In der 1. Klasse Süd-West hat TSU Mitterbauer Handenberg gegen ATSV Mattighofen mit 0:3 verloren. Die Gäste entschieden die Partie mit einem starken ersten Durchgang, in dem sie innerhalb weniger Minuten dreimal trafen. Für Trainer Werner Hartl war aber nicht nur das Ergebnis wichtig, sondern vor allem die Reaktion seiner Mannschaft nach der deutlichen Niederlage in der Vorwoche.

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Mattighofen war von Beginn an voll da und machte früh deutlich, in welche Richtung dieses Auswärtsspiel gehen sollte. Werner Hartl schilderte den Auftritt seiner Mannschaft sehr klar: „Wir waren von Anfang an richtig präsent und haben innerhalb kürzester Zeit mit 3:0 geführt, mit super herausgespielten Toren.“ Genau diese Phase entschied die Partie. In der 17. Minute brachte Ilija Ivic die Gäste in Führung, nur eine Minute später legte Filip Avramovic das 0:2 nach, und in der 22. Minute stellte erneut Ilija Ivic schon früh auf 0:3. Damit war die erste Halbzeit ganz auf Seiten der Mattighofener, was sich auch im Pausenstand widerspiegelte. Viel deutlicher konnte ein Team auswärts kaum in eine Partie kommen. Hartl sprach deshalb auch davon, dass der erste Durchgang „schon mal auf unserer Seite“ gewesen sei.
Für den Trainer stand nach dem Schlusspfiff vor allem die Art und Weise im Mittelpunkt, wie seine Mannschaft aufgetreten ist. Nach dem 1:6 der Vorwoche war dieser Sieg für ihn mehr als nur ein gutes Ergebnis. „Der wichtigste Moment war die Einstellung der Mannschaft, auch gegenüber letzter Woche mit der 6:1-Niederlage. Wir haben da ein richtiges Lebenszeichen gegeben, dass wir da oben und vorne mitspielen können“, sagte Hartl. Dieser Gedanke zog sich bei ihm durch die gesamte Analyse. Immer wieder kam er auf die Haltung seiner Elf zurück und formulierte es sehr direkt: „Die Einstellung und die Bereitschaft zum Siegen waren heute richtig gut. Man hat von Anfang an gemerkt: Diese Mannschaft wollte heute was.“ Dass Mattighofen nicht nur effizient war, sondern den Gegner mit einem entschlossenen Auftritt gleich früh unter Druck setzte, passte genau zu dieser Erklärung. Aus Hartls Sicht war der Auftritt daher auch eine klare Antwort auf die vorherige Enttäuschung.
Neben der frühen Führung hob Hartl auch mehrere spielerische Punkte hervor, die aus seiner Sicht den Unterschied ausmachten. „Wir haben gut dagegengehalten, die Zweikämpfe gut gewonnen, und das Umschalten in die Offensive war sehr gut“, sagte der Mattighofen-Coach. Genau dadurch kam Handenberg nach seiner Einschätzung nie richtig in die Partie. Dazu kam, dass der Sieg sogar noch höher hätte ausfallen können. Hartl meinte offen, es sei „ein bisschen Glück für die Handenberger“ gewesen, dass seine Mannschaft weitere hundertprozentige Chancen nicht genutzt habe. Den Gegner hatte er vor dem Spiel sogar stärker erwartet, doch die Gäste ließen durch ihren konzentrierten Auftritt wenig aufkommen. Diskussionen um strittige Szenen gab es laut Hartl nicht. „Es hat keine strittige Situation gegeben. Der Schiedsrichter hat dieses Spiel gut geleitet“, betonte er. Besonders hervorheben wollte der Trainer am Ende noch seinen Linksverteidiger Langmayer: „Der hat eine Top-Partie abgeliefert.“ Mit dem 3:0 nimmt Mattighofen in Runde zwölf drei wichtige Punkte mit und bleibt als Tabellendritter in Schlagdistanz zur Spitze.