In der 1. Klasse Süd-West trennten sich die Union Aspach-Wildenau und die SPG Stampfl-Bau Ostermiething Juniors/Tarsdorf im Duell zweier Aufsteiger torlos. Neo-Trainer Tobias Mösenbichler sah eine Partie, die in beide Richtungen hätte kippen können, am Ende aber keinen Sieger fand. Weil seine Mannschaft kämpferisch zulegte, im Spiel mit Ball aber noch Luft nach oben hatte und vorne die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen ließ, sprach er von einem gerechten Unentschieden.

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Wer auf einen offenen Nachmittag mit vielen Treffern gehofft hatte, ging in Aspach zwar ohne Torjubel heim, ganz ereignisarm war die Partie aus Sicht von Tobias Mösenbichler aber keineswegs. Schon zur Pause stand es 0:0, und auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Ergebnis nichts mehr. Der Trainer der Gäste sah trotzdem ein Spiel, in dem beide Mannschaften zu ihren Möglichkeiten kamen und in den entscheidenden Phasen jeweils hätten zuschlagen können. „Beide Mannschaften haben Torchancen gehabt, um Tore zu erzielen. Wir haben sie nicht genutzt, der Gegner auch nicht. Es kann auf diese und auf die andere Seite kippen. Ich finde, es ist ein gerechtes 0:0“, sagte Mösenbichler. Ganz ohne Einordnung ließ er die Partie aber nicht stehen, denn aus seiner Sicht waren die Gastgeber dem Sieg ein Stück näher. „Näher am Sieg war meiner Meinung nach Aspach, weil sie die klareren Chancen gehabt haben und auch zwei, drei Chancen mehr“, meinte der Trainer nach den 90 Minuten.
Dass die Spielgemeinschaft den Punkt trotzdem nicht nur verwaltete, sondern selbst die Chance auf mehr hatte, hob Mösenbichler ausdrücklich hervor. Vor allem Mitte der zweiten Halbzeit und dann noch einmal in der Schlussphase sah er zwei, drei Möglichkeiten, mit denen seine Mannschaft das Spiel auf ihre Seite hätte ziehen können. Genau dort setzte auch seine wichtigste Erklärung für das torlose Remis an. „Gefehlt hat einfach die Kaltschnäuzigkeit vorm Tor. Wenn wir die Tore machen, gewinnen wir das Spiel“, sagte er. Gleichzeitig blieb er in seiner Bewertung bewusst fair und schob nach, dass derselbe Satz auch für den Gegner gegolten habe. Dass hinten trotzdem die Null stand, war für ihn ebenfalls ein entscheidender Punkt. Den eigenen Tormann hob Mösenbichler hervor, weil er seine Mannschaft mit starken Paraden im Spiel hielt und damit die Grundlage für das 0:0 legte.
Besonders zufrieden war der neue Trainer diesmal mit der Haltung seiner Mannschaft. Nach dem ersten Spieltag habe genau diese kämpferische Mentalität noch gefehlt, nun sei sie deutlich besser zu sehen gewesen. „Wir haben unter der Woche daran gearbeitet, dass wir am Spieltag als Mannschaft auftreten, und das war besonders gut“, sagte Mösenbichler. Weniger gefallen hat ihm dagegen das Spiel mit dem Ball. „Da waren wenig spielerische Aktionen dabei. Wir haben weitestgehend mit hohen Bällen gespielt, da müssen wir unter der Woche noch mehr reinbringen.“ Auch den Gegner beschrieb er als unangenehm zu bespielen, weil die Union Aspach-Wildenau einen starken Sechser, gute offensive Qualität, Tempo in der letzten Linie und körperliche Stärke habe. Vor allem das schnelle Umschalten nach Ballgewinn nannte er als Waffe des Mit-Aufsteigers, die seine Mannschaft aber über weite Strecken ordentlich wegverteidigt habe. Mit dem Rahmen der Partie war Mösenbichler ebenfalls einverstanden: Strittige Szenen habe es kaum gegeben, Schiedsrichter Bebic sei „gut, solide und unauffällig“ gewesen. Nach zwei Runden steht seine Mannschaft nun bei zwei Unentschieden und damit bei zwei Punkten. Für den dritten Spieltag formulierte der Trainer den nächsten Schritt klar: „Jetzt sollte schon der erste Sieg her.“