In der 1. Klasse Süd-West hat die TSU Mitterbauer Handenberg am Samstagnachmittag die Union Aspach-Wildenau mit 3:0 geschlagen, obwohl der Aufsteiger deutlich besser in die Partie kam. Zur Pause stand es noch 0:0, danach zog Handenberg das Spiel aber klar auf seine Seite. Florian Fuchs sprach von einem verdienten Sieg, betonte aber auch, dass seine Mannschaft die ersten 20 Minuten nur mit viel Einsatz und starken Paraden überstanden habe.
Handenberg brauchte eine ganze Weile, um überhaupt in dieses Spiel zu finden. Fuchs schilderte sehr offen, dass die Gäste die Hausherren mit ihrer Anfangsphase kalt erwischten: "Aspach-Wildenau ist super ins Spiel gekommen. Wir waren sogar überrascht, wie sie uns angelaufen und welches Tempo sie gegangen sind." Gerade in den ersten 15 bis 20 Minuten hatte der Tabellenletzte mehr vom Spiel und auch die besseren Möglichkeiten. Dass es in dieser Phase beim 0:0 blieb, lag laut Fuchs auch an zwei starken Aktionen von ihm selbst. "Bei zwei Chancen war ich gut zur Stelle und habe uns im Spiel gehalten", sagte er. Erst danach fing sich Handenberg langsam, kam besser in die Zweikämpfe und arbeitete sich Schritt für Schritt in eine ausgeglichene erste Hälfte hinein.
Zur Pause stand es zwar noch 0:0, wirklich gedreht hat sich die Partie aus Sicht von Fuchs aber erst nach dem Seitenwechsel. "Ab dem 1:0 hat man gemerkt, dass das Spiel in unsere Richtung geht", sagte er. Dieses 1:0 fiel in der 54. Minute nach einem Standard: Maximilian Weber setzte nach, nachdem der gegnerische Torhüter zunächst noch reagiert hatte. Zehn Minuten später legte Emir Softic das 2:0 nach, und damit war Handenberg endgültig am Drücker. Fuchs sprach in dieser Phase von "wirklich super Spielzügen" und meinte auch, dass seine Mannschaft das Spiel früher hätte entscheiden können, weil noch zwei oder drei sehr gute Möglichkeiten da waren. Den Schlusspunkt setzte in der Nachspielzeit Georgi Vlaychovski, der einen Elfmeter zum 3:0 verwertete.
Was Fuchs an diesem Nachmittag besonders gefallen hat, war weniger ein einzelner Spielzug als die Reaktion seiner Mannschaft auf diese schwierige Anfangsphase. "Zurzeit haben wir einfach den Willen, nicht aufzugeben", sagte er. Gerade daraus zog Handenberg seine Stärke, weil nach dem wackligen Beginn nicht die Hektik überwog, sondern die Bereitschaft, gemeinsam aus der Situation herauszukommen. Fuchs formulierte es so: "Auch wenn die ersten 20 Minuten nicht funktioniert haben, haben wir uns als Mannschaft wieder rausgehaut und miteinander die drei Punkte geholt." Genau dieses Zusammenspiel aus Geduld und Zusammenhalt erklärte für ihn auch, warum das Spiel nach der Pause so klar in Richtung der Gastgeber lief. Aus einem unangenehmen Beginn wurde am Ende noch ein klarer Heimsieg.
Ganz ohne Kritik wollte Fuchs den Erfolg aber nicht stehen lassen. Vor allem im eigenen Aufbau sieht er noch Arbeit vor sich. "Wir müssen defensiv ruhiger bleiben und dürfen nicht nervös werden, wenn der Gegner presst", sagte er und sprach damit genau jenen Punkt an, der der TSU Handenberg zu Beginn Probleme bereitet hatte. Gleichzeitig spürt er eine Entwicklung: "Wir machen es in den letzten Wochen immer besser als am Anfang der Saison. Man merkt, das Selbstvertrauen kommt, wenn man Punkte macht und gewinnt." Dass die Union Aspach-Wildenau trotz des Tabellenstands so forsch begann, überraschte ihn jedenfalls. Fuchs nannte die Gäste in den ersten 20 Minuten "sehr stark" und meinte, man habe gesehen, dass in dieser jungen Mannschaft Potenzial steckt. Sein Fazit fiel deshalb klar, aber nicht überheblich aus: "Unter dem Strich war es sicher ein verdienter Sieg."