In der 1. Klasse Ost hat der FC LACKWERK 44 Aschach/Steyr gegen die Sportunion Wartberg/Krems mit 2:0 gewonnen. Lange musste die Mannschaft von Roland Aigner Geduld haben, weil sie zwar viel vom Spiel hatte, sich aber erst ganz spät belohnte. Der Trainer sprach danach von einem verdienten Heimsieg, weil seine Elf die Partie über weite Strecken kontrollierte und bis zum Ende konsequent nach vorne spielte.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Roland Aigner sah von Beginn an eine Mannschaft, die das Spiel in der Hand hatte. „Wir haben das Spiel eigentlich dominiert, haben kaum Chancen zugelassen und versucht, Wartberg unter Druck zu setzen“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Genau das war auch der Grundton dieser Partie: FC LACKWERK 44 Aschach war das aktivere Team, hatte mehr Ballbesitz und wollte die Gäste immer wieder weit in deren Hälfte festmachen. Gleichzeitig verschwieg Aigner aber nicht, dass seine Mannschaft trotz dieser Kontrolle nicht ganz fehlerfrei blieb. „Durch drei Eigenfehler haben wir Chancen zugelassen. Wenn wir da in Rückstand gekommen wären, hätten wir uns nicht aufregen dürfen“, meinte er. So blieb es trotz Feldvorteilen und einem 0:0 zur Pause ein Spiel, in dem der Gastgeber zwar vieles richtig machte, sich dafür aber zunächst nicht belohnte.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Grundbild wenig, eher im Gegenteil. Aigner sprach sogar von „gefühlt achtzig Prozent Ballbesitz“ für seine Mannschaft und schilderte, wie FC LACKWERK 44 Aschach immer wieder versuchte, über die Seiten Lösungen zu finden. Die Gäste von Sportunion Wartberg an der Krems standen laut dem Trainer sehr tief und verteidigten teilweise mit sieben oder acht Spielern. „Wir haben wirklich alles probiert, was in unserer Macht steht“, sagte Aigner, der seinem Team vor allem zugutehielt, dass es trotz des zähen Verlaufs nicht ungeduldig wurde. Eine wichtige Szene war dann die 67. Minute, als Matthias Himmelmayer die Rote Karte sah. Aigner verwies in diesem Zusammenhang auf ein Foul an einem Aschacher Spieler und nannte die Überzahl einen Punkt, der seiner Mannschaft in der Schlussphase natürlich half. „Dadurch konnten wir das Spiel nach vorne noch mehr forcieren“, erklärte er. Aus seiner Sicht war auch auffällig, dass Sportunion Wartberg an der Krems offensiv kaum stattfand. „Das Einzige, glaube ich, ein einziges Mal sind sie fast vorgekommen in der zweiten Halbzeit, aber sonst haben sie keine Chance gehabt“, sagte der Trainer.
Dass diese Partie am Ende doch noch klar ausging, lag an zwei Treffern tief in der Nachspielzeit. In der 92. Minute fiel das 1:0 durch Berthold Huemer, und Aigner ordnete diesen Treffer offen ein. „Etwas glücklich, muss man dazu sagen“, sagte er über die Situation nach einem Corner, bei dem der Ball schließlich mit Mithilfe vom Gegner über die Linie ging. Für den Trainer war dieses Tor trotzdem die verdiente Folge eines langen Anrennens. Nur eine Minute später legte Florian Gmainer das 2:0 nach und beseitigte damit auch die letzten Zweifel am Heimsieg. Aigner hob danach vor allem die Haltung seiner Mannschaft hervor. „Wir haben nie aufgegeben und der Kampfgeist, die Moral und der Wille zum Sieg sind einfach so groß gewesen, dass es heute eigentlich nur drei Punkte geben konnte“, sagte er. Entsprechend zufrieden fiel auch sein Gesamtfazit aus: „Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaftsleistung und ich glaube, wir sind absolut verdiente Sieger.“ Mit diesem 2:0-Erfolg hält der FC Aschach nach zwei Runden bei vier Punkten, und der späte Sieg passt gut zu der Einschätzung des Trainers, der sogar meinte, das Ergebnis hätte „mindestens auch fünf, sechs zu null“ ausfallen können.