Trotz des 1:3 gegen ATSV Mattighofen am letzten Spieltag hat 1. Klasse Süd-West-Klub WSV-ATSV Ranshofen die Saison auf Rang vier beendet. Trainer Gerald Hainzl, der im Winter übernommen hatte, blickt deshalb insgesamt positiv auf die vergangenen Monate zurück. Vor allem das Kollektiv, eine gute Vorbereitung und viele stabile Auftritte sind für ihn die Hauptgründe dafür, dass Ranshofen bis zum Schluss im oberen Tabellenbereich geblieben ist.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Gerald Hainzl machte im Gespräch keinen Hehl daraus, dass seine Zeit in Ranshofen von Anfang an als Lösung bis zum Sommer gedacht war. Nach dem Rückzug von Tom Kreilinger als Spielertrainer aus beruflichen Gründen sprang er im Winter ein und zieht nun ein positives Fazit. „Ich war mit der ganzen Situation sehr zufrieden“, sagte Hainzl, der vor allem eines hervorhob: „Wir haben eine super Vorbereitung gehabt. Wir haben wirklich vom Kollektiv gelebt.“ Dass am Ende 47 Punkte und Rang vier stehen, passt zu dieser Einschätzung. Ranshofen hielt sich über weite Strecken in der Spitzengruppe und blieb auch im Frühjahr konstant vorne dabei. Im Schlussspurt gab es zwar das 0:5 bei Union Mehrnbach und am letzten Spieltag das 1:3 gegen ATSV Mattighofen, dazwischen und davor aber auch ein 3:3 gegen Union St. Martin/I., ein 2:1 gegen UFC PTA und ein 4:2 gegen UFC Riegerting. Hainzl ordnete gerade diese letzten Wochen nüchtern ein: „Im Saisonfinish ist uns mit Blick auf die neue Saison vielleicht ein bisschen die Luft ausgegangen.“
Neben der sportlich starken Phase spricht Hainzl auch die personellen Themen offen an. Ein Einschnitt ist für ihn das Karriereende von Kapitän Mario Gann, das er als „herben Verlust“ bezeichnete. Hainzl machte dabei klar, dass es nicht nur um die sportliche Seite geht. „Er hat die Mannschaft super geführt“, sagte der Trainer über den langjährigen Kapitän, der aus familiären Gründen aufhört. Auch bei Tom Kreilinger ist die Lage ein wichtiges Thema. „Er ist unter der Meisterschaft nie ganz fit gewesen und ist immer drübergegangen“, erklärte Hainzl über die Sehnenprobleme des Offensivspielers. Deshalb kam Kreilinger in den letzten Runden nicht mehr zum Einsatz. Hainzl formulierte seinen Wunsch sehr klar: „Das Wichtigste ist, dass er gesund wird.“ Für den Kader gibt es mit Torwart Luca Rautner, der aus Mining gekommen ist, bereits einen Neuzugang, mehr Änderungen wollte Hainzl zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht bewerten.
Typisch für Hainzls Rückblick ist, dass er sich nicht auf ein, zwei Namen beschränkt, obwohl er einzelne Spieler sehr wohl hervorhebt. „Für mich ist das Kollektiv entscheidend“, sagte er und meinte damit genau jene Mischung, die Ranshofen in den vergangenen Monaten getragen hat: erfahrene Spieler, die Verantwortung übernehmen, und junge Kräfte, die nachrücken. Mario Gann und Tom Kreilinger nannte er ausdrücklich als Figuren, die einer Mannschaft Halt geben und „oft den Unterschied“ ausmachen können. Gleichzeitig wollte er auch den Blick nach vorne richten. „Die Jungen, die nachkommen, machen sicher ihren Weg“, sagte Hainzl und hob dabei besonders Marcel Pfeiffer hervor: „Er hat schon reingeschnuppert und wird seinen Weg machen, wenn er weiter so Gas gibt.“ So endet seine Zeit in Ranshofen mit einem klaren Bild: Platz vier, viele ordentliche Auftritte und das Gefühl, dass die starke Phase kein Zufall war. „Oft hat auch das nötige Glück dazugehört, aber das kommt von harter Arbeit“, sagte Hainzl.