In der 1. Klasse Ost hat der FC LACKWERK 44 Aschach am Samstagnachmittag gegen die Union Neuhofen/Krems einen klaren 5:1-Heimsieg gefeiert. Schon zur Pause stand es 4:0, weil die Gastgeber die Partie früh an sich rissen und laut Trainer Roland Aigner mit "100 Prozent Einsatz und Wille" auftraten. Nur mit der zweiten Halbzeit war der Coach nicht ganz einverstanden.

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Aigner beschrieb einen Beginn, in dem seine Mannschaft keine Anlaufzeit brauchte. "Die Partie war von Anfang an für uns sehr offensiv ausgerichtet. Wir haben den Gegner von Anfang an in die eigene Hälfte geschnürt", sagte der Trainer. Dazu passte auch, dass Aschach schon in der Anfangsphase einen Elfmeter herausholte, diesen aber ungenützt ließ. Viel änderte das am Spielbild trotzdem nicht. Kurz darauf brachte Florian Gmainer die Gastgeber in der 13. Minute mit 1:0 in Führung, in der 20. Minute legte Kristóf József Duhonyi das 2:0 nach. Aschach blieb am Drücker, ließ im ersten Durchgang nicht locker und machte aus der klaren Überlegenheit noch vor der Pause mehr. Berthold Huemer erhöhte in der 28. Minute auf 3:0, ehe Florian Gmainer vier Minuten später auch noch das 4:0 nachschob.
Für Aigner lag genau in dieser halben Stunde die Entscheidung. "Wenn wir innerhalb von dreißig Minuten vier Tore machen, kann man sagen, dass die Partie schon entschieden war", meinte er. Besonders deutlich wurde der Aschacher Trainer bei der Einordnung der Tore zum 3:0 und 4:0: "Das 3:0 und das 4:0 waren sicher ausschlaggebend. Da ist Neuhofen etwas gebrochen." Dass es zur Pause auch noch höher hätte stehen können, verschwieg er nicht. Neben dem vergebenen Elfmeter traf Aschach einmal die Stange, deshalb sagte Aigner auch: "Wenn es in der Halbzeit 6:0 steht, kann Neuhofen auch nichts sagen." Der Coach erinnerte daran, dass die Gäste zwar anfangs anlaufen wollten, dieses Pressing aber nur kurz Wirkung hatte. Danach, so seine Sicht, habe seine Mannschaft "sehr gut gestanden" und Neuhofen in der ersten Halbzeit "nicht sehr viel Luft gelassen".
Nach dem klaren 4:0 zur Pause sah Aigner zwar nicht mehr alles so, wie er es sich gewünscht hatte, am verdienten Heimsieg änderte das aber nichts. "Das Einzige, was ich vielleicht kritisieren kann, ist, dass die zweite Halbzeit nicht so gespielt wurde, wie ich mir das vorgestellt habe", sagte er. Die Union Neuhofen kam in der 78. Minute durch Kaan Tepegöz noch zum 4:1, doch der FC Aschach antwortete schnell und passend zum bisherigen Nachmittag erneut durch Florian Gmainer. Mit seinem dritten Treffer stellte er in der 82. Minute den 5:1-Endstand her. Aigner betonte danach, dass nie das Gefühl aufgekommen sei, die Partie noch aus der Hand zu geben. Dazu passte auch sein Lob für den fairen Verlauf und Schiedsrichter Hubinger, an dessen Leistung er "nichts auszusetzen" hatte. Unter dem Strich zog der Trainer deshalb ein sehr klares Fazit: "Es war ein absolut verdienter Sieg. Meine Mannschaft muss ich dieses Mal wirklich loben. Sie hat alles umgesetzt, was wir uns von Anfang an vorgenommen haben." Mit nun zwölf Punkten bleibt Aschach im Spitzenfeld der Liga und untermauerte mit diesem Auftritt eindrucksvoll den Anspruch, vorne dranzubleiben.