Ein Paukenschlag in der 1. Klasse Ost: Die Sportunion Wartberg an der Krems besiegte zuhause ASKÖ Vorchdorf mit 3:1 und holte sich drei ganz dicke Punkte gegen den Tabellenzweiten. Entscheidend waren drei Treffer kurz vor der Pause, ehe Vorchdorf nach Seitenwechsel durch Kevin Wallmen noch verkürzte. Trainer Jozsef Weisz sprach von starker Mentalität und einem geschlossenen Auftritt – und davon, dass binnen weniger Minuten das Spiel klar in die richtige Richtung kippte.

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Bis zur 38. Minute warteten die Zuschauer auf den Dosenöffner, dann legte Wartberg eine furiose Serie hin. Jozsef Weisz war danach hörbar zufrieden: „Es war ein unglaubliches Spiel von uns. Wir haben alles gegeben, wir sind hochzufrieden.“ Für ihn lag der Knackpunkt klar in diesem kurzen Fenster: „Wir haben in fünf Minuten drei Tore gemacht. Das war heute der Weg zum Sieg.“ Den Auftakt setzte Enes Dilic mit dem 1:0 in Minute 38; laut Weisz fiel der Führungstreffer per Elfmeter, „direkt super geschossen“. Nur eine Minute später passierte Vorchdorf ein Eigentor von Gerald Rumpl zum 2:0 – „ein bisschen Glück war dabei“, wie der Coach einräumte. In der 41. Minute erhöhte Szilard Perlaki auf 3:0; aus Weisz’ Sicht war „vielleicht ein Tormannfehler dabei“, der den Abschluss begünstigte. Mit diesem komfortablen Polster ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel meldete sich Vorchdorf durch Kevin Wallmen zurück, der in Minute 69 auf 3:1 stellte. Weisz sah seine Elf trotzdem auf Kurs, weil sie an dem festhielt, was an diesem Nachmittag funktionierte: „Unsere Stärke ist unser Kollektiv, unsere Mannschaftsleistung.“ Schon vorab hatte er das betont: „Super Mentalität von uns, super Mannschaftsleistung.“ Den Gegner schätzte der Wartberg-Trainer differenziert ein: „Vorchdorf ist eine sehr gute Mannschaft, hinten anfällig, offensiv sehr gut.“ Auch zur Leitung des Unparteiischen fand er ruhige Worte: „Im Großen und Ganzen war das sehr in Ordnung. Ab der 60. Minute kann man die eine oder andere Situation vielleicht auch anders sehen.“ Unterm Strich steht aber ein verdienter Heimsieg gegen den Tabellenzweiten (Vorchdorf 45 Punkte), der Wartberg auf nun 32 Zähler hebt – ein Erfolg, der Selbstvertrauen gibt.
Bei allem Jubel blieb Weisz sachlich, wenn es um die nächsten Schritte geht. „Im Umschaltspiel können wir noch zulegen“, sagte er, ohne die Leistung kleinzureden: „Trotzdem bin ich sehr zufrieden.“ Dazu kam, dass „gewisse Spieler angeschlagen waren und andere gesperrt“, wie der Trainer anmerkte – umso höher wertet er die drei Punkte. Der Blick richtet sich bereits nach vorne: „Wir haben jetzt 32 Punkte, fünf Runden sind noch zu spielen. Wir konzentrieren uns auf die nächste Woche, gut trainieren – und wir wollen am Mittwoch das nächste Spiel wieder gewinnen.“ Dass seine Mannschaft gegen einen starken Gegner „hinten wenig zuließ“ und „sich als Gruppe getragen hat“, nimmt Weisz als Basis mit: ein klarer Plan, an dem Wartberg weiterarbeiten will.