Spielberichte

"Uns hat ein bisschen die Ruhe gefehlt" – ATSV Mattighofen lässt Heimsieg liegen

ATSV Mattighofen
Aspach/Wildenau

In der 1. Klasse Süd-West hat sich der ATSV Mattighofen gegen die Union Aspach-Wildenau mit einem 2:2-Unentschieden begnügen müssen. Nach einer Partie mit hohem Tempo, wechselnder Führung und einer druckvollen Schlussphase der Gastgeber blieb vor allem ein Eindruck hängen: "Uns hat ein bisschen die Ruhe gefehlt", sagte Co-Trainer Bojan Dordevic nach einem Sonntagnachmittag, an dem für Mattighofen auch mehr drin war.

Schuhe mit Tornetz

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Mattighofen antwortet, Aspach/Wildenau bleibt dran

Dass am Ende ein Remis stand, passte zum Spielverlauf. Mattighofen legte in einer intensiven Partie zunächst vor und ging in der 28. Minute durch Ilija Ivic mit 1:0 in Führung. Der Aufsteiger blieb aber im Spiel und kam noch vor der Pause zurück, als Hannes Maier in der 44. Minute zum 1:1 traf. Nach dem Seitenwechsel drehte Aspach/Wildenau die Partie sogar, Marek Novak stellte in der 65. Minute auf 1:2. Lange brauchte Mattighofen auf die Antwort jedoch nicht. Schon sechs Minuten später glich Filip Avramovic zum 2:2 aus. Danach blieb die Partie offen, in der Schlussphase hatte nach Dordevic Eindruck aber vor allem Mattighofen mehr vom Spiel und drückte noch auf das 3:2.

Viel Tempo, gute Chancen – und in den entscheidenden Momenten fehlt Ruhe

Der Co-Trainer beschrieb die 90 Minuten als laufintensives und offenes Spiel. "Das Spiel war sehr gut, mit sehr hohem Tempo. Beide Mannschaften wollten die drei Punkte, jeder hat gekämpft und jeder hat sein Bestes gegeben", sagte Dordevic. Dass Mattighofen den Sieg am Ende nicht mehr ziehen konnte, erklärte er nicht mit fehlendem Willen, sondern mit kleinen Mängeln in den entscheidenden Momenten. "Uns hat ein bisschen mehr Ruhe gefehlt", meinte er. Das habe man hinten gemerkt, wo Mattighofen laut Dordevic nicht stabil genug war, und auch vorne, wo aus mehreren guten Möglichkeiten nicht mehr als zwei Tore wurden. "Beide Mannschaften hätten genug Chancen gehabt, um das Spiel zu gewinnen", sagte er deshalb auch, und genau das machte diese Partie aus seiner Sicht so ausgeglichen.

Punkt, mit dem Mattighofen leben kann

Vor allem in den vorderen Reihen und im Mittelfeld war Dordevic mit seiner Mannschaft dennoch einverstanden. "Wir haben vorne und im Mittelfeld ganz gut funktioniert mit ball aber ohne ball war das noch nicht so wie wir es uns vorschtellen", sagte der Co-Trainer, der zugleich auf die personelle Lage verwies. Einige verletzte und fehlende Spieler hätten Mattighofen gerade im Defensivbereich geschwächt, deshalb wertete er den Punkt auch im größeren Zusammenhang positiv. "Die Jungs haben gute Arbeit gemacht und alles gegeben", so Dordevic. Ebenso ordentlich fiel sein Urteil über den Gegner aus. Aspach/Wildenau sei "bissig" aufgetreten, habe attackiert und klar gezeigt, dass die Mannschaft sich in der Liga beweisen wolle. Für Dordevic hat der Gegner "den Test gut bestanden".

Noch im Aufbau, aber auf einem brauchbaren Weg

Darüber hinaus ordnet der Co-Trainer das 2:2 in einen Prozess ein, der in Mattighofen noch nicht abgeschlossen ist. "Wir sind in einer Phase, in der wir die Mannschaft zusammenbinden wollen und die besten elf herausbringen wollen", erklärte er. Dafür brauche es noch ein wenig Zeit, vielleicht "eine Woche oder zwei", dann werde sich deutlicher zeigen, wohin der Weg führt. Nach vier Runden hält der ATSV Mattighofen bei fünf Punkten, genauso wie die Union Aspach/Wildenau. Deshalb überwog nach dem Remis keine Enttäuschung, auch wenn in der Schlussphase der Heimsieg möglich schien. Dordevic brachte es auf eine einfache Formel: "Daheim zählt nur der Sieg, aber beim 2:2 gestern müssen wir zufrieden sein."

1. Klasse Süd-West: ATSV Mattighofen : Aspach/Wild. - 2:2 (1:1)

  • 71
    Filip Avramovic 2:2
  • 65
    Marek Novak 1:2
  • 44
    Hannes Maier 1:1
  • 28
    Ilija Ivic 1:0