Spielberichte

„Eigentlich zwei verlorene Punkte“: Sierning lässt Chancen liegen und kassiert späten Ausgleich

SV Sierning
ATSV Stein

In der 1. Klasse Ost trennte sich der SV Sierning zum Saisonfinale 1:1 vom ATSV Malerei u. Fassaden Stein. Sierning führte durch Maximilian Baumschlager und ließ danach genügend Möglichkeiten aus, um früh alles klarzumachen. Der Ausgleich für Stein fiel erst in der Schlussphase. Sektionsleiter Markus Dietachmair sprach von „zwei verlorenen Punkten“ und haderte vor allem mit der Chancenauswertung – denn über weite Strecken war sein Team das aktivere und gefährlichere. Am Ende blieb es trotz klarer Überlegenheit nur beim Remis.

Weitwinkelaufnahme eines Fußballspiels mit Flutlicht

Foto von Abigail Keenan auf Unsplash

Sierning legt vor, Stein antwortet spät

Die Partie startete flott, beide Teams suchten rasch den Weg nach vorne, doch die klareren Möglichkeiten fanden die Hausherren. „Es war am Anfang ein schnelles Spiel, viele Situationen hin und her. Die besseren Chancen hatten wir“, schilderte Markus Dietachmair. In Minute 19 belohnte sich Sierning: Nach einem feinen Diagonalball von Marcel Herzog tauchte Maximilian Baumschlager vor dem Tor auf. „Beim ersten Versuch scheitert er, den zweiten setzt er dann rein“, so Dietachmair. Bis zur Pause blieb es beim 1:0, auch weil Steins Keeper zweimal stark parierte.

Nach dem Seitenwechsel drückte Sierning auf das zweite Tor, ließ aber drei Hochkaräter liegen – „drei Tausender“, wie es der Sektionsleiter nannte. Danach bekam Stein Oberwasser. In der Endphase warfen die Gäste alles nach vorne und glichen in Minute 89 durch Mark Nagy zum 1:1 aus. Der späte Treffer raubte Sierning den sicher geglaubten Heimsieg.

Dietachmair: viele Chancen, zu wenig Ertrag

Nach Abpfiff dominierte beim Sektionsleiter des SVS Enttäuschung über den verpassten Dreier. „Nein, eigentlich zwei verlorene Punkte für Sierning“, stellte Markus Dietachmair klar. Seine Begründung war deutlich: „Über neunzig Minuten waren wir die bessere Mannschaft, hatten mehr Aktionen und mehr Torchancen – leider nicht gemacht.“ Immer wieder stand Steins Schlussmann im Weg: „In der ersten Halbzeit hatten wir zwei Top-Chancen, die der Tormann unglaublich pariert hat, und so ist es weitergegangen.“ Besonders die Phase nach dem Führungstor wurmte ihn: „Nach dem 1:0 hatten wir drei Tausender. Zweimal hält der Goalie super, einmal geht der Ball neben das Tor. Normalerweise muss da der Sack zu sein.“ Auch danach wurde Stein stärker: „Nach der gelb-roten Karte hat Stein noch mal einen Schub bekommen und auf den Ausgleich gedrückt.“ Als Hauptgrund für das Remis blieb für Dietachmair am Ende nur eines: „Die Chancenauswertung.“

Letztes Spiel, viele Wechsel – Lob für Gegner und Unparteiischen

Weil es das letzte Spiel war, rotierte Sierning bewusst. „Wir haben viel gewechselt, weil alle genügend Spielzeit bekommen sollten“, erklärte Dietachmair. Am eigenen Auftritt gefiel ihm vor allem der Weg nach vorne: „Wir haben uns sehr viele Chancen herausgespielt und schön kombiniert – über die Seite, durch die Mitte, vorne rein in den Sechzehner.“ Defensiv sah er eine Hausaufgabe für die Zukunft: „Die Umschaltsituationen nach hinten – da haben wir noch Verbesserungspotenzial.“ Respekt gab es für die Gäste: „Am Anfang sehr aggressiv und bissig, sie haben nie aufgegeben.“ Danach sei Stein „noch einmal gekommen“ – der späte Ausgleich war die Folge. Für Diskussionen sorgte die Leitung nicht: „Der Schiedsrichter war okay, hat auf beide Seiten gut gepfiffen, keine groben Fehler.“ In der Endabrechnung bleibt Sierning trotz des 1:1 ein starker Dritter, Stein nimmt als Zehnter einen Zähler mit. Dietachmairs Fazit fasst den Nachmittag zusammen: „Stein muss glücklich sein, dass ein Unentschieden herausgeschaut hat.“

1. Klasse Ost: Sierning : ATSV Stein - 1:1 (1:0)

  • 89
    Mark Nagy 1:1
  • 19
    Maximilian Baumschlager 1:0