In der 1. Klasse Ost hat der SV Sierning am Freitagabend gegen die Union Ried/Traunkreis mit 4:2 gewonnen und laut Trainer Dominik Ebner genau das auf den Platz gebracht, was er sehen wollte: "Von Beginn an haben wir gezeigt, dass wir dieses Spiel gewinnen wollen." Die Gastgeber stellten mit einer starken ersten Halbzeit früh die Weichen, mussten nach der Pause aber noch einmal wach werden, ehe der Heimsieg endgültig abgesichert war.

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Ebner gefiel vor allem, wie seine Mannschaft in die Partie hineingegangen ist. "Zu Beginn haben wir sofort die Kontrolle übernommen und sehr guten Kombinationsfußball gespielt", sagte der Sierning-Trainer nach dem Schlusspfiff. Genau so sah auch der Spielverlauf in den ersten Minuten aus. Sierning hatte mehr vom Spiel, kam in gute Positionen und belohnte sich rasch. Nach acht Minuten traf Maximilian Baumschlager zum 1:0, nach 16 Minuten legte Markus Neustifter das 2:0 nach. Für Ebner war dabei nicht nur das Ergebnis entscheidend, sondern auch die Art und Weise. "Das 1:0 war eine sehr schöne Kombination, bei der wir spielerisch wirklich bis in den Sechzehner gekommen sind und dann trocken abgeschlossen haben. Auch beim 2:0 war der notwendige Wille da." Bis zur Pause blieben die Gastgeber überlegen, ließen aber weitere Möglichkeiten ungenutzt und nahmen deshalb nur die Zwei-Tore-Führung mit in die Kabine.
Nach Wiederbeginn schaltete Sierning dann zunächst einen Gang zurück. Das zeigte sich auch im Ergebnis, weil Leon Covic in der 51. Minute auf 2:1 verkürzte. Ried stellte laut Ebner um und wurde dadurch sogar unangenehmer. "Sie waren in der zweiten Halbzeit vielleicht gefährlicher als vorher, weil sie sich wirklich auf Konter und schnelles vertikales Spiel konzentriert haben." Sierning fand danach aber wieder besser in die Partie, kam sauberer in die Kombinationen und stellte den alten Abstand rasch her. Fabian Sulzner traf in der 58. Minute zum 3:1, Marcel Herzog erhöhte in der 71. Minute auf 4:1. Dass Leon Covic in der 86. Minute per Freistoß noch das 4:2 erzielte, änderte am Ausgang nichts mehr.
So deutlich Ebner die spielerische Anfangsphase hervorhob, so wichtig war ihm nach dem Schlusspfiff vor allem das Auftreten seiner gesamten Mannschaft. "Die mannschaftliche Geschlossenheit und der Wille, das Spiel zu gewinnen, waren unsere größte Stärke", sagte der Trainer. Er sprach davon, dass bei seiner Elf jeder für den anderen laufe und sich niemand zu schade sei, "einen Meter mehr für seine Mitspieler zu machen". Deshalb hob er auch zwei Spieler heraus, die nicht unter den Torschützen standen: Lorenz Artmayr und Florian Hofer. Beide hätten "wirklich eine Topleistung gebracht" und seien für den Erfolg sehr wichtig gewesen. Ganz ohne Kritik wollte Ebner den Abend aber nicht stehen lassen. Bei der Chancenverwertung sieht er noch Luft nach oben, auch wenn er "großteils sehr zufrieden mit der mannschaftlichen Leistung" war. Dazu kommt die Hoffnung, dass zuletzt erkrankte Spieler bald zurückkehren und die ohnehin große Kaderqualität weiter verstärken. Mit dem 4:2 bleibt der SV Sierning nach sieben Runden bei 18 Punkten ganz vorne und nimmt den Schwung einer insgesamt überzeugenden Vorstellung mit.