In der 1. Klasse Ost hat der ATSV Malerei u. Fassaden Stein am Samstagnachmittag gegen die Union Ried/Traunkreis mit 2:5 verloren. Die Gäste stellten die Weichen schon vor der Pause auf Sieg und lagen zur Halbzeit klar mit 4:0 vorne. Trainer Dietmar Gruber sprach danach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung und sah vor allem Konstanz, Aggressivität und den gemeinsamen Willen als Grundlage für den verdienten Auswärtserfolg.

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Ried nahm die Partie nach den Worten seines Trainers sofort an und ließ von Beginn an erkennen, dass man nach den zuletzt verlorenen Spielen unbedingt punkten wollte. „Wir waren von Anfang an sehr konstant. Wir waren sehr aggressiv gegen den Ball und mit dem Ball“, sagte Gruber. Genau diese Haltung schlug sich auch früh im Ergebnis nieder. Leon Covic brachte die Gäste in der 14. Minute in Führung, und für Gruber war gerade dieser erste Treffer besonders wichtig. „Natürlich ist das 1:0 immer das Wichtigste. Dann gleich drauf das 2:0 zu machen, gibt einfach Sicherheit“, erklärte er. Covic legte in der 30. Minute das 0:2 nach, Filippos Aslanidis erhöhte in Minute 37 auf 0:3, und kurz vor dem Seitenwechsel stellte Sebastian Pramhaas auf 0:4. Die Angriffe seien, so Gruber, „super herausgespielt“ gewesen, auch mit langen Bällen über die Abwehr. Entsprechend deutlich fiel auch sein Urteil zum Zwischenstand aus: „Wenn du in der Halbzeit 4:0 vorne bist, dann hast du ziemlich alles richtig gemacht.“
Was dem Ried-Coach an diesem Nachmittag besonders gefiel, war nicht nur die Zahl der Tore, sondern vor allem die Art und Weise, wie seine Mannschaft auftrat. „Was gut funktioniert hat, war das Arbeiten gegen den Ball, speziell auch die Läufe nach vorne, wenn wir im Ballbesitz waren“, sagte Gruber. Seine Mannschaft sei „sehr agil“ gewesen und habe „sehr breit“ gestanden, damit viele Anspielstationen da seien. Genau daraus ergab sich aus seiner Sicht die Kontrolle, die Ried über weite Strecken hatte. Auch gegen den Ball blieb seine Elf konsequent. „Wir haben auch defensiv sehr gut gearbeitet. Wir haben alle nach hinten gearbeitet, und das ist das, was zählt“, betonte der Trainer. Trotz des klaren Rückstands fand Gruber für Stein anerkennende Worte. Der Tabellenletzte habe spielerisch durchaus Qualität gezeigt. „Sie spielen einen guten Fußball. Sie probieren immer herauszuspielen. Sie probieren immer kurze Pässe zu den Stürmern“, sagte er. Was den Gastgebern aus seiner Sicht fehlte, sei „der letzte Pass oder die letzte Genauigkeit“ gewesen.
Ganz ohne Makel verlief der Nachmittag für die Union Ried dennoch nicht. Nach dem klaren 0:4 zur Pause kam der ATSV Stein in der 57. Minute durch ein Eigentor von Sebastian Hagmair auf 1:4 heran, und damit blieb die Partie aus Sicht der Gäste länger offen, als es der Halbzeitstand vermuten ließ. Gruber sprach davon, dass das Spiel „bis zum Schluss immer spannend“ geblieben sei. Die endgültige Entscheidung fiel dann erst spät, als Dietmar Gruber in der 86. Minute selbst zum 1:5 traf. Den letzten Treffer des Tages erzielte auf der anderen Seite Mathias Wagner in der Nachspielzeit zum 2:5-Endstand. Für den Coach war der Sieg dennoch hochverdient. „Es war eine gute Mannschaftsleistung von Anfang bis zum Schluss“, sagte er, auch wenn ihn die beiden Gegentore nicht ganz zufriedenstellten. Den entscheidenden Unterschied machte für ihn vor allem die Haltung seiner Mannschaft aus. Nach den Niederlagen zuletzt habe seine Elf unbedingt etwas mitnehmen wollen. „Wenn alle Spieler dasselbe wollen, wenn alle Gas geben und jeder 100 Prozent gibt, dann ist immer alles möglich“, sagte Gruber. Genau diese Linie war in Stein über weite Strecken klar zu sehen.