In der 1. Klasse Ost hat der TUS Kremsmünster am Freitagabend gegen den ASV Raika Haidershofen-Behamberg mit 0:4 verloren. Für Neo-Trainer Ahmet Rahmanovic war vor allem das 3:0 kurz vor der Pause der Moment, in dem seine Mannschaft die Partie endgültig auf ihre Seite zog. Nach zuletzt drei Unentschieden sah er einen Auftritt, in dem seine Elf von Beginn an mehr Tempo, mehr Zug und vor allem die nötige Effizienz hatte.

Image by Phillip Kofler from Pixabay
Rahmanovic sah seine Mannschaft vom Anpfiff weg in der besseren Rolle. „Meine Mannschaft war von der ersten Minute an das spielbestimmende Team und wir haben das Spiel über 90 Minuten absolut im Griff gehabt“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Das zeigte sich auch früh am Spielstand. Rene Ramoser brachte den Bezirksliga-Absteiger in der 13. Minute in Führung, nach 29 Minuten legte Dominik Hönickl das 0:2 nach. Kremsmünster versuchte laut Rahmanovic in den ersten Minuten zwar, „Nadelstiche zu setzen“, doch Haidershofen-Behamberg verteidigte das sauber weg und wurde mit Fortdauer der Partie immer gefährlicher. Der Coach hatte den Eindruck, dass seine Elf in den Zweikämpfen spritziger war, im Spiel nach vorne klarer auftrat und dem Gegner von Anfang an nicht das Gefühl gab, an diesem Abend wirklich Zugriff zu bekommen.
Gerade dieses dritte Tor hob Rahmanovic nach dem Spiel besonders hervor. „Wir haben das erste Tor gemacht und wollten unbedingt das zweite machen, damit wir dann auch mehr Ruhe ins Spiel reinbringen. Das 3:0 vor der Pause war dann der Knackpunkt. Da haben wir den Sack zugemacht“, sagte er. Torschütze war in der 41. Minute Aleksa Mikulic. Mit dem 0:3 ging es in die Pause, und genau dieser Vorsprung gab den Gästen laut Rahmanovic noch einmal zusätzliche Sicherheit. „Wir sind dann noch einmal gestärkt aus der Pause rausgekommen und haben das sauber heruntergespielt“, meinte er. Das 0:4 durch Felix Schlößl in der 73. Minute passte dann ins Bild einer Partie, in der Haidershofen-Behamberg auch nach dem Seitenwechsel am Drücker blieb und die Räume nützte, die sich durch den höheren Aufwand der Heimelf öffneten.
Was den Trainer besonders freute, war nicht nur das klare Ergebnis, sondern vor allem die Art, wie es zustande kam. Nach drei Unentschieden in Serie, in denen seiner Mannschaft laut eigener Einschätzung oft das nötige Glück gefehlt hatte, sei diesmal vieles aufgegangen. „Wir haben immer an die Mannschaft geglaubt und die Jungs an sich selber. Im gestrigen Spiel hat sich der ganze Lohn dann widergespiegelt“, sagte Rahmanovic. Er verwies dabei auch auf die personelle Situation. Trotz einer jungen Mannschaft und trotz vier fehlender Stammkräfte habe sein Team genau das auf den Platz gebracht, was es ausmachen soll. „Wir haben von der ersten Sekunde an jeden Sprint, jeden Zweikampf und die ganze Laufbereitschaft an den Tag gelegt“, so der Trainer. Dazu kam aus seiner Sicht eine starke Effizienz vor dem Tor. „Wir waren gestern sehr effektiv im Abschluss.“ Im Vergleich der beiden Teams sah er seine Mannschaft läuferisch und im Zweikampf klar vorne, dazu sei das schnelle Umschalten von der Defensive in die Offensive sehr gut aufgegangen.
Rahmanovic richtete den Blick nach dem 4:0 trotzdem nicht nur auf den Gegner, sondern vor allem auf die Entwicklung seiner eigenen Mannschaft. Zwar meinte er, der TUS Kremsmünster sei mit dem Tempo seiner Elf nicht gut zurechtgekommen, gleichzeitig betonte er aber: „Wir orientieren uns an uns und nicht am Gegner.“ Schiedsrichter Hruby bewertete der Trainer „über weite Strecken als sehr solide“, auch wenn für ihn eine Szene im zweiten Durchgang diskutabel blieb. Viel wichtiger war für ihn ohnehin etwas anderes: „Das ist unser erster Dreier auswärts, der sehr verdient ist.“ Genau darin sah er den größten Ertrag dieses Abends. Nach schwierigen Wochen ohne vollen Lohn habe sich seine Mannschaft diesmal selbst belohnt. Entsprechend fiel auch der Ausblick aus: „Wir wollen weiter in diese Richtung marschieren. Wir wollen uns weiterentwickeln. Wir sind erst am Anfang. Die Mannschaft hat Riesenpotenzial.“