In der 1. Klasse Ost hat Union St. Marien das Derby gegen Union Neuhofen an der Krems mit 2:1 gewonnen. Die Gastgeber legten mit dem 1:0 vor der Pause und dem zweiten Treffer kurz nach dem Wechsel die Basis für den Heimsieg. Trainer Philipp Eder sah den Unterschied vor allem im Einsatz seiner Mannschaft, die in den entscheidenden Momenten „um diesen Tick oder zwei Schritte besser“ gewesen sei.

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Philipp Eder war mit dem Beginn seiner Mannschaft unterm Strich zufrieden, auch wenn Neuhofen den Gastgebern in den ersten Minuten gleich einiges abverlangte. „Wir sind wieder gut in das Spiel hineingestartet“, sagte der Trainer, räumte aber auch ein, dass St. Marien zunächst überrascht war, „dass Neuhofen uns hoch anpresst“. Genau diese Anfangsphase war für ihn aber auch ein Hinweis darauf, wie seine Mannschaft das Derby an diesem Nachmittag annehmen würde. St. Marien ließ sich vom aggressiven Zugriff der Gäste nicht aus dem Konzept bringen, bekam das Pressing laut Eder „relativ gut in den Griff“ und kam danach selbst besser in die Partie. Aus Sicht des Trainers hatte seine Mannschaft in dieser Phase auch die besseren Möglichkeiten. Belohnt wurde das in der 15. Minute, als Lukas Radlgruber nach einer schnellen Aktion zur Stelle war. Eder schilderte die Entstehung so: „Wir haben nach vorne umgeschaltet, sind mit Speed reingegangen, dann hat Josip Trbara abgeschlossen und Lukas Radlgruber hat den Nachschuss zum 1:0 gemacht.“ Damit war die Richtung des Spiels früh vorgegeben, auch wenn das Derby damit noch lange nicht entschieden war.
Wenn Eder auf die Partie zurückblickte, kam er auf zwei Momente besonders schnell zu sprechen. „Natürlich war der Führungstreffer wichtig, und dass wir dann nach der Halbzeit das 2:0 erzielt haben“, sagte der St. Marien-Coach. Genau dieser zweite Treffer kurz nach dem Seitenwechsel gab seiner Mannschaft jenes Polster, das in einem Derby oft den Unterschied macht. In der 52. Minute war Josip Trbara erfolgreich, nachdem sich der Angreifer, wie Eder es schilderte, „ein bissl unbemerkt davongeschlichen“ hatte. Ein Befreiungsschlag reichte, um ihn auf die Reise zu schicken, danach lief er alleine auf den Torwart zu und vollendete zum 2:0. Für St. Marien war das nicht bloß ein weiterer Treffer, sondern ein Tor, das zum Spielverlauf passte. Die Gastgeber hatten sich die Kontrolle nach dem schwierigen Beginn erarbeitet und nutzten den Moment nach der Pause sofort. Gerade in solchen Phasen, in denen ein Derby leicht kippen kann, sah Eder seine Mannschaft sehr klar und sehr zielstrebig.
Ganz ohne Druckphase der Gäste ging es trotzdem nicht über die Bühne. Neuhofen kam in der 65. Minute noch einmal heran und verkürzte auf 2:1. Auch diese Szene ordnete Eder konkret ein. Dem Treffer ging eine Standardsituation voraus, danach sprang der Ball an den Strafraumrand und wurde dort nicht sauber getroffen, wodurch er zu Kevin Lepschy kam. „Er hat ihn dann flach ins Eck reingelegt“, beschrieb der Trainer den Anschlusstreffer. Dass Neuhofen noch einmal zurückkam, überraschte ihn grundsätzlich nicht, denn Eder bescheinigte dem Gegner eine sehr aktive Leistung. „Neuhofen war von Beginn an sehr aggressiv und ambitioniert“, sagte er. Gleichzeitig machte er aber auch klar, worin aus seiner Sicht der Unterschied lag: „In gewissen oder entscheidenden Momenten haben sie nicht die Durchsetzungskraft gehabt wie wir.“ Genau auf diesen Punkt führte er den knappen, aber aus seiner Sicht verdienten Heimsieg zurück. St. Marien habe nicht nur die besseren Chancen gehabt, sondern auch in den wichtigen Situationen klarer gehandelt.
Besonders deutlich wurde Eder, als er die Leistung seiner eigenen Elf zusammenfasste. Für ihn war nicht eine Einzelaktion ausschlaggebend, sondern die Haltung seiner Mannschaft über die gesamten 90 Minuten. „Der unbedingte Wille, das Derby zu gewinnen, war da“, sagte er. Dazu kam für ihn das Arbeiten gegen den Ball, das Anlaufen und die Bereitschaft, auch in einer intensiven Partie immer wieder Wege zu gehen. „Wir waren unermüdlich. Wir haben eine unglaubliche Laufbereitschaft gehabt, ein extremes Laufpensum. Wirklich jeder einzelne Spieler hat alles für den Sieg gegeben“, betonte Eder. Auch der Rahmen blieb aus seiner Sicht passend für ein Derby. Dem Schiedsrichter bescheinigte der Trainer eine „solide Leistung“, insgesamt sprach er von einem „sehr fairen Spiel“. Für St. Marien ist der 2:1-Erfolg nicht nur ein Derbysieg, sondern auch ein Ergebnis, das den Kurs bestätigt. Nach acht Runden steht die Mannschaft bei 14 Punkten, und Eder brachte die Stimmung nach dem Schlusspfiff schlicht auf den Punkt: „Wir sind froh, dass wir wieder gewonnen haben und blicken positiv nach vorne.“