In der 1. Klasse Ost hat der ATSV Malerei u. Fassaden Stein gegen den SV Sierning mit 1:2 verloren. Die Gäste legten mit Daniel Brunner früh vor, erhöhten noch vor der Pause durch Markus Neustifter und hatten die Partie laut Trainer Dominik Ebner lange im Griff. Trotzdem wurde es am Ende noch eng, weil Sierning nach dem 2:0 den Faden verlor und der späte Treffer von Damir Kalac den Schlussakkord setzte.

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Schon der Beginn lief aus Sicht der Gäste so an, wie es sich Dominik Ebner vorgestellt hatte. "Wir haben uns wieder vorgenommen, Kontrolle über das Spiel zu haben", sagte der Sierninger Trainer nach dem Auswärtssieg. Genau diesen Eindruck hatte er über weite Strecken der Anfangsphase. Seine Mannschaft kontrollierte das Spiel, auch wenn zunächst nicht alles sauber bis zum Strafraum durchgespielt wurde. "Wir fanden nicht die freien Räume und waren tendenziell über die langen Bälle gefährlich, konnten uns aber nicht wirklich zwingende Torchancen erspielen", erklärte Ebner. Das frühe 1:0 in der 4. Minute gab dem Auftritt trotzdem sofort Richtung. Daniel Brunner wurde nach einer Kombination in der Schnittstelle bedient und schloss, wie es sein Trainer schilderte, "souverän ins lange Eck" ab. Für Sierning war das ein idealer Start, auch wenn Ebner zugleich betonte, dass danach nicht jede Aktion so sauber ausgespielt wurde, wie man es sich vorgenommen hatte.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit sah Ebner seine Mannschaft dann noch besser im Spiel. "Zur Mitte der ersten Halbzeit wurde es besser und wir fanden immer besser in die Partie", sagte er. Der wichtigste Moment war für ihn klar das 2:0 in der 33. Minute. Dieses Tor fiel nach einem Freistoß von Marcel Herzog, der laut Ebner sehr zentral Richtung Tor ging. Weil der Boden aufgrund der Hitze holprig war, sprang der Ball vor dem Tormann auf, der ihn nur klatschen lassen konnte. Markus Neustifter setzte gut nach und verwertete zum 2:0. Ebner hob hervor, dass seine Mannschaft danach weiter am Drücker blieb und gerade rund um die Pause und zu Beginn des zweiten Durchgangs vieles im Griff hatte. Gleichzeitig störte ihn, dass aus der Überlegenheit nicht noch mehr gemacht wurde. "Einige Chancen waren da, wurden aber oft nicht präzise genug fertig gespielt", sagte der Trainer. Dazu kamen laut Ebner noch Möglichkeiten auf das 3:0, die wegen Abseits oder eines Handspiels nicht zählten.
Auch nach dem Seitenwechsel hatte Ebner zunächst viel Gutes gesehen. "In der zweiten Halbzeit haben wir die ersten 20 Minuten sehr, sehr guten Fußball gespielt", sagte er. Dass die Partie am Ende doch noch offen wurde, erklärte er mit einem klaren Bruch im eigenen Spiel. Nach einem verletzungsbedingten Wechsel habe seine Mannschaft "ein bisschen den Faden verloren", dazu seien die Kräfte zurückgegangen. Ebner schilderte, dass der ATSV Stein sehr mannorientiert und giftig gespielt habe, den Sierninger Spielfluss am Anfang aber nicht bremsen konnte. Erst später habe der Gastgeber immer mehr Zugriff bekommen. "Wir kamen nicht mehr in die Zweikämpfe und haben es nicht mehr geschafft, als komplette Mannschaft zu verteidigen", sagte Ebner. Dazu seien die Konter schwach ausgespielt und Bälle zu leicht hergeschenkt worden. So gab der SV Sierning die Kontrolle aus der Hand, Stein übernahm in der Schlussphase laut Ebner sogar die Oberhand und kam in der Nachspielzeit durch Damir Kalac noch zum 1:2-Anschlusstreffer. Unter dem Strich blieb für die Gäste trotzdem das Entscheidende stehen. "Es waren wichtige drei Punkte, die wir mitnehmen", sagte Ebner, schob aber ebenso klar nach: "Die Leistung war nur über 65 Minuten wirklich ansprechend." Nach drei Runden steht Sierning damit bei neun Punkten und an der Tabellenspitze, auch wenn dieser Auftritt gezeigt hat, dass eine klare Führung alleine noch keinen ruhigen Nachmittag garantiert.