Spielberichte

Gerald Hainzl (Trainer WSV-ATSV Ranshofen): „Zwei Freistöße waren der Knackpunkt“

WSV-ATSV Ranshofen
Pischelsdorf

In der 1. Klasse Süd-West drehte der WSV-ATSV Ranshofen ein wildes Spiel gegen den FC Genino Pischelsdorf und siegte am Ende klar mit 5:2. Nach 1:2-Pausenrückstand und einer Roten Karte fand die Heimelf in Hälfte zwei die richtige Antwort. Matchwinner war Tom Kreilinger mit drei Treffern, den Schlusspunkt setzte Marcel Nico Pfeiffer. Trainer Gerald Hainzl sprach von einer starken Reaktion seiner Mannschaft und hob besonders zwei Freistöße als entscheidende Momente hervor.

Fußball im Netz mit schöner Lichtstimmung

Image by Daniel Allgyer from Pixabay

Starker Start, bittere Wende: Führung, Eigentor und Rot vor der Pause

Ranshofen kam gut rein und belohnte sich früh. Nach 21 Minuten stellte Samuel Forster auf 1:0, der Plan von Coach Gerald Hainzl schien aufzugehen. „Wir sind normal gut gestartet, sind 1:0 in Führung gegangen. Eigentlich hätten wir zwei- oder dreinull führen können“, sagte der Trainer. Stattdessen kam der Dämpfer: Ein unglückliches Eigentor von Albin Eitzlmair brachte Pischelsdorf in der 37. Minute zurück ins Spiel. Als dann kurz darauf Sebastian Zehr mit Rot vom Platz musste (40.), kippte das Momentum vollends. Noch vor der Pause traf Jonas Renzl für die Gäste zum 1:2 (45.). Hainzl ärgerte sich weniger über die Spielidee als über Details: „Pischelsdorf ist tief gestanden, taktisch sehr gut. Bei langen Bällen hatten wir Schwierigkeiten, da sind auch die Gegentore gefallen.“ Mit dieser Hypothek und einem Mann weniger ging es in die Kabinen.

Kreilinger übernimmt das Kommando: Standards öffnen die Tür

Nach Wiederbeginn präsentierte sich Ranshofen wie ausgewechselt, ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren. Die Hausherren setzten genau dort an, wo sie laut ihrem Trainer stark sind: beim Kollektiv und den Standards. „Die Halbzeitansprache hat gutgetan. Es ist uns entgegengekommen, dass wir ein paar Freistöße hatten, die Tom Kreilinger top ausgenutzt hat“, erklärte Hainzl. Kreilinger glich erst zum 2:2 aus (51.) und legte nur wenige Minuten später das 3:2 nach (58.). Beide Situationen ordnete der Coach klar ein: „Ausschlaggebend waren in der zweiten Halbzeit Toms zwei Standardsituationen, also zwei Freistöße.“ Ranshofen blieb am Drücker, kontrollierte die heiklen Momente trotz Unterzahl und ließ hinten wenig zu. Logische Folge: Kreilinger schnürte in der 75. Minute sogar den Dreierpack zum 4:2 – der Widerstand Pischelsdorfs war gebrochen.

Spätes 5:2, klare Botschaft und ein Blick auf die Tabelle

In der Nachspielzeit setzte Marcel Nico Pfeiffer mit dem 5:2 (90.+2) den Deckel drauf und gab dem Ergebnis die Deutlichkeit, die der zweite Durchgang hergab. Bei allem Jubel verlor Hainzl die kritischen Punkte nicht aus den Augen: „In der ersten Hälfte hatten wir Schwierigkeiten, das haben wir angesprochen. Aber was uns auszeichnet, ist das Kollektiv. Wir halten gewaltig zusammen.“ Zur heiklen Szene vor der Pause meinte er nüchtern: „Die Rote Karte war ein bisschen hart gegen uns. Der Schiedsrichter hat so entschieden, das müssen wir akzeptieren.“ Der Dreier lässt Ranshofen nach 21 Runden mit 40 Punkten als Fünfter oben anklopfen, während Pischelsdorf bei 18 Zählern bleibt. Zum Schluss richtete der Trainer noch ein Versprechen an die Fans: „Wir sind nach einer nicht so guten Halbzeit dezimiert zurückgekommen. Wir wollen die ungeschlagene Serie fortsetzen.“

1. Klasse Süd-West: WSV-ATSV Ranshofen : Pischelsdorf - 5:2 (1:2)

  • 92
    Marcel Nico Pfeiffer 5:2
  • 75
    Tom Kreilinger 4:2
  • 58
    Tom Kreilinger 3:2
  • 51
    Tom Kreilinger 2:2
  • 45
    Jonas Renzl 1:2
  • 37
    Eigentor durch Albin Eitzlmair 1:1
  • 21
    Samuel Forster 1:0