In der 1. Klasse Süd-West musste sich der UFC Lasco Lochen am Sonntagnachmittag beim USV TOPFenster Pattigham/Pramet mit 1:2 geschlagen geben – aus Sicht von Trainer Peter Richter auch deshalb, weil die Gastgeber ihre Möglichkeiten konsequenter nutzten. Lochen hatte laut Richter zwar genug Chancen auf zumindest einen Punkt, ließ aber zu viel liegen und geriet durch eigene Fehler früh ins Hintertreffen.

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Mit dem frühen 0:1 nach elf Minuten lief Lochen von Beginn an einem Rückstand hinterher. Stefan Bachner brachte Pattigham in Führung, nachdem er laut Richter von außen nach innen zog und ins lange Eck abschloss. Zur Pause stand es 1:0, obwohl sich die Gäste nach einer schwierigeren Anfangsphase zunehmend in die Partie gearbeitet hatten. "Ab der 20. Minute waren wir besser im Spiel und haben ein bisschen gedrückt", sagte Richter. Auch nach dem Seitenwechsel habe seine Mannschaft "schon wenig zugelassen", selbst wenn Pattigham immer wieder zu Kontern kam. Den zweiten Treffer erzielten die Gastgeber dann aber doch in Minute 72, als Amir Beljulji in einer unübersichtlichen Situation am zweiten Pfosten zum 2:0 vollendete. Erst in der Schlussphase wurde es noch einmal eng: Lucian Stolojescu verkürzte in Minute 90 auf 2:1, danach bot sich Thomas Geier laut Richter noch eine große Chance auf den Ausgleich.
Richter machte den Knackpunkt nicht an einer einzelnen Szene fest, sondern an mehreren Dingen, die aus seiner Sicht den Spielverlauf mitbestimmt haben. "Der Knackpunkt war, dass wir gewisse Sachen, die wir uns vorgenommen hatten, nicht eingehalten haben", sagte der Lochener Trainer. Besonders ärgerte ihn, dass seine Mannschaft immer wieder lange Bälle auf den zentralen Innenverteidiger der Gastgeber spielte, obwohl dort laut Richter ein rund 1,90 Meter großer Abwehrspieler stand, der solche Situationen gut verteidigte. Dazu kamen aus seiner Sicht Fehler im Verhalten zu den Gegenspielern, und genau daraus sei letztlich auch das 1:0 entstanden. Umso mehr schmerzte ihn, dass Lochen im Offensivspiel keineswegs ohne Möglichkeiten blieb. "Wir hatten drei Latten- oder Pfostenschüsse, noch ein paar gute Kopfballchancen und eigentlich die besseren Chancen im Spiel", sagte Richter. Der Unterschied lag für ihn deshalb klar in der Verwertung: "Pattigham hat das sehr gut gemacht. Sie haben gut verteidigt und ihre Chancen effektiv vollendet."
Trotz der Niederlage wollte Richter die Leistung seiner Mannschaft nicht komplett schlechtreden. "Es war nicht so ein schlechtes Spiel von uns, aber gegen so eine clevere Mannschaft hat es am Sonntag einfach nicht gereicht", fasste er zusammen. Den Gastgebern bescheinigte er Qualität in mehreren Linien und vor allem mehr Führung auf dem Platz. "Sie haben im Gegensatz zu uns drei Spieler im Team, die sehr lautstark sind. Uns fehlt noch einer, der das Kommando übernimmt, wenn es vielleicht einmal nicht so gut läuft", sagte der Coach. Auch deshalb geht der Sieg für ihn "vollends in Ordnung". Selbst die hektische Schlussphase ordnete Richter nüchtern ein und nahm dabei auch den Unparteiischen ausdrücklich aus jeder Diskussion heraus: "Schiedsrichter Fetahagic war ausgezeichnet. Das Spiel war fair, auch wenn es eine Rote Karte gab." Für den UFC Lochen bleibt nach zehn Runden zwar Rang drei, aus Pattigham nimmt Richter aber vor allem eine Lehre mit: "Wir müssen noch lernen, so eine Mannschaft zu schlagen."