In der 1. Klasse Ost feierte Union Neuhofen an der Krems einen 4:2-Auswärtssieg bei Union EDER Karosserie Waldneukirchen. Neuhofen legte vor der Pause das Fundament, überstand den kurzen Aufreger nach dem Anschluss und legte im richtigen Moment nach. Sektionsleiter Thomas Berhuber sprach hinterher von einer reifen Vorstellung mit mehr Spielanteilen und klareren Chancen. „Über neunzig Minuten waren wir die stärkere Mannschaft“, sagte er – und ordnete den Erfolg trotz kleiner Wackler nach der Pause als verdient ein. Zur Pause hatte sein Team bereits 2:0 geführt.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Nach ein paar Minuten Anlauf fanden die Gäste immer besser hinein – und belohnten sich. In Minute 18 stellte Andreas Forstner auf 0:1, nur sieben Minuten später erhöhte Clemens Prühlinger auf 0:2. „Nach fünf bis zehn Minuten Anfangsschwierigkeiten sind wir gut ins Spiel gekommen und haben uns durch Forstner und Prühlinger toll belohnt. Zur Pause hätte es auch höher stehen können“, erklärte Berhuber. Nach dem Wechsel kam kurz Spannung auf, als Matthias Balint in der 54. Minute auf 1:2 stellte. Neuhofen antwortete aber eiskalt: Emir Hamzic traf in Minute 60 zum 1:3, Jakob Müller legte in der 67. Minute das 1:4 nach. „Die Situationen zum 3:1 und 4:1 waren hervorragend herausgespielt“, meinte Berhuber zufrieden. Waldneukirchens Florian Gegenleitner verkürzte in der 71. Minute noch auf 2:4 – am Auswärtssieg der Gäste änderte das nichts mehr.
In seiner Analyse blieb Berhuber deutlich: „Über neunzig Minuten ist das Ergebnis gerechtfertigt. Wir hatten mehr Spielanteile und die besseren Chancen.“ Den Schlüssel sah er im Rückenwind der Vorwoche: „Der Sieg gegen Ried hat uns das nötige Selbstvertrauen gegeben. Wir waren kompakt, in den Zweikämpfen klar und haben nach vorne gute Momente kreiert und genutzt.“ Als größte Stärke hob er das Kollektiv hervor: „Unsere größte Stärke war die mannschaftliche Geschlossenheit und das spielerische Momentum, besonders in der Offensive.“ Ganz ohne Kritik wollte er den Abend aber nicht stehen lassen. „Es gibt immer Verbesserungspotenzial – vom Tormann über die Viererkette bis ins Mittelfeld und nach vorne. Wir können defensiv noch besser verteidigen und offensiv noch konsequenter sein“, sagte Berhuber, um gleich nachzuschieben: „Grundsätzlich sind wir sehr zufrieden. Nach den stressigen Wochen im Abstiegskampf haben wir seit letzter Woche Ruhe und Gewissheit – momentan spielen wir befreit auf.“
Bei allem Jubel fand Berhuber anerkennende Worte für den Gegner. „Waldneukirchen ist eine sehr ehrgeizige und leidenschaftliche Mannschaft, die in allen Zweikämpfen das Maximum herausholt. Das hat man gemerkt“, sagte er. „Wir konnten aber gut dagegenhalten und das Spiel für uns entscheiden.“ Auch die Leitung passte für ihn: „Der junge Schiedsrichter hat seine Aufgabe über neunzig Minuten gut erfüllt. Er hatte das Spiel im Griff und hat hitzige Momente gut erklärt.“ Ein Extra-Lob ging an die Anhänger: „Unsere Fans haben aus dem Auswärtsspiel ein Heimspiel gemacht.“ Und der Blick geht schon nach vorne: „Wir wollen im letzten Saisonspiel wieder voll auf Angriff spielen und die sechs Punkte mit der 1b in Neuhofen lassen. Es wird ein spezielles Spiel, weil Simon Kollnberger sein letztes Match bestreiten wird.“