Spielberichte

„Der Anschlusstreffer hat alles gedreht“ – Eder erklärt St. Mariens 3:2 nach 0:2

Union St. Marien
Vorwärts/ATSV Steyr

In der 1. Klasse Ost hat Union St. Marien zum Saisonabschluss Moral bewiesen und SPG SK/ATSV Vorwärts Steyr nach frühem 0:2 noch mit 3:2 besiegt. Trainer Philipp Eder sprach von einem „durchwachsenen Start“, hob aber den Anschluss knapp vor der Pause als Knackpunkt hervor. Nach der Halbzeit hatte St. Marien „die Überhand“ – Matchwinner Daniel Radman traf doppelt. Für Eder ist es der siebte Sieg in Folge und das i-Tüpfelchen auf eine „zweitbeste Saison“ des Vereins.

Weiß-Blauer Ball auf Rasen

Foto von Mick Haupt auf Unsplash

Fehlstart, dann das Lebenszeichen vor der Pause

St. Marien erwischte einen Start zum Vergessen. „Wir sind am Anfang mit der Dreierkette nicht zusammengekommen, hatten viele Probleme“, blickte Trainer Eder zurück. Vorwärts nutzte das eiskalt: Bereits in Minute 4 traf Adin Dadic zum 0:1, und nach 13 Minuten stellte Yusuf Kerim Ilhan auf 0:2. Eder erklärte, warum es so schnell so eng wurde: „Der Gegner hat uns mit dem 3-5-2 überrascht und kurzfristig überrollt.“ Erst kurz vor dem Pausenpfiff kam das Signal zur Aufholjagd: Josip Trbara setzte einen Kopfball wuchtig ins Netz – der wichtige Anschluss zum 1:2 in der 41. Minute. „Der Anschlusstreffer kurz vor der Halbzeit war der wichtigste Moment im Spiel“, betonte Eder. Mit diesem Lebenszeichen ging es beim Stand von 1:2 in die Kabinen, und die Hausherren konnten in der Pause laut Eder „die Fehler der ersten Halbzeit korrigieren“.

Nach der Pause am Drücker: Radman schnürt den Doppelpack

Aus der Kabine kam St. Marien spürbar gefestigt. „Wir hatten dann die Überhand in der zweiten Halbzeit“, so Eder. Die Gastgeber wurden aktiver, gewannen mehr zweite Bälle und setzten Vorwärts auf den Flügeln unter Druck. Nach knapp einer Stunde fiel der verdiente Ausgleich: Daniel Radman drückte das 2:2 über die Linie (59.). Zehn Minuten später drehte Radman die Partie endgültig – der Stürmer traf in Minute 69 zum 3:2 und krönte damit seinen Doppelpack. Eder beschrieb den Siegtreffer so: „Das entscheidende 3:2 war ein langer Ball aus der eigenen Hälfte, bestimmt 60 Meter, über den Tormann hinweg.“ Danach hielt St. Marien die Ordnung, ließ wenig zu und brachte den Heimsieg über die Zeit. Für die Gäste blieb nach starkem Beginn am Ende nur die bittere Erkenntnis, dass der Anschluss vor der Pause das Momentum kippte.

„Eingeschworener Haufen“: Serie, Saisonfazit und ein Blick nach vorne

Die Stimmung nach dem Schlusspfiff war dementsprechend gelöst. „Wir haben jetzt den siebten Sieg in Folge. Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft“, sagte Eder, der die Reaktion nach dem 0:2 besonders hervorhob: „Trotz Rückstand sind wir ruhig geblieben und haben uns für die zweite Halbzeit belohnt.“ Sein Fazit fürs große Ganze fiel positiv aus: „Wir haben die zweitbeste Saison in St. Marien absolviert. Grundsätzlich sind wir zufrieden, auch wenn da und dort mehr drinnen gewesen wäre.“ Zum Kader lobte er das Kollektiv und nannte zwei Bausteine: „Seit dem Winter sind wir ein eingeschworener Haufen. Mit der Rückkehr des Langzeitverletzten Josip Trabara und Heimkehrer Simon Rumetshofer haben wir uns noch einmal stabilisiert.“ Auch der Rahmen passte: „Der Schiedsrichter hat eine gute Linie gehabt und das Spiel nicht beeinflusst.“ Mit Platz vier und dem 3:2 zum Abschluss blickt St. Marien selbstbewusst auf die neue Saison. Wir sind froh unseren tollen Haufen zusammenzuhalten und möchten an den letzten Ergebnissen auch in der neuen Saison anknüpfen!

1. Klasse Ost: St. Marien : Vorwärts/ATSV Steyr - 3:2 (1:2)

  • 69
    Daniel Radman 3:2
  • 59
    Daniel Radman 2:2
  • 41
    Josip Trbara 1:2
  • 13
    Yusuf Kerim Ilhan 0:2
  • 4
    Adin Dadic 0:1