In der 1. Klasse Süd-West hat UFC Riegerting am Sonntag ein umkämpftes Heimspiel gegen Union Aspach-Wildenau mit 3:2 gewonnen. Trainer Wolfgang Huber sah den Grund für den Sieg nicht nur im starken Start, sondern vor allem in der Haltung seiner Mannschaft nach der Pause. „Die Moral, der Einsatz der Mannschaft hat gestimmt“, sagte er nach einer Partie, in der Riegerting früh davonzog, später in Unterzahl geriet und den Vorsprung trotzdem ins Ziel brachte. Vor allem die erste halbe Stunde legte den Grundstein.

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Dabei lief für die Gastgeber zunächst vieles in die richtige Richtung. Schon in der 3. Minute brachte Moritz Puttinger Riegerting mit 1:0 in Führung. Huber sprach in diesem Zusammenhang von einem „gerechtfertigten Strafstoß“ und nannte dieses frühe Tor den „Dosenöffner“ für seine Mannschaft. Der Treffer gab Sicherheit, und nur vier Minuten später legte Puttinger mit seinem zweiten Tor bereits das 2:0 nach. Ganz ruhig wurde die Partie damit aber nicht. Aspach/Wildenau meldete sich durch Marek Novak rasch zurück und verkürzte in der 9. Minute auf 2:1. Huber beschrieb die Begegnung als sehr intensiv, mit vielen fairen Zweikämpfen und meinte auch, dass man beide Mannschaften die Verunsicherung phasenweise noch angemerkt habe. Umso wichtiger war aus seiner Sicht das 3:1 in der 34. Minute durch Michael Stüber. Mit diesem Treffer stellte Riegerting den Zwei-Tore-Abstand wieder her und ging mit einer 3:1-Führung in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie lebendig, weil die Gäste weiter an ihre Chance glaubten und sich nicht abschütteln ließen. Richtig heikel wurde es für Riegerting dann in der 60. Minute, als Michael Stüber die Rote Karte sah und die Heimelf die letzte halbe Stunde nur noch zu zehnt bestreiten musste. Genau in dieser Phase sah Huber den wichtigsten Punkt des Spiels. „Man hat der Mannschaft angemerkt, dass sie den Sieg unbedingt einfahren wollte“, sagte der Trainer. Und er legte nach: „Die Jungs haben sich aufgeopfert, sind gelaufen, um jeden Zentimeter gekämpft und das Herz am Platz gelassen.“ Als Rasim Daudbasic in der 77. Minute auf 3:2 stellte, war die Partie endgültig wieder offen. Für Riegerting ging es nun nur noch darum, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Huber gefiel, dass seine Mannschaft sich in dieser Druckphase nicht hängen ließ und den Sieg mit viel Einsatz verteidigte.
Dass es am Ende trotz zweier Gegentore zum Heimsieg reichte, erklärte Huber vor allem mit der Arbeit gegen den Ball und mit der Konsequenz in den entscheidenden Momenten. „Wir waren trotz der zwei Gegentore in der Defensive sehr stabil“, sagte er. Aspach/Wildenau habe mit vielen langen Bällen agiert, diese habe seine Mannschaft über weite Strecken gut verteidigt. Viel habe man nicht zugelassen, „maximal aus der Distanz“, meinte der Trainer. Ganz ohne Kritik kam seine Analyse aber nicht aus. Verbesserungspotenzial sieht Huber bei den Standards, weil Riegerting aus seiner Sicht zu viele davon zugelassen hat und sich in den Zweikämpfen noch besser verhalten muss. Den Gegner beschrieb er als geschlossene Einheit, die „sich über 90 Minuten nie aufgegeben“ habe und immer daran geglaubt habe, noch etwas Zählbares mitzunehmen. Der Unterschied lag für ihn deshalb in „Kleinigkeiten“, vor allem in der Effizienz vor dem Tor und im letzten Willen, die drei Punkte in Riegerting zu behalten.
Für Riegerting bedeutet dieses 3:2 nach acht Runden nun acht Punkte, während Aspach/Wildenau bei fünf Zählern hält. Huber wird aus diesem Spiel einiges mitnehmen, weil seine Mannschaft gleich mehrere Phasen überstehen musste. Sie startete stark, ließ sich vom schnellen Anschlusstreffer nicht aus der Ruhe bringen und stemmte sich später auch in Unterzahl gegen den späten Druck. Genau deshalb dürfte dieser Erfolg intern mehr wert sein als nur das nackte Ergebnis. Gleichzeitig machte der Trainer klar, dass es keinen Grund gibt, sich zurückzulehnen. Bei Standards und im Zweikampfverhalten sieht er weiter Arbeit auf seine Elf zukommen. Mit dem Auftreten in der Schlussphase war er aber einverstanden. Auch den Schiedsrichter bewertete er positiv: „Es wurde wenig über ihn gesprochen, das ist ein gutes Zeichen.“