Zum Saisonauftakt der 1. Klasse Süd-West musste sich der ATSV Mattighofen bei der Union order4you Mehrnbach mit 0:2 geschlagen geben. Die Entscheidung fiel schon vor der Pause, doch Trainer Werner Hartl sah den Auftritt seiner Mannschaft nicht als klare Unterlegenheit. Für ihn lag der Knackpunkt in vergebenen Chancen auf der einen und zwei folgenschweren Fehlern auf der anderen Seite. Genau das erklärte aus seiner Sicht auch die Niederlage.

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Werner Hartl beschrieb den Beginn aus seiner Sicht deutlich: "Das Spiel hat sich von Anfang an sehr gut entwickelt auf unserer Seite." Gerade deshalb wog das Ergebnis für ATSV Mattighofen aus Sicht des Trainers schwer. Denn nach seinen Worten ließ seine Mannschaft früh einiges liegen. "Wir haben es leider versäumt, mit vier, fünf Hochkarätern ein Tor zu machen", sagte Hartl. Statt selbst in Führung zu gehen, geriet ATSV Mattighofen in Rückstand. In der 21. Minute traf Felix Aichinger zum 1:0 für Union order4you Mehrnbach. Hartl sah darin einen klaren Fehler der eigenen Mannschaft: "Das erste Tor war ein Querschläger von unserer Seite in die Mitte, direkt zum Gegner, der sich nur noch bedanken musste." Auch vor dem zweiten Treffer sprach der Trainer von einer Szene, die man aus seiner Sicht hätte verhindern können. In der 35. Minute erhöhte Sebastian Weiermann auf 2:0. "Das zweite war ein Elfmeter, den man auch hätte verhindern können", sagte Hartl. Damit stand es schon zur Pause 2:0 für Union Mehrnbach.
Nach dem Seitenwechsel blieb für ATSV Mattighofen genau jener Punkt offen, den Werner Hartl schon als Hauptproblem nannte. "Das Umschalten und einfach das Tor zu machen", führte er aus, als er gefragt wurde, was nicht wie gewünscht funktioniert habe. Der Trainer ging in seiner Einschätzung sogar noch einen Schritt weiter und sagte: "Wir waren über neunzig Minuten eigentlich die bestimmende Mannschaft, aber haben es nicht geschafft, das in ein Tor umzumünzen." Gleichzeitig sprach Hartl Union Mehrnbach aber auch eine gute zweite Halbzeit zu. "Der Gegner war in der zweiten Halbzeit sehr zweikampfstark, hat gut verteidigt und ist dann auch noch zu zwei, drei guten Möglichkeiten gekommen", meinte er. Damit war das Bild aus seiner Sicht klar umrissen: ATSV Mattighofen hatte seine Phasen und seinen Anteil am Spiel, Union Mehrnbach blieb aber hinten stabil und verteidigte den Vorsprung konsequent bis zum Ende.
Diskussionsstoff abseits des Ergebnisses sah Werner Hartl nach dem Schlusspfiff keinen. Er sprach von einer "fairen, wirklich hochklassigen Partie" und stellte auch dem Unparteiischen ein ordentliches Zeugnis aus: "Die Leistung von Schiedsrichter Dallinger war in Ordnung." Am Ende brachte der Trainer den Unterschied zwischen den beiden Mannschaften mit einem einfachen Satz auf den Punkt, der dieses 0:2 sehr treffend erklärt: "Der Unterschied lag daran, dass der Gegner die Tore machte und wir nicht." Mehr war aus seiner Sicht nicht nötig, um den Sonntagnachmittag einzuordnen. Daran änderte auch die Rote Karte gegen Musa Ahmetovic tief in der Nachspielzeit nichts. Für den ATSV Mattighofen steht nach der ersten Runde damit vor allem die Erkenntnis, dass gute Phasen und ein ordentlicher Auftritt nicht reichen, wenn vorne die Chancen ungenutzt bleiben und hinten zwei Fehler sofort bestraft werden.