In der 1. Klasse Süd-West hat die Union Woodstock St. Martin/I. gegen den FC NGEN Pischelsdorf trotz 1:0-Führung mit 1:3 verloren. Neo-Trainer Halil Durmaz sah einen guten Start seiner Mannschaft, dann einen kurzen Wackler nach dem Rückstand, am Ende aber eine klare Steigerung. Vor allem nach der Pause hatte Pischelsdorf mehr vom Spiel und holte sich laut Durmaz den ersten Dreier völlig verdient.

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Der Nachmittag begann für die Gäste trotzdem nicht nach Wunsch. „Wir haben eigentlich gut gestartet und hätten auch gleich ein Tor machen können“, sagte Durmaz. Pischelsdorf ließ diese frühe Möglichkeit liegen und geriet dann mit der ersten echten Aktion der Gastgeber im eigenen Strafraum in Rückstand. In der 14. Minute brachte Adis Karic St. Martin mit 1:0 in Führung. Genau diese Phase sprach der Trainer offen an: „Dann haben wir eine kurze Phase gehabt, in der wir ein bisschen geschwommen sind.“ Durmaz meinte sogar, dass St. Martin in dieser Zeit das 2:0 hätte nachlegen können. Stattdessen blieb seine Mannschaft dran und kam in der 38. Minute durch einen Elfmeter von Jonas Renzl zum 1:1.
Mit dem Ausgleich war die Partie aus Sicht der Gäste wieder offen, und Durmaz hatte schon vor der Pause das Gefühl, dass noch mehr möglich gewesen wäre. „Wir hätten dann auch in 2:1-Führung gehen können“, sagte er. Nach dem Seitenwechsel sah der Pischelsdorf-Coach seine Mannschaft dann klar im Vorteil. „In der zweiten Halbzeit waren wir klar überlegen, der Sieg war völlig in Ordnung.“ Wichtig war für ihn dabei weniger ein einzelner Moment als die Haltung seiner Elf. „Wir geben Gas, egal wie der Spielstand ist, wir geben nicht auf und gehen jedem Ball nach.“ Das 2:1 in der 55. Minute fiel erneut durch Jonas Renzl per Elfmeter, und genau dieses Tor kam laut Durmaz „zum richtigen Zeitpunkt“.
Dass Pischelsdorf das Spiel noch komplett auf seine Seite zog, erklärte Durmaz auch mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft Fußball spielte. „Das Spielerische war heute sehr gut. Wir haben die Lösungen durchs Spielen gesucht und nicht durch die weiten Bälle“, sagte er. Ganz verzichten wollte er auf lange Bälle nicht, aber eben nur dann, wenn sie wirklich Sinn machten. Auch auf den Gegner war seine Mannschaft eingestellt. „Wir haben damit gerechnet, dass viele lange Bälle kommen, und so war es auch.“ Nach dem 2:1 blieb Pischelsdorf am Drücker, verteidigte diese Situationen laut Trainer gut weg und brachte St. Martin damit zunehmend in Schwierigkeiten.
In der Schlussphase fiel dann auch noch das 1:3, mit dem Elmir Bektic in der 79. Minute endgültig für klare Verhältnisse sorgte. Durmaz formulierte es schlicht: „Das 3:1 hat den Deckel draufgegeben, und auch das war zum richtigen Zeitpunkt.“ Danach richtete der neue Trainer den Blick nicht nur auf den Sonntagnachmittag, sondern auf die ersten Wochen der Saison insgesamt. „Das war schon lange fällig“, sagte er über den ersten Dreier und verteilte ein klares Lob an seine Mannschaft: „Ich möchte wirklich alle einzeln hervorheben, weil sich jeder reinhaut und alles gibt.“ Mit nun fünf Punkten aus vier Runden soll dieser Sieg für den FC Pischelsdorf kein Ausreißer bleiben.