Kevin Müller 0:1