Zum Saisonauftakt der 1. Klasse Süd-West hat die Union Aspach-Wildenau beim UFC Burgkirchen einen 5:2-Auswärtssieg geholt. Obmann Florian Naderlinger sprach danach von einer über weite Strecken spielbestimmenden Leistung und sah vor allem das 3:1 kurz nach der Pause als Schlüssel. Nach einer starken Offensive und zwei späten Kontertoren war der gelungene Saisonstart für den Aufsteiger zugleich ein wichtiger erster Standortcheck.

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Florian Naderlinger beschrieb den Beginn als Phase, in der sich beide Mannschaften erst einmal sortierten. "Nach den ersten zehn Minuten, in denen sich beide Mannschaften abgetastet haben, haben wir das Kommando übernommen", sagte der Obmann. Genau danach nahm das Spiel für die Gäste auch Fahrt auf: Peter Ürmös brachte Union Aspach-Wildenau in der 14. Minute mit 1:0 in Führung, Marek Novak legte in der 35. Minute das 2:0 nach. Ganz ruhig wurde die erste Hälfte damit aber nicht zu Ende gespielt, weil Marco Brünner für UFC Burgkirchen in der 39. Minute auf 1:2 verkürzte. So ging es mit einem knappen Vorsprung in die Pause, obwohl Union Aspach-Wildenau laut Naderlinger schon bis dahin die aktivere und offensiv bessere Mannschaft war.
Direkt nach dem Seitenwechsel setzte Union Aspach-Wildenau dort an, wo die Mannschaft vor der Pause aufgehört hatte. In der 52. Minute traf Marek Novak zum 3:1 und schnürte damit seinen Doppelpack. Für Naderlinger war genau dieser Treffer der Moment, der das Spiel klar in die Richtung von Union Aspach-Wildenau schob. "Das 3:1 war der Schlüssel zum Erfolg", sagte er nach dem Schlusspfiff. Ganz erledigt war die Partie damit zwar noch nicht, weil ein Eigentor von Raphael Sinnegger in der 68. Minute UFC Burgkirchen auf 2:3 heranbrachte. Union Aspach-Wildenau ließ sich davon aber nicht mehr aus der Bahn bringen. Alexander Karl Hittmair stellte in der 81. Minute auf 4:2, ehe Peter Ürmös in der 86. Minute mit seinem zweiten Treffer den 5:2-Endstand fixierte. Naderlinger sprach dabei von "zwei schönen Kontertoren", mit denen seine Mannschaft den Vorsprung noch ausbauen konnte.
In seiner Analyse kam Naderlinger immer wieder auf denselben Punkt zurück: Union Aspach-Wildenau war für ihn vor allem in der Offensive das klar stärkere Team. "Wir waren über die gesamte Spielzeit die eher spielbestimmende Mannschaft und haben unseren Gegner vor allem offensiv sehr klar beherrscht", sagte er. Dazu passte auch seine Einschätzung, dass defensiv nur wenig zugelassen wurde. Gleichzeitig machte der Funktionär deutlich, dass es kein lockerer Auftakt war. "Es war eine sehr intensive und kampfbetonte Partie", erklärte Naderlinger, der UFC Burgkirchen wie erwartet als schwierigen Gegner erlebt hat. Gerade deshalb wog für ihn schwer, dass Union Aspach-Wildenau nach eigener Wahrnehmung im Angriff so deutlich überlegen war. "Wir waren schon etwas überrascht, dass wir offensiv gegen diesen Gegner so präsent sein konnten", sagte er. Auch zur Leitung der Partie fand er nüchterne Worte und meinte, der Schiedsrichter habe das schnelle und intensive Spiel "relativ gut im Griff gehabt".
Weil es der erste Auftritt der neuen Saison war, hatte der Freitagabend für die Union Aspach-Wildenau noch eine zweite Ebene. Naderlinger sprach offen darüber, dass die Einordnung der eigenen Mannschaft vor dem Start nicht ganz einfach gewesen sei. "Wir sind sehr froh und erleichtert, dass wir erfolgreich in die Saison gestartet sind", sagte er. Ebenso klar schob er nach, dass eine erste Runde noch keine endgültigen Antworten liefert. "Es war für uns im Vorfeld schwierig einzuschätzen, wo wir ungefähr stehen und wie das Niveau in der 1. Klasse ist", erklärte Naderlinger. Genau deshalb sei der 5:2-Erfolg so wertvoll gewesen, weil der Aufsteiger damit sofort gesehen habe, "dass wir hier, wie es ausschaut, mithalten können". Ganz am Ende wurde es noch einmal unruhig, als Samim Amiri in der Nachspielzeit die Rote Karte sah, am klaren Auswärtssieg der Union änderte das aber nichts mehr.