In der 1. Klasse Süd-West ist die Union Woodstock St. Martin/I. mit einer 1:4-Niederlage bei der TSU Mitterbauer Handenberg in die neue Saison gestartet. Für zusätzliche Brisanz sorgte die Lage abseits des Rasens: Karl Osterkorn stand für eine sportliche Analyse der Partie nicht mehr als Trainer zur Verfügung, weil er seine Tätigkeit bereits am Donnerstag beendet hatte. Seine letzten Worte zur Vorbereitung passen trotzdem auffallend gut zu diesem Auftakt.

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Für Union Woodstock St. Martin im Innkreis begann die Partie mit einem frühen Rückschlag. Bereits in der 1. Minute brachte ein Eigentor von Vlado Zuparic die Gastgeber in Führung. Die Gäste konnten diesen Fehlstart aber zunächst korrigieren, als Adis Karic in der 16. Minute auf 1:1 stellte und den Spielstand wieder ausglich. Dieses Ergebnis hielt bis zur 31. Minute, ehe Emir Softic die TSU Mitterbauer Handenberg erneut nach vorne brachte. Mit dem 2:1 ging es auch in die Pause. Bis zum Ende offen blieb das Resultat danach allerdings nicht, weil die Heimmannschaft in der Schlussphase noch nachlegte: Milos Bilic traf in der 79. Minute zum 3:1, Marcel Krammer setzte in der Nachspielzeit mit dem 4:1 den Schlusspunkt.
Schon vor diesem Saisonauftakt war die Situation bei Union Woodstock St. Martin im Innkreis allerdings ungewöhnlich. Karl Osterkorn machte im Gespräch klar, dass er für eine klassische Spielanalyse gar nicht mehr als verantwortlicher Trainer zur Verfügung steht, weil seine Zeit beim Verein bereits wenige Tage zuvor zu Ende gegangen war. „Seit Donnerstag haben wir das letzte Training gehabt, das Abschlusstraining, und da habe ich meine Trainertätigkeit zurückgelegt“, sagte er. Die Gründe sprach er offen an und nannte dabei vor allem die Vorbereitung auf die neue Saison: „Es waren zu wenig Spieler im Training, zu viel Urlaub und zu wenig Vorbereitung für die neue Meisterschaft.“ Auf die Frage nach einem Nachfolger konnte Osterkorn nur knapp sagen: „Ich glaube, das ist noch offen.“
Trotz seines Rückzugs wollte Karl Osterkorn den letzten Monaten bei Union Woodstock St. Martin im Innkreis ausdrücklich auch etwas Positives abgewinnen. „Wir haben vom Frühjahr weg gut gearbeitet“, betonte er und verwies darauf, dass die Mannschaft in den vergangenen zwölf Spielen nur zwei Niederlagen hinnehmen musste. Gerade deshalb fiel seine Mahnung umso klarer aus, weil für ihn der Übergang in die neue Meisterschaft eben nicht automatisch gelungen ist. „Für die neue Meisterschaft muss man fest nacharbeiten, weil es nicht automatisch weitergeht“, sagte Osterkorn. Dazu kam noch ein zweiter Satz, der nach diesem 1:4 besonders hängen bleibt: „Das haben die Spieler ein bisschen zu wenig verstanden, und viele haben es ein bisschen zu locker genommen.“ Viel direkter lässt sich die Problemlage rund um diesen Fehlstart kaum zusammenfassen.
Für die Union St. Martin ist der Start in die neue Saison damit in zweierlei Hinsicht misslungen. Sportlich steht nach Runde eins eine klare 1:4-Auswärtsniederlage, und auch rund um die Mannschaft ist nach dem Rücktritt von Karl Osterkorn noch nicht alles geklärt. Die TSU Handenberg hat sich mit dem Heimsieg gleich drei Punkte gesichert, während die Union zunächst ohne Zähler dasteht. Noch wichtiger als der Tabellenstand nach einem Spieltag ist für die Gäste aber die Frage, wie der Übergang nach dem Trainerabgang nun gelöst wird. Osterkorns Abschiedsworte lassen jedenfalls keinen Zweifel daran, wo er die Hauptursache für den schwierigen Auftakt gesehen hat.