Spielberichte

„Wir waren von der ersten Minute an präsent“ – TSV Aurolzmünster nimmt das Derby mit

Union St. Martin/I.
TSV Aurolzmünster

In der 1. Klasse Süd-West hat die Union Woodstock St. Martin/I. das Derby gegen den TSV Aurolzmünster mit 1:2 verloren. Für Co-Trainer Markus Liederer war vor allem der Auftritt seiner Mannschaft der Schlüssel: früh in Führung, über weite Strecken voll da und in den Zweikämpfen konsequent. Auch nach dem schnellen Ausgleich direkt nach der Pause ließ sich Aurolzmünster nicht aus dem Konzept bringen und nahm drei Punkte mit.

Torhüter mit Dress in Rot-Weißer im Tor

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Frühes Tor, Ausgleich, schnelle Antwort

Der Grundstein für den Auswärtssieg war früh gelegt. Schon in der 6. Minute brachte Maximilian Fellner die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau dieses Tor hob Liederer nach dem Spiel besonders hervor. „Natürlich hat uns das frühe 1:0 gleich in eine gute Richtung gelenkt“, sagte der Co-Trainer. Bis zur Pause hielt Aurolzmünster diesen Vorsprung, ehe St. Martin unmittelbar nach dem Seitenwechsel zurückkam und durch Josef Kluzak in der 47. Minute zum 1:1 ausglich. Dass die Partie danach nicht kippte, sondern wieder in Richtung der Gäste lief, war aus Sicht Liederers einer der entscheidenden Punkte des Nachmittags. In der 65. Minute stellte Thomas Fellner auf 2:1, und genau dieses Tor war für ihn der Moment, in dem seine Mannschaft das Spiel wieder an sich zog. „Mit dem 2:1 hatten wir das Momentum auf unserer Seite. Da haben wir gespürt, dass wir das Spiel nicht mehr aus der Hand geben wollen“, beschrieb Liederer jene Phase.

Derby über Zweikämpfe und zweite Bälle gewonnen

Dass Aurolzmünster dieses Derby für sich entschied, erklärte Liederer weniger mit Einzelaktionen als mit der Art, wie seine Mannschaft die Partie annahm. Er sprach von einem „sehr intensiven, kampfbetonten, laufintensiven Derby“ und sah sein Team von Beginn an voll im Spiel. „Wir waren von der ersten Minute an sehr präsent, haben uns in jeden Zweikampf geschmissen und waren sehr laufbereit“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht, dass die Gäste „jeden Zweikampf gewinnen“ und „jeden Ball gewinnen“ wollten. Gerade bei den zweiten Bällen habe seine Mannschaft viel richtig gemacht, und genau das passte zu dem Bild, das Liederer von dieser Begegnung zeichnete. Es ging in dieser Partie nicht darum, einen einzelnen Spieler herauszuheben, sondern darum, dass die gesamte Mannschaft bereit war, „alles am Platz zu lassen, um den Sieg einzufahren“. Für den Co-Trainer war dieser Auftritt deshalb „sehr, sehr spielentscheidend“.

St. Martin blieb im Spiel, die Entscheidung fiel nicht früh genug

Ganz ohne heikle Phase verlief die Partie für Aurolzmünster trotzdem nicht. Nach dem 1:1 blieb St. Martin im Spiel, und auch nach dem neuerlichen Rückstand fand der Gastgeber laut Liederer noch „die eine oder andere Chance“ vor. Vor allem bei Standards nahm er die Heimischen als gefährlich wahr. „St. Martin ist spielerisch eine sehr kompakte und gute Mannschaft“, sagte der Aurolzmünster-Co-Trainer, der den Gegner insgesamt sehr positiv beurteilte. Gerade deshalb ordnete er den Auswärtssieg auch als hart erarbeitet ein und nicht als Selbstläufer. Gleichzeitig sah er bei seinem eigenen Team noch einen Bereich, in dem mehr möglich gewesen wäre. „Wenn wir die Konter fertig spielen, können wir das Spiel früher entscheiden“, meinte Liederer. Genau dort setzte er auch seine Kritik an: nach vorne noch zielstrebiger werden, Ballgewinne besser ausspielen und aus guten Situationen mehr machen. Der Sieg stand am Ende, aber erledigt war die Sache lange nicht, weil St. Martin bis zum Schluss gefährlich blieb.

Viel Lob für die Mannschaft und ein klarer Blick nach vorne

Nach dem Abpfiff legte Liederer großen Wert darauf, den Erfolg als Mannschaftsleistung einzuordnen. „Pauschal ein Lob an die gesamte Mannschaft. Da kann man keinen herausheben“, sagte er und verwies darauf, dass der Matchplan des Trainerteams samt „leichten taktischen Änderungen zum letzten Spiel“ von der Mannschaft „zu hundert Prozent umgesetzt“ worden sei. Auch das erklärt, warum der TSV Aurolzmünster in diesem Derby so geschlossen wirkte und nach dem Ausgleich nicht auseinanderfiel. Trotz des Erfolgs blieb der Co-Trainer in seiner Bewertung nüchtern. „Die Saison ist noch jung. Da ist definitiv noch Luft nach oben“, sagte er. Zum Gesamtbild des Nachmittags passte für ihn außerdem, dass es „in Summe ein sehr faires, intensives Derby“ gewesen sei. Selbst die wenigen strittigen Situationen, darunter eine nicht gegebene Elfmeterszene in der Schlussphase, änderten für ihn nichts an dieser Einschätzung. Für Aurolzmünster bleiben damit drei Punkte, ein Derby-Sieg und das Gefühl, dass diesmal Präsenz, Laufbereitschaft und die Antwort auf den Ausgleich den Unterschied gemacht haben.

1. Klasse Süd-West: St. Martin : Aurolzmün. - 1:2 (0:1)

  • 65
    Thomas Fellner 1:2
  • 47
    Josef Kluzak 1:1
  • 6
    Maximilian Fellner 0:1