Der ATSV Mattighofen hat in der 1. Klasse Süd-West am 20. Spieltag einen 2:1-Heimsieg gegen den USV TOPFenster Pattigham/Pramet gefeiert. Nach einem 0:1 zur Pause drehte die Hartl-Elf das Match kurz nach Wiederbeginn. Trainer Werner Hartl sprach von einem sehr wichtigen Sieg und hob die Moral seiner Mannschaft hervor. Die Treffer für Mattighofen erzielten Filip Avramovic und Nico Maximilian Kaiser, für die Gäste traf Sergen Yilmaz. Es war ein hartes Stück Arbeit, das am Ende drei Punkte brachte.

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Die ersten Minuten gehörten dem vorsichtigen Abtasten. Werner Hartl schilderte: "Anfangs war es auf beiden Seiten abwartend, aber die erste hochkarätige Chance haben wir vergeben." Kurz darauf folgte die kalte Dusche: In Minute 20 stellte Sergen Yilmaz für die Gäste auf 0:1, zur Halbzeit blieb es bei diesem Resultat. Hartl blieb ehrlich: "Es war ein Riesenabwehrfehler von uns." Nach der Pause kam sein Team mit Schwung zurück. In der 50. Minute fiel der Ausgleich – und zwar genau so, wie es sich der Trainer gewünscht hatte. "Das 1:1 war hervorragend, eine einstudierte Ecke", so Hartl. Dieser Treffer gab spürbar Halt, nur fünf Minuten später legte Mattighofen nach: Nico Maximilian Kaiser drehte die Partie zum 2:1 (55.). "Wir haben uns wieder aufgerafft und gesehen, dass es zum Sieg führen kann", erklärte Hartl den kurzen, aber entscheidenden Turbo seiner Mannschaft.
In der Analyse sparte der Coach nicht mit Anerkennung für seine Truppe. "Die kämpferische Einstellung war hervorragend", betonte Hartl und unterstrich, dass seine Elf nach dem Rückstand drangeblieben ist und sich für den Aufwand belohnt hat. Besonders erwähnen wollte er einen Mann zwischen den Pfosten: "Hervorheben möchte ich unseren Tormann Ivan Avramovic." Namen nennt ein Trainer nicht ohne Grund – Avramovic gab dem Team den nötigen Rückhalt, gerade in Phasen, in denen es nach dem 0:1 eng war. Auch zur Spielleitung gab es eine klare, kurze Einordnung von Hartl: "Strittige Szenen hat es überhaupt nicht gegeben." Insgesamt ein Auftritt, der nicht von Glanz lebte, sondern von Verlässlichkeit, Standardstärke und viel Einsatz – genau das, was in so einem Spiel oft den Ausschlag gibt.
Respekt hatte Hartl auch für den Gegner übrig – und zugleich eine klare Lesart. "Pramet ist eine gute Mannschaft und sie wollten immer nach vorne, aber sie hatten eigentlich kein Konzept, nur mit hohen Bällen", meinte er. Dass Mattighofen dennoch lange einem Rückstand hinterherlief, führte der Trainer auf die eigene Nachlässigkeit zurück: "In der Abwehr müssen wir eigentlich konstant bleiben."
Der 2:1-Sieg wiegt umso schwerer, weil Pattigham/Pramet in der Tabelle mit 41 Punkten auf Rang drei steht, während Mattighofen nach 20 Runden mit 22 Zählern Neunter ist. Für Hartl war es daher, wie er selbst sagte, "ein sehr wichtiger Sieg". Die Richtung ist vorgegeben: Standards nutzen, den Kampf annehmen – und hinten sauberer bleiben. Gelingt diese Konstanz, können solche Arbeitssiege zum Startpunkt für eine stabilere Serie werden.