Spielberichte

Karl Osterkorn (Trainer Union St. Martin): "Ich hätte sonst aufgehört"

Union St. Martin/I.
USV St. Pantaleon

In der 1. Klasse Süd-West hat Union Woodstock St. Martin im Innkreis mit 7:1 gegen USV St. Pantaleon gewonnen und nach einer heiklen Phase ein kräftiges Lebenszeichen geschickt. Trainer Karl Osterkorn sprach offen vom Druck vor der Partie – und seine Mannschaft lieferte. Nach einem intensiven ersten Durchgang zog St. Martin nach der Pause davon, spielte mutig nach vorne und nutzte die Chancen. Besonders bemerkenswert: Der eingewechselte Karlo Lovrenovic traf spät doppelt – eine Geschichte, die zum Abend passte und den dringend benötigten Befreiungsschlag abrundete.

Zwei Fußballe in Weiß-Orange-Grün

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Frühe Führung, schneller Ausgleich – und nach der Pause der Dammbruch

St. Martin begann mutig und belohnte sich früh: In der 9. Minute stellte Tomas Senft auf 1:0. Der Jubel hielt allerdings nicht lange, denn fünf Minuten später glich Elias Wagner für St. Pantaleon zum 1:1 aus. Die Heimischen blieben dennoch das aktivere Team, hielten das Tempo hoch und gingen noch vor der Pause wieder in Front. In Minute 35 traf Adrian Schönberger zum 2:1, mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel legte St. Martin zu und entschied das Spiel binnen weniger Minuten. Haris Karic erhöhte in der 52. auf 3:1, Josef Kluzak stellte in der 55. auf 4:1, und erneut Senft machte in der 58. das 5:1. Den Schlusspunkt setzte der junge Karlo Lovrenovic mit einem späten Doppelpack (81., 86.) zum klaren 7:1-Endstand.

Osterkorns Ansage und die Antwort der Mannschaft

Vor dem Anpfiff war die Lage klar: „Sollten wir heute nichts machen, ist meine Arbeit in St. Martin beendet. Von mir aus“, sagte Karl Osterkorn. Eine deutliche Botschaft, die im Team offenbar ankam. „Wir sind sehr gut reingestartet, waren von Anfang an überlegen und haben den Ball gut laufen lassen“, erklärte der Trainer. Er sprach von einer kleinen Umstellung und von enormer Aktivität nach vorne. „Läuferisch gewaltig gut, und wir haben sehr schöne Tore herausgespielt. Es hätten zehn werden können – drei, vier Hundertprozentige haben wir leichtfertig vergeben. Großes Lob an die gesamte Mannschaft.“ Aus den vergangenen knappen Niederlagen nahm St. Martin demnach nicht nur Frust, sondern auch Überzeugung mit – und setzte das diesmal in Tore um.

Breite über die Flügel und ein 15-Jähriger im Rampenlicht

Ein Schlüssel lag an diesem Abend auf den Außenbahnen. „Mit den zwei Außenspielern, Daniel Klaffenböck und Adrian Schönberger, haben wir gewaltig aufgezogen, das haben sie nicht in den Griff bekommen“, so Osterkorn. Auch die Jungen mischten kräftig mit. „Schöne Kombinationen waren von unseren jungen Spielern“, betonte der Coach – und hob besonders Karlo Lovrenovic hervor: „Heute habe ich einen Fünfzehnjährigen reingetan, der hat zwei super schöne Tore gemacht und genau das umgesetzt, was ich ihm vorgegeben habe.“ Dass fast alle Offensivräder griffen, zeigte die Torschützenliste: Senft traf doppelt, Schönberger, Haris Karic und Kluzak legten nach – und Lovrenovic machte mit seinem Doppelpack den Abend rund. Dahinter stand eine Mannschaft, die, wie Osterkorn sagte, „sehr willig ist und fleißig arbeitet“.

Fairer Blick auf den Unparteiischen und harter Kampf voraus

Auch heikle Szenen strich der Trainer sportlich. „Er hat keinen Fehler gemacht“, sagte Osterkorn über den Unparteiischen. „Wir hatten ein strittiges Tor, bei ihnen war eines dabei – aber ich mag die Schiris nicht bekritteln. Wenn der Pfiff da ist, ist er da.“ Der Blick geht ohnehin nach vorne. In Runde 20 sammelte St. Martin wichtige Punkte; in der Tabelle steht das Team mit 20 Zählern in der unteren Tabellenhälfte, St. Pantaleon hält bei 6 Punkten.

„Es wird noch ein harter Kampf um den Klassenerhalt“, so Osterkorn, der auf die Trainingsmoral seiner Truppe baut: „Die Mannschaft arbeitet fleißig, da habe ich nichts auszusetzen.“ Der Auftritt gegen St. Pantaleon war ein Schritt in die richtige Richtung – mit Tempo, Druck über die Flügel und der klaren Botschaft, dass dieses Team den Sieg wieder will.

1. Klasse Süd-West: St. Martin : St. Pantaleon - 7:1 (2:1)

  • 86
    Karlo Lovrenovic 7:1
  • 81
    Karlo Lovrenovic 6:1
  • 58
    Tomas Senft 5:1
  • 55
    Josef Kluzak 4:1
  • 52
    Haris Karic 3:1
  • 35
    Adrian Schönberger 2:1
  • 14
    Elias Wagner 1:1
  • 9
    Tomas Senft 1:0