Spielberichte

Aschach lässt Chancen liegen: 0:0 im Derby gegen Sierning – Aigner: "Es hat nur die Auswertung gefehlt"

FC Aschach/Steyr
SV Sierning

Ein heiß geführtes, aber faires Derby in der 1. Klasse Ost endet zwischen dem FC Aschach an der Steyr und dem SV Sierning mit einem 0:0. Aschach holt vor eigenem Publikum einen Punkt gegen den Tabellendritten, lässt nach der Pause aber mehrere Hochkaräter liegen. Trainer Roland Aigner spricht von einer starken Teamleistung und viel Wille, ärgert sich jedoch über die Abschlüsse. Sein Fazit fällt nüchtern aus: Chancen waren da, das Tor blieb zu – am Ende steht ein Derby-Remis, mit dem man leben kann.

Spieler steht mit einem Fuß auf einem Ball

Foto von Jonathan Ward auf Unsplash

Aschach fängt sich nach frühem Sierning-Druck

Die ersten Minuten gehörten dem Favoriten: „Sierning war in den ersten fünf bis zehn Minuten stärker“, ordnete Aschachs Trainer Roland Aigner ein. Dann kippte die Partie in die andere Richtung. „Danach haben wir das Spiel sehr gut in den Griff bekommen“, sagte er. Offensiv brachte Aschach mehr Aktionen nach vorne, doch der Gast blieb mit schnellen Gegenstößen gefährlich. Vor der Pause hatte Sierning laut Aigner „sicher drei Konter“, bei denen Aschachs Torhüter hellwach blieb und seine Mannschaft „sehr gut im Spiel gehalten“ hat. Viel mehr ließ die Heimelf im ersten Durchgang nicht zu, zur Halbzeit stand es 0:0 – leistungsgerecht und mit dem Gefühl, dass hier noch mehr für Aschach möglich ist.

Nach der Pause liegen die Großchancen bei Aschach

Aus der Kabine kam Aschach entschlossen. „In der zweiten Halbzeit haben wir wirklich sehr gut nach vorne gespielt“, betonte Aigner. Der Heimelf boten sich Möglichkeiten im Überfluss: „Wir haben Chance um Chance herausgespielt und sicher drei bis vier hundertprozentige leider vergeben.“ Genau hier lag für den Coach der Knackpunkt des Derbys. „Es hat nur die Auswertung der Chancen gefehlt. Wenn wir eine davon machen, gewinnen wir das Spiel“, meinte er klar. Inhaltlich passte für ihn vieles: „Kampfgeist, Teamgeist und der Wille zu gewinnen waren wieder da.“ Unterm Strich haderte Aigner zwar mit dem vergebenen Sieg, blieb aber fair in der Einschätzung: „Der Sieg wäre eher bei uns gewesen, aber grundsätzlich geht das Unentschieden in Ordnung.“

Derby-Atmosphäre, Schiri-Eindruck und Einordnung

Rund um das Geschehen am Rasen sprach Aigner von einem stimmungsvollen Derby-Abend. „Es war ein heiß geführtes, aber sehr faires Derby. Keine Gehässigkeiten, eine gute Veranstaltung“, sagte er. Auch zum Unparteiischen fand der Trainer Worte mit Augenmaß: „Der Schiedsrichter war auf beiden Seiten nicht immer gleich gut und teilweise ein bisschen überfordert, hat aber keine entscheidenden Fehler gemacht.“ In der Einordnung des Gegners blieb Aigner respektvoll, aber deutlich: „Sierning ist eine gute Mannschaft, steht nicht umsonst auf Platz drei. Heute konnten sie gegen uns spielerisch aber keine Aktionen setzen.“ In der Tabelle nimmt Aschach mit dem Punkt Kurs auf einen soliden Saisonabschluss – und genau das ist der Plan. „Wir wollen in dieser Linie weiterarbeiten und die letzte Runde positiv abschließen“, blickte Aigner voraus. Einen persönlichen Gruß hatte er auch noch parat: „Danke an unsere Nummer zehn Jojo, der seine Karriere beendet. Er hat dem Verein mindestens dreizehn Jahre sehr gut gedient.“