In der 1. Klasse Ost hat Union St. Marien beim ATSV Malerei u. Fassaden Stein mit 3:2 gewonnen, obwohl die Gäste nach einer klaren Führung noch einmal heftig zittern mussten. Trainer Philipp Eder sprach von einem starken Beginn, guter Umsetzung im diagonalen Spiel und einer verdienten Führung, ärgerte sich nach dem Schlusspfiff aber auch darüber, dass seine Mannschaft ein 3:0 „nicht mehr so leichtfertig hergeben“ dürfe.

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St. Marien war von Beginn an besser im Spiel und setzte laut Eder genau das um, was man sich vorab vorgenommen hatte. „Wir hatten wieder einen guten Beginn, haben das auf den Platz gebracht, was wir vorbereitet haben, und sind mit unserem diagonalen Spiel immer wieder in gefährliche Zonen gekommen“, sagte der Trainer. Belohnt wurde das früh: Josip Trbara brachte die Gäste bereits in der 7. Minute in Führung. Auch danach blieb St. Marien das aktivere Team, obwohl Stein laut Eder mit seinem Umschalten immer wieder zu Aktionen kam. In der 30. Minute legte erneut Trbara das 0:2 nach, mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Für Eder war spätestens da zu spüren, dass die Partie in die gewünschte Richtung lief.
Nach dem Seitenwechsel schien die Sache zunächst klar. Nur sechs Minuten nach Wiederbeginn stellte Trbara mit seinem dritten Treffer auf 0:3, und genau dieser Moment war für Eder der Punkt, an dem seine Mannschaft die Partie eigentlich entschieden hatte. „Mit dem 2:0, spätestens dann gleich mit dem 3:0 in der zweiten Halbzeit“, beantwortete er die Frage nach dem Wendepunkt. Der Coach sprach davon, dass sich seine Mannschaft diesmal endlich für ihre Chancen belohnt habe. Beim dritten Tor habe zudem „ein Abstimmungsfehler in der gegnerischen Abwehr“ geholfen. Ganz durch war die Partie damit aber nicht. Manuel Banglmayr verkürzte in der 53. Minute auf 1:3, Emil Uzicanin machte in der 68. Minute das 2:3, und plötzlich wurde aus einer scheinbar sicheren Sache doch noch ein enger Nachmittag.
Eder erklärte danach auch, warum ihn der Sieg zwar freut, aber nicht restlos zufriedenstellt. „Ein 3:0 dürfen wir nicht mehr so leichtfertig hergeben, ohne dass man dann zittern muss“, sagte der Trainer offen. Gerade weil Stein nie aufgehört habe, sei es noch einmal unangenehm geworden. Den Gastgebern stellte er ein gutes Zeugnis aus: „Das ist eine unglaublich dynamische, gute Mannschaft. Mit ihrer Effizienz und dem Umschaltverhalten haben sie immer wieder Präsenz.“ Dazu komme eine gute Breite im Kader, auch die Wechsel hätten Stein noch einmal stärker gemacht. Umso wichtiger war aus Sicht des Trainers, dass seine Mannschaft den knappen Vorsprung am Ende dennoch über die Zeit brachte und aus einer Partie mit klarer Führung noch drei Punkte mitnahm.
Die Grundlage für den Auswärtssieg sah Eder vor allem in der Vorbereitung. Gemeinsam mit seinem Co-Trainer Andreas Kofler habe man den Gegner genau analysiert, die Ausrichtung angepasst, und diese Vorgaben seien von der Mannschaft sauber umgesetzt worden. „Unsere größte Stärke war die Umsetzung gegen den Gegner und die Effizienz bis zur Führung“, meinte er. Ein Sonderlob verteilte der Trainer an seine Offensive. Fabian Koppe hob er ausdrücklich hervor, und mit Dreifachtorschütze Josip Trbara hatte St. Marien ohnehin den Mann des Tages in seinen Reihen. Strittige Szenen sah Eder über die 90 Minuten keine, beim Schiedsrichter meinte er, dass dieser „beide Seiten objektiv gleich behandelt“ und viel laufen gelassen habe. Jetzt soll das Spiel noch aufgearbeitet werden, bevor ab Montag schon die Vorbereitung auf das Derby beginnt. Mit nun 11 Punkten bleibt St. Marien nach sieben Runden gut dabei.