In der 1. Klasse Ost hat der FC LACKWERK 44 Aschach/Steyr am dritten Spieltag beim SV Molln mit 3:1 gewonnen und dabei aus Sicht von Trainer Roland Aigner genau das auf den Platz gebracht, was er sehen wollte: Kontrolle, Kompaktheit und Effizienz. Die Gäste gingen kurz vor der Pause in Führung, legten nach dem Seitenwechsel nach und ließen sich den verdienten Auswärtssieg auch durch den späten Gegentreffer nicht nehmen.

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Für Aigner war der Verlauf der Partie klar zu erkennen. „Wir waren von der ersten Minute an tonangebend. Wir haben das Spiel gut im Griff gehabt, bis zum Ende spielerisch und kämpferisch überzeugt und absolut verdient gewonnen“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Aschach hatte damit aus seiner Sicht von Beginn an mehr vom Spiel und ließ Molln kaum in einen Rhythmus kommen. Dass die Führung noch vor der Pause fiel, passte ins Bild dieses Auftritts. In der 43. Minute brachte Kristóf József Duhonyi die Gäste mit 1:0 in Front. Gerade dieser Zeitpunkt war für Aigner wichtig: „Das erste Tor kurz vor der Halbzeit hat uns natürlich sehr geholfen.“
Mit dem Vorsprung im Rücken blieb Aschach auch nach dem Seitenwechsel bei seiner Linie. Aigner hob vor allem die Ordnung seiner Mannschaft hervor. „Was besonders gut funktioniert hat, war die Kompaktheit. Wir sind sehr gut gestanden, haben den Raum sehr eng gemacht und dem Gegner wirklich fast nichts zugelassen“, sagte er. Für den Trainer war genau das einer der Schlüssel zum Auswärtssieg, weil Molln aus dem Spiel heraus nur selten gefährlich wurde. Die einzige Phase, in der er beim Gegner Gefahr sah, betraf ruhende Bälle. „Das Einzige, wo sie gefährlich waren, waren ihre Standards“, erklärte Aigner. Offensiv blieb Aschach aber das aktivere Team und erhöhte in der 57. Minute durch Lorenz Losbichler auf 2:0. Aigner sprach dabei von einem schönen Tor, das die gute Ausgangsposition weiter verbesserte.
Spätestens als Thomas Seyerlehner in der 80. Minute das 3:0 erzielte, war die Partie aus Sicht der Gäste entschieden. „Da haben wir dann den Deckel drauf gemacht“, sagte Aigner, der den Unterschied zwischen beiden Mannschaften vor allem in der Konsequenz seines Teams sah. „Wir haben kaum Chancen zugelassen und unsere Chancen genutzt“, brachte er es auf den Punkt. Noch deutlicher wurde er in der Gesamtbetrachtung: „Wir haben nichts zugelassen und nach vorne sehr offensiv gespielt. Wir haben versucht, die Entscheidung schnell zu suchen.“ Der späte Treffer von Ferdi Akbudak zum 1:3 in der Nachspielzeit änderte deshalb nichts mehr an der Einordnung dieses Spiels. Auch mit der Leitung des Schiedsrichters war der Trainer im Großen und Ganzen einverstanden. Der Unparteiische habe „sehr hart spielen lassen, aber fair“, entscheidende Szenen habe es seiner Meinung nach nicht gegeben.
Der Auftritt in Molln war für den FC Aschach damit nicht nur wegen des Ergebnisses wertvoll, sondern auch wegen der Art und Weise, wie der Sieg zustande kam. Aigner sprach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung und fasste zusammen: „Es war eine sehr gute Gesamtleistung, daher sind wir als verdienter Sieger vom Platz gegangen.“ Nach drei Runden hält Aschach nun bei sieben Punkten und bleibt damit in der Spitzengruppe der Liga. Für die Gäste war der Samstagnachmittag vor allem ein Beleg dafür, dass sie mit einer kompakten Defensive und klaren Aktionen nach vorne auch auswärts ein Spiel über weite Strecken kontrollieren können.