In Runde zwei der 1. Klasse Süd-West musste sich der UFC Lasco Lochen gegen die Union order4you Mehrnbach mit 0:2 geschlagen geben. Trainer Peter Richter machte direkt nach dem Schlusspfiff vor allem die verpatzte Anfangsphase als Hauptgrund aus. Lochen fand laut seinem Coach nie richtig in die Partie, geriet nach einem Standard in Rückstand und blieb auch nach der Pause trotz mehr Ballbesitz zu harmlos. Darum sprach Richter von einem gebrauchten Tag, an dem der Sieg der Gäste für ihn völlig in Ordnung ging.

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Richter machte keinen Versuch, die Niederlage schönzureden. „Wir sind die ersten zwanzig Minuten gar nicht ins Spiel gekommen“, sagte der Trainer der Gastgeber und legte damit den Finger gleich auf den entscheidenden Punkt. Lochen brachte den eigenen Plan laut Richter von Beginn an nicht auf den Platz, war nicht frisch genug und auch nicht gallig genug in den Zweikämpfen. Zwar kamen die Hausherren nach gut zwanzig Minuten etwas besser hinein, viel Ertrag brachte das aber nicht. Mehr als eine kleine Torchance sprang vor der Pause nicht heraus. In der 31. Minute nutzte Mehrnbach dann einen Eckball, Sebastian Weiermann traf zum 0:1. Für Richter war genau dieser Standard ein Knackpunkt, weil seine Mannschaft die Szene im Strafraum nicht klären konnte.
Nach dem Seitenwechsel hatte Lochen zwar mehr Ballbesitz, doch daraus entstand zu wenig Gefahr. Richter formulierte es deutlich: „Wir waren dann auch nicht zwingend.“ Gerade im letzten Drittel sei seine Mannschaft „ganz schlecht“ gewesen, auch die Ballsicherheit und das Lösen enger Situationen hätten gefehlt. So blieb Mehrnbach die reifere Mannschaft. In der 63. Minute spielten die Gäste einen Angriff sauber zu Ende, Felix Aichinger stellte auf 0:2 und bestrafte damit genau das, was Richter bei seinem Team vermisste. „Das zweite Tor haben sie wirklich sehr, sehr gut rausgespielt“, sagte der Lochen-Coach. Diese Effektivität habe den Unterschied ausgemacht, weil seine Elf ähnliche Situationen nicht annähernd so gut zu Ende brachte.
Auch nach dem zweiten Gegentor gab sich Lochen nicht völlig auf. Richter hielt seiner Mannschaft zugute, dass sie es „trotzdem immer wieder versucht“ habe, vor allem nach der Pause und später auch noch in Unterzahl. Ab der 73. Minute mussten die Gastgeber nach der Roten Karte für Dominik Moser mit einem Mann weniger auskommen, an der Richtung des Spiels änderte das aus Richters Sicht aber nichts mehr. „Es gibt so Spiele, da weiß man, da wird nichts mehr passieren“, sagte er. Gleichzeitig hob er hervor, warum Mehrnbach in dieser Partie so schwer zu knacken war. Die Gäste standen kompakt, ließen ganz wenig zu, arbeiteten stark als Kollektiv und brachten laut Richter auch „eine gewisse Lautstärke auf den Platz“.
Dass der Sieg der Gäste verdient war, stellte Richter am Ende ohne jede Ausrede fest. „Infolgedessen geht der Sieg voll in Ordnung und war auch völlig verdient“, sagte er, nachdem er die eigene Leistung schonungslos eingeordnet hatte. Verloren habe der UFC Lochen das Spiel für ihn schon sehr früh, weil der Matchplan „nach fünf Minuten überhaupt nicht aufgegangen ist“. Zur Roten Karte sagte der Trainer, sie sei eine Tatsachenentscheidung und nicht spielentscheidend gewesen. Nach zwei Runden hält der UFC damit bei drei Punkten, die Union Mehrnbach bei sechs. Für Richter ist nun entscheidend, dass seine Mannschaft wieder dorthin kommt, „wo wir schon mal waren“.