In der 1. Klasse Ost setzte sich die Union St. Marien bei der Sportunion Wartberg an der Krems mit 4:2 durch. Nach früher Führung, einem 1:2-Rückstand und dem 2:2 zur Pause legten die Gäste nach dem Seitenwechsel konsequent nach. Matchwinner war Doppelpacker Josip Trbara. Trainer Philipp Eder sprach von einer reifen Antwort seiner ersatzgeschwächten Elf und meinte: „Mit dem 2:2 vor der Pause hat es gekippt.“ Der starke Auswärtssieg passte in den Lauf, von dem Eder zuletzt immer wieder sprach.

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Die Partie nahm rasch Fahrt auf. St. Marien erwischte den Traumstart: Adam Sharabi stellte bereits in Minute fünf auf 0:1. Wartberg/Krems ließ sich davon nicht beirren und antwortete mit Tempo und Entschlossenheit. Enes Dilic traf nach 13 Minuten zum 1:1, Szilard Perlaki drehte die Begegnung wenig später (23.) sogar auf 2:1. In dieser Phase, so Trainer Philipp Eder, „hatten wir das Spiel grundsätzlich im Griff, fanden gute Chancen vor, sind aber durch individuelle Fehler ins Hintertreffen geraten“. Kurz vor der Pause folgte der aus Gästesicht entscheidende Moment: Dario Culjak glich in der 43. Minute zum 2:2 aus – jenes Tor, das Eder als Wende bezeichnete: „Mit dem 2:2 kurz vor der Halbzeit hat es gekippt.“
In seiner Analyse hob Philipp Eder vor allem die Reaktion seiner Mannschaft hervor. „Wir haben unsere Leistung weiter gezeigt, trotz Rückstand und trotz eines verschossenen Elfmeters von Sharabi“, erklärte der Coach und betonte, wie wichtig das 2:2 vor dem Pausenpfiff war. Die personelle Lage machte den Auftritt für ihn zusätzlich bemerkenswert: „Für das, dass wir sehr ersatzgeschwächt angetreten sind, war es ein toller Auftritt.“ Was sein Team derzeit auszeichnet? „Wir treten wie in den letzten Wochen als Einheit auf, ziehen unser Spiel durch, lassen uns von Rückschlägen nicht beirren und machen einfach weiter.“ Auch der Blick nach vorne bleibt ruhig: „Momentan gibt es wenig zu kritisieren. Wir machen vieles richtig und können diesen tollen Lauf mitnehmen. Im Sommer werden wir uns neu aufstellen.“
Nach dem Seitenwechsel zog St. Marien das Spiel endgültig auf seine Seite. Josip Trbara sorgte mit seinem ersten Treffer in der 64. Minute für das 2:3 – ein Wirkungstreffer, nach dem die Gäste weiter am Drücker blieben. „In der zweiten Halbzeit haben wir unser Spiel durchgezogen“, hielt Eder fest. Trbara legte in Minute 80 nach und schnürte mit dem 2:4 den Doppelpack. Den Gegner erlebte Eder „präsent, aggressiv, auch ersatzgeschwächt, jedoch harmlos“. Zur Leitung des Unparteiischen blieb er sachlich: Es habe vor dem 2:1 eine strittige Szene gegeben, insgesamt sei die Leistung über 90 Minuten aber „okay“ gewesen. In der Tabelle steht St. Marien nach 25 Runden auf Rang vier, Wartberg/Krems auf sieben. Der Ausblick fällt positiv aus: „Wir freuen uns jetzt auf nächsten Samstag und das letzte Spiel. Ich bin stolz auf die Mannschaft, und unser Anhang war heute wieder vollzählig dabei – das macht einfach Riesenspaß.“