In der 1. Klasse Ost geriet der FC Union Steinerkirchen gegen Union Ried im Traunkreis klar mit 0:5 unter. Nach einem ordentlichen Start fehlten Tempo und Abstimmung, die Gäste nutzten beinahe jeden Fehler eiskalt. Trainer Mario Verlende fand deutliche Worte und setzte den Fokus auf Basics: "Laufbereitschaft, Miteinander, das Reden – das hat heute nicht funktioniert." Ried traf fünfmal, Steinerkirchen brachte trotz einiger Ansätze nichts Zählbares zustande und musste eine bittere Heimniederlage akzeptieren.

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Steinerkirchen erwischte tatsächlich die besseren ersten Minuten und spielte mutig nach vorne. "Wir haben die ersten fünfzehn, zwanzig Minuten einen guten Fußball gespielt", hielt Mario Verlende fest. Doch der erste Stich der Gäste saß: In Minute 22 traf Thomas Buchegger zum 0:1. Danach blieb Ried im Traunkreis geduldig, nutzte die nächsten Aktionen eiskalt und stellte kurz vor der Pause durch Simon Kiesenhofer auf 0:2 (41.). "Dann haben wir zurückgeschaltet, einige glauben, es geht von selber", kritisierte der Coach offen. Nach dem Seitenwechsel fiel die Entscheidung früh: Dietmar Gruber erhöhte in der 55. Minute, drei Zeigerumdrehungen später legte Sebastian Pramhaas nach, und in der 69. Minute machte Dominik Andreas Haberfellner den Deckel drauf – 0:5. Für die Heimelf blieb es bei Bemühungen, der Anschluss wollte an diesem Tag nicht gelingen.
Im Anschluss erklärte Verlende, warum seine Mannschaft an diesem Nachmittag so schwer ins Laufen kam. "Es gibt einige Spieler, die glauben, es geht von selber. Aber beim Fußball muss man laufen und Bereitschaft zeigen." Besonders störte ihn, dass die einfachen Dinge nicht klappten: "Unsere Eigenfehler – beim Ausspielen, bei der Passgenauigkeit – da fängt es an." Aus seiner Sicht zeichnete sich der Gegner vor allem durch Effizienz aus: "Die haben drei, fünf Chancen gehabt und fünf Tore gemacht. Das hat gegen uns gereicht." Unter den Gegentreffern war laut dem Coach auch ein ruhender Ball: "Ein Freistoß von der Sechzehnerlinie ist genau ins Kreuzeck gegangen." Gleichzeitig verteilte er Respekt an den Gäste-Keeper: "Der Tormann der Gegner war weltklasse. Der hat die Kugeln gefangen – ein Wahnsinn." Zur Leitung sagte er fair: "Der Schiedsrichter hat gut gepfiffen, sicher keine Schuld."
Im Tabellenbild ändert das Resultat wenig am großen Ganzen: Nach 25 Runden hält Steinerkirchen bei neun Punkten und steht als Vierzehnter am Ende der Liga, Ried im Traunkreis festigt mit 42 Zählern Platz fünf. Trotzdem wollte Verlende den Abend nicht nur schwarz sehen und zog ein persönliches Fazit: "Es war ein schönes halbes Jahr in Steinerkirchen. Ich bin sehr stolz auf die Spieler, sie haben das Herz am richtigen Fleck." Den Blick richtete er sofort nach vorne: "Am Sonntag in Neuhofen möchten wir unbedingt gewinnen. Das ist mein Ziel und das der Mannschaft." Und er wurde auch in eigener Sache klar: "Danach ist für mich das Thema Steinerkirchen erledigt, weil ich dann woanders Siege suche."