1. Klasse Süd-West

USV St. Pantaleon hofft auf „Wunder“ Nichtabstieg im Frühjahr

Der USV St. Pantaleon erlebte in der 1. Klasse Süd-West im Herbst eine Saisonhälfte zum Vergessen. Mit lediglich zwei Punkten überwinterte die Mannschaft abgeschlagen am Tabellenende. Das Torverhältnis von fünf erzielten und 37 erhaltenen Treffern unterstreicht die schwierige Situation zusätzlich. Dennoch blickt man im Verein vorsichtig optimistisch auf die Rückrunde.

Ein wesentlicher Grund für die schwache Hinrunde waren zahlreiche Ausfälle. „Wir haben fünf Langzeitverletzte gehabt, darum auch die nur zwei Punkte“, erklärt Sektionsleiter Gerhard Hirscher. Gerade in den entscheidenden Phasen fehlten wichtige Spieler, wodurch die Mannschaft oft improvisieren musste. Mittlerweile hat sich die Personalsituation jedoch etwas entspannt. „Es sind viele Verletzte zurückgekommen, deshalb schaut es jetzt wieder ein wenig besser aus.“

Trainerwechsel im Winter

Im Winter kam es außerdem zu einem Trainerwechsel. Petar Dimitrov verließ den Verein. Seine Aufgaben übernimmt nun Mijo Ravlija, der zuvor bereits im Verein als 1b-Coach tätig war. Unterstützt wird er vom neuen Co-Trainer Gergö Nagy. Nagy hat zwar nun auch seinen Spielerpass in St. Pantaleon hinterlegt, soll aber in erster Linie neben dem Platz unterstützen.

Der ehemalige Trainer Dimitrov habe laut Hirscher trotz der schwierigen Umstände gute Arbeit geleistet. „Er hat einen Top-Job gemacht, aber es ist ihm einfach zu viel geworden.“ Neben der intensiven Arbeit im Verein absolvierte Dimitrov parallel seine Trainer-Ausbildung.

Personell nur kleine Veränderungen

Im Kader selbst blieb der Verein weitgehend zusammen. Als einziger wirklicher Neuzugang kam Mirel Halilovic von der TSU Jeging. Mario Bergmüller kehrte ebenfalls zum Verein zurück, ist jedoch zu Beginn der Rückrunde noch gesperrt. „Schauen wir einmal, wann er ins Spielgeschehen eingreifen kann“, sagt Hirscher. Auf der Abgangsseite stehen neben Trainer Dimitrov auch Alessandro Josic sowie Silvio Danev, der sich Union Gilgenberg anschloss.

Hoffnung durch bessere Vorbereitung

Die Vorbereitung verlief durchaus positiv. In den Testspielen gab es ein 1:1 gegen St. Georgen, eine 1:5-Niederlage gegen Aspach/Wildenau sowie Siege gegen die Straßwalchen Juniors (1:0) und den Heeres SV Wals (3:0). Gerade der Erfolg gegen Wals stimmte die Verantwortlichen zuversichtlich. „Das war eigentlich wirklich ein gutes Spiel gegen einen Landesligisten“, so Hirscher.

Nachdem im Herbst oft improvisiert werden musste, kann der neue Trainer nun wieder mehr taktisch arbeiten. „In der Hinrunde hat es eigentlich keine richtige Ausrichtung gegeben, weil einfach zu viele Spieler gefehlt haben. Da haben teilweise sogar der Trainer und der Obmann selbst gespielt.“

Ohne Druck in die Rückrunde

Angesichts des großen Rückstands auf die Nichtabstiegsplätze geht St. Pantaleon ohne großen Druck in die zweite Saisonhälfte. „Wir nehmen natürlich auch ein Wunder mit, wenn es passiert“, sagt Hirscher mit einem Augenzwinkern. Realistisch betrachtet müsse man jedoch akzeptieren, dass der Klassenerhalt schwierig wird. „Wenn wir absteigen, ist das auch kein Beinbruch.“ Nichts desto Trotz will die Mannschaft im Frühjahr noch einmal alles versuchen. Mit den zurückgekehrten Spielern hofft man zumindest konkurrenzfähiger zu sein und vielleicht doch noch einige Punkte aufzuholen.

Früh entscheidende Spiele

Zum Rückrundenauftakt wartet mit dem Heimspiel gegen Neukirchen/Enknach gleich eine Schlüsselpartie. Danach geht es auswärts zu Pattigham/Pramet, ehe mit Aurolzmünster ein weiterer direkter Konkurrent wartet. „Neukirchen wird gleich ein Knackpunkt“, betont Hirscher. Will St. Pantaleon die minimale Chance auf den Klassenerhalt wahren, müsse man dort unbedingt punkten. „Wenn wir das Wunder schaffen wollen, müssen wir gleich zu Beginn Spiele gewinnen.“

Ob die Aufholjagd tatsächlich gelingt, bleibt offen. Klar ist jedoch: Der USV St. Pantaleon will im Frühjahr noch einmal alles in die Waagschale werfen.