Im Kellerduell der 1. Klasse Süd-West setzte sich die Union auswärts durch: Der TSV Aurolzmünster unterlag der Union Woodstock St. Martin im Innkreis mit 0:2 (0:1). Matchwinner war Tomas Senft mit einem Doppelschlag kurz vor und gleich nach der Pause. Trainer Karl Osterkorn sprach von einem „Sechs-Punkte-Spiel“, in dem seine Elf über weite Strecken kompakt stand und das Geschehen kontrollierte. „Nicht verlieren war verboten“, sagte er, und lobte neben der mannschaftlichen Geschlossenheit auch die Außenbahnen als Schlüssel. Am Ende stand ein verdienter Auswärtssieg, der im engen Tabellenfeld wertvolle Luft nach unten verschafft.

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St. Martin war von Beginn weg organisiert und konzentriert. „Wir sind sehr organisiert und konzentriert ins Spiel gegangen, es war heute ein Sechs-Punkte-Spiel. Nicht verlieren war verboten“, stellte Karl Osterkorn klar. Früh verbuchte seine Mannschaft zwei gute Möglichkeiten und hatte danach mehr vom Spiel. Auch weil die Gäste hinten sicher standen, ließ man kaum etwas zu. Der Lohn kam kurz vor dem Pausenpfiff: In Minute 44 stellte Tomas Senft auf 0:1, zur Halbzeit hieß es 0:1. „Das 1:0 kurz vor der Pause war ein ganz wichtiger Treffer, da haben wir noch mehr Sicherheit bekommen“, so der Trainer. Direkt nach Wiederbeginn legte Senft nach – in der 48. Minute fiel das 0:2. „Gleich nach der Halbzeit haben wir nachgelegt“, freute sich Osterkorn. Danach fand St. Martin noch zwei, drei Hochkaräter vor, ließ sie aber liegen. „Beim 2:0 spielt es sich natürlich leichter“, erklärte er, und seine Elf brachte den Vorsprung kontrolliert über die Zeit.
Den Schlüssel zum Auswärtssieg sah Osterkorn klar auf den Seiten. „Über die Außen waren wir wieder gewaltig gut – Adrian Schönberger und Daniel Klaffenböck sind gescheit marschiert. Das war der Schlüssel“, betonte er. Weil der Platz in Aurolzmünster hart und unruhig war, arbeiteten beide Teams viel mit weiten Bällen. „Der Platz war nicht gut, sehr hart, da haben beide viel mit weiten Bällen gespielt. Vorne mussten unsere zwei Mann eine gewaltige Laufleistung bringen“, schilderte der Coach. In der Zentrale setzten die Innviertler immer wieder Nadelstiche, ohne die Ordnung zu verlieren. „Wir haben hinten fast nichts zugelassen“, sagte Osterkorn. Nur einmal musste Keeper Benedikt Moser ernsthaft zupacken. „Unser Goalie Benedikt Moser musste einen gefährlichen Ball halten, sonst hatten wir hinten eigentlich nichts“, so der Trainer. Vorne profitierte Doppeltorschütze Tomas Senft von starken Zuspielen von außen: „Er ist in guter Form und hat die Bälle schön verwertet.“
„Unsere größte Stärke heute war die Kompaktheit“, fasste Osterkorn zusammen. Verbesserungspotenzial sieht er dennoch: „Wenn wir durch die Mitte spielen, schleichen sich manchmal leichtfertige Fehler ein. Daran arbeiten wir.“ Den Gegner hatte der Trainer etwas stärker erwartet, trotzdem blieb der Ton respektvoll: „Wir hatten sie über neunzig Minuten gut im Griff.“ Es gab ein paar härtere Fouls gegen die flinken Außen, insgesamt blieb es aber fair – auch, weil der Unparteiische eine ruhige Hand bewies. „Großes Lob an den Schiri: sehr korrekt, geradlinig und beruhigend“, sagte Osterkorn. In der Tabelle steht St. Martin nach 21 Runden bei 23 Punkten vor Aurolzmünster (21) und verschafft sich wichtige Luft nach unten. „Wir sind wieder kompakter geworden, mehr Sicherheit ist drin. Wir freuen uns auf das nächste Spiel in Ranshofen und schauen, was rauskommt“, blickt der Coach zuversichtlich nach vorne.